Das Video führt in zentrale Positionen des britischen Empirismus ein und stellt insbesondere die Gedanken von John Locke, George Berkeley und David Hume vor. Ausgangspunkt ist die Frage, wie menschliche Erkenntnis entsteht und welche Rolle Wahrnehmung, Erfahrung und Sprache dabei spielen. Dabei wird Lockes Verständnis von Freiheit, Liberalismus und Gewaltenteilung ebenso erläutert wie Berkeleys berühmte These, dass Sein Wahrgenommenwerden bedeutet. Darüber hinaus wird die skeptische Erkenntnistheorie David Humes vorgestellt, der alle Erkenntnisansprüche an der Erfahrung misst und dogmatische Behauptungen kritisch hinterfragt. Das Video verdeutlicht die Bedeutung empirischer Beobachtung für das menschliche Denken und zeigt zugleich die Grenzen menschlicher Erkenntnis auf.
Locke hatte mit einem Hobbesianischen Weltbild eines starken Leviathan und einer souveränen Monarchie begonnen. Er wird aber, auch unter dem Einfluss seines Mentors Shaftesbury, zu Denker der liberalen Civil Society. Sie bildet eine Mitte zwischen dem Einzelnen und dem Staat. Kultur, Bildung, Handel sind Sache dieser Civil Society. Der Staat sollte sich auf elementare Kernaufgaben begrenzen. Der Bürger, der durch Arbeit die Natur verbessert, ist Garant der Freiheit. Es bedarf keiner letzten Prinzipien, sondern der Konventionen: Dann stellt sich Harmonie ein, wie im Taktschlag der elitären Ruderer in Cambridge, der sich wie von selbst findet, wenn jeder seinem Takt folgt. Von dieser Zivilisiertheit und der Einschränkung staatlicher Macht kann die kontinentale, vor allem die deutsche Philosophie viel lernen. Gerade heute!