Das Video behandelt zentrale Entwicklungen der europäischen Aufklärung und stellt insbesondere die philosophischen Positionen von David Hume, Karl Popper, Voltaire und Jean Jacques Rousseau vor. Ausgehend von Humes Kritik an sicheren Erkenntnisansprüchen wird erläutert, dass menschliches Wissen auf Erfahrung, Gewohnheit und überprüfbaren Hypothesen beruht. Anschließend wird die Verbindung zum kritischen Rationalismus Karl Poppers hergestellt, der wissenschaftliche Erkenntnis als grundsätzlich vorläufig versteht. Im zweiten Teil richtet sich der Blick auf die französische Aufklärung. Dabei werden Voltaires Kritik an religiösen und metaphysischen Gewissheiten sowie Rousseaus grundlegende Skepsis gegenüber Fortschritt, Wissenschaft und gesellschaftlicher Entwicklung vorgestellt. Besondere Aufmerksamkeit erhält Rousseaus Vorstellung vom Naturzustand des Menschen, seine Kritik an Eigentum und sozialer Ungleichheit sowie sein Konzept der Entfremdung des Menschen von seiner ursprünglichen Natur.
David Hume (1711-1776) nimmt den Faden von John Locke auf. Hume ist Skeptiker von Jugend an. Als Zwanzigjähriger notiert er schon, dass man die menschliche Natur beachten müsse, bevor man eigene Weltbilder aufstellen könne. Diese beruhen doch meist auf Phantasmen und Idiosynkrasien.
Letztgewissheit gibt es nicht. Ideen sind für Hume nur „Abbilder der Wahrnehmungen“, aber nicht wie seit Platon der Schlüssel zur eigentlichen Wirklichkeit. Über die Kontingenz kann der Mensch nicht hinauskommen. Kant hatte gute Gründe, wenn er meinte, dass ihn Hume aus dem „dogmatischen Schlummer“ gerissen habe.