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Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Schelling II: Identitätsphilosophie: Die Kunst

Veröffentlichung:1.1.1970

Das Video beleuchtet zentrale Gedanken der Philosophie Friedrich Wilhelm Joseph Schellings und zeigt seine Entwicklung von der frühen Identitätsphilosophie hin zu einer Philosophie der Freiheit, des Bösen und der Weltentstehung. Ausgehend von der Frage nach der Einheit von Natur und Geist beschreibt Schelling die Kunst als einen besonderen Ort, an dem sich geistiger Entwurf und materielle Wirklichkeit begegnen. Im weiteren Verlauf wendet sich das Video Schellings Kritik an geschlossenen philosophischen Systemen zu und thematisiert seine Überlegungen zur menschlichen Freiheit und zur Realität des Bösen. Dabei wird deutlich, dass Schelling das Böse nicht lediglich als Mangel des Guten versteht, sondern als eigenständige Macht, die mit der Freiheit des Menschen verbunden ist. Abschließend werden seine kosmologischen Überlegungen vorgestellt, die von Platon inspiriert sind und nach dem Ursprung von Welt, Ordnung und Chaos fragen.

Schelling erforschte die Einheit von Natur und Geist sowie die Rolle der Kunst als Identitätspunkt in jedem Kunstwerk. Kunst verbindet geistige Entwürfe mit Materie. Weiterhin behandelt Schelling philosophische Fragen zu Menschlicher Freiheit und dem Bösen, wobei er das Böse als eigenständige Macht betrachtet. Seine Philosophie integriert Kosmologie und Platonismus.



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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der gymnasialen Oberstufe in den Themenfeldern Anthropologie, Theodizee, Freiheit, Schöpfung, Religionsphilosophie und Menschenbild. Lernende können anhand des Videos nachvollziehen, wie philosophische und religiöse Fragen miteinander verflochten sind und warum die Themen Freiheit und Böses bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Besonders gewinnbringend ist die Gegenüberstellung von Kants Moralphilosophie und Schellings Freiheitsdenken. In einer arbeitsteiligen Gruppenarbeit können Lernende unterschiedliche Positionen zum Ursprung des Bösen erarbeiten und ihre Konsequenzen für das Menschenbild diskutieren. Ebenso bietet sich ein Vergleich mit biblischen Erzählungen wie dem Sündenfall oder der Gestalt Luzifers an. Die Ausführungen zur Kunst ermöglichen darüber hinaus fächerübergreifende Zugänge mit Kunst und Deutsch. Die Frage, wie sich Geist und Materie in einem Kunstwerk verbinden, kann anhand konkreter Kunstwerke, Musikstücke oder literarischer Texte untersucht werden. Für vertiefende Diskussionen eignet sich insbesondere die Frage, ob Freiheit nur als Wahlmöglichkeit verstanden werden kann oder ob sie immer auch eine Entscheidung zwischen Gut und Böse beinhaltet. Das Video eröffnet zudem Zugänge zur Theodizeefrage und zur Frage nach dem Ursprung des Bösen in der Welt. Durch philosophische Gespräche, Textarbeit, Bildimpulse und Debatten werden Reflexionsfähigkeit, Urteilskompetenz und die Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen gefördert.

Hessen

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