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Prof. Dr. Harald Seubert

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Kant II: Sinnlichkeit und Verstand

Veröffentlichung:13.6.2024

Das Video führt in die zentralen Gedanken von Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft ein und erläutert die grundlegende Wende, die Kant in der Philosophie vollzieht. Im Mittelpunkt steht sein Versuch, einen dritten Weg zwischen dem Empirismus der britischen Tradition und der dogmatischen Metaphysik des Rationalismus zu finden. Das Video erklärt Kants Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen menschlicher Erkenntnis und führt in wichtige Begriffe wie synthetische Urteile a priori, Kategorien, Raum und Zeit, Erscheinung und Ding an sich sowie das transzendentale Ich ein. Dabei wird deutlich, dass Kant die Vernunft nicht abschaffen, sondern ihre Reichweite bestimmen möchte. Seine Philosophie erscheint als kritische Selbstprüfung der Vernunft, die Klarheit darüber schaffen soll, was der Mensch erkennen kann und wo die Grenzen seines Wissens liegen.

Immanuel Kants "Kritik der reinen Vernunft" stellt ein bahnbrechendes Werk dar, das einen neuen, dritten Weg in der Philosophie eröffnet. Kant setzt sich von der britischen empirischen Tradition und der dogmatischen deutschen Metaphysik ab, um eine kritische Philosophie zu etablieren. Sein Ziel ist es, die Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis zu untersuchen und zu zeigen, wie synthetische Urteile a priori möglich sind. Kant betont die Bedeutung der Kategorien der Logik und unterscheidet zwischen den Erscheinungen und dem Ding an sich, das wir nicht direkt erkennen können. Er führt das Konzept des transzendentalen Ichs ein, welches alle Vorstellungen begleiten muss und somit die Kontinuität und Substanz unseres Denkens gewährleistet.



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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video insbesondere für die gymnasiale Oberstufe im Rahmen von Unterrichtseinheiten zu Erkenntnistheorie, Religionsphilosophie, Anthropologie und Aufklärung. Lernende können zunächst die Grundfrage Kants erarbeiten, wie Erkenntnis überhaupt möglich ist, und diese mit eigenen Vorstellungen von Wissen, Wahrheit und Wirklichkeit vergleichen. Besonders fruchtbar ist die Auseinandersetzung mit der Unterscheidung zwischen Erscheinung und Ding an sich, da sich hier grundlegende Fragen religiöser Erkenntnis anschließen: Können Menschen Gott erkennen? Gibt es Wirklichkeiten, die sich wissenschaftlicher Erkenntnis entziehen? Die Einführung in die Grenzen menschlicher Vernunft eröffnet zugleich einen Zugang zur Frage nach Glauben und Wissen. Methodisch bieten sich philosophische Gespräche, Visualisierungen der Erkenntnisstruktur Kants, Begriffskarten, arbeitsteilige Gruppenarbeiten sowie die Analyse von Fallbeispielen an, in denen Wahrnehmung und Wirklichkeit voneinander unterschieden werden. Ebenso können Vergleiche mit theologischen Positionen vorgenommen werden, die ebenfalls zwischen erfahrbarer Wirklichkeit und transzendenter Realität unterscheiden. Das Video ermöglicht es, die Bedeutung kritischen Denkens zu reflektieren und die Frage nach den Bedingungen menschlicher Erkenntnis mit religiösen Sinnfragen zu verbinden. Auf diese Weise werden Lernende dazu angeregt, die Möglichkeiten und Grenzen ihres eigenen Denkens bewusst wahrzunehmen und unterschiedliche Weltdeutungen kritisch zu beurteilen.

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