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Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Die Frankfurter Schule der ersten Generation

Veröffentlichung:6.11.2022

Das Video beschäftigt sich mit zentralen Gedanken Theodor W. Adornos und der Kritischen Theorie. Im Mittelpunkt steht die Frage nach Versöhnung, Freiheit und menschlichem Leben in einer von Entfremdung geprägten Welt. Adorno beschreibt die moderne Gesellschaft als einen Zustand, in dem ein vollständig gelungenes und gerechtes Leben kaum möglich erscheint. Sein berühmter Satz, dass es kein richtiges Leben im falschen gebe, verweist auf die tiefgreifenden Widersprüche moderner Gesellschaften. Das Video zeigt zudem die Nähe und zugleich die Unterschiede zwischen Adorno und Martin Heidegger auf. Beide diagnostizieren Krisen der Moderne, entwickeln jedoch unterschiedliche Antworten darauf. Während Heidegger auf die Frage nach dem Sein und die Möglichkeit einer Kehre verweist, setzt Adorno auf die Kraft der kritischen Reflexion, der Negativität und der Kunst. Zudem werden zentrale Werke wie die Minima Moralia und die Negative Dialektik vorgestellt. Adornos Kritik an vereinfachten Utopien, revolutionären Heilsversprechen und ideologischen Gewissheiten wird ebenso thematisiert wie seine Hoffnung auf eine sensiblere Wahrnehmung von Wirklichkeit.



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Für den Religionsunterricht bietet das Video zahlreiche Anknüpfungspunkte zu den Themen Erlösung, Hoffnung, Anthropologie, Gesellschaftskritik und Ethik. Die Lernenden können zunächst die Frage diskutieren, ob ein gutes Leben in einer unvollkommenen Welt möglich ist. Adornos Überlegungen lassen sich mit religiösen Vorstellungen von Heil, Erlösung und Versöhnung vergleichen. Besonders geeignet ist die Arbeit mit seinem Satz vom richtigen Leben im falschen, der als Impuls für philosophische Gespräche oder Schreibaufgaben dienen kann. Die Gegenüberstellung von Adorno und Heidegger eröffnet die Möglichkeit, unterschiedliche Antworten auf Krisenerfahrungen und gesellschaftliche Herausforderungen zu untersuchen. Ebenso können die Lernenden Adornos Begriff der Negativität analysieren und überlegen, warum Kritik für gesellschaftliche Veränderung wichtig ist. Die Minima Moralia bieten zahlreiche Beispiele aus dem Alltag, die einen lebensweltlichen Zugang ermöglichen. Methodisch eignen sich Textarbeit, Diskussionen, philosophische Gespräche, Standpunktlinien, Schreibgespräche sowie kreative Aufgaben, in denen Lernende eigene Vorstellungen eines gelingenden Lebens formulieren. In der Oberstufe kann zudem die Verbindung zwischen Adornos Gesellschaftskritik und theologischen Konzepten von Hoffnung, Erlösung und Reich Gottes thematisiert werden. Das Medium fördert die Fähigkeit, gesellschaftliche Verhältnisse kritisch zu reflektieren und zugleich nach Perspektiven für Menschlichkeit, Verantwortung und Zukunft zu fragen.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 1. Grundzüge christlicher Moral im Kontext philosophischer Ethik.

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