Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe und kann in den Themenbereichen Schöpfung, Bewahrung der Schöpfung, Nachhaltigkeit, globale Gerechtigkeit, Verantwortung, Menschenwürde, indigene Lebensweisen sowie interkulturelles und interreligiöses Lernen eingesetzt werden. Die Dokumentation eröffnet vielfältige Möglichkeiten, ökologische und ethische Fragestellungen mit religiösen Perspektiven zu verbinden. Die Lernenden setzen sich mit der Frage auseinander, welche Verantwortung Menschen gegenüber der Natur tragen und wie unterschiedliche Kulturen ihre Beziehung zur Schöpfung verstehen und gestalten.
Als Einstieg bieten sich eindrucksvolle Bilder des Amazonas oder Aussagen der Tikuna über Mutter Erde an. Anschließend können die Lernenden ihre Vorstellungen vom Leben im Regenwald sammeln und mit den Eindrücken des Films vergleichen. Während der Sichtung können Arbeitsaufträge unterschiedliche Beobachtungsschwerpunkte setzen, beispielsweise das Verhältnis zwischen Mensch und Natur, die Weitergabe von Traditionen, die Bedeutung von Gemeinschaft oder die Ursachen der Gefährdung des Regenwaldes.
Im Anschluss eignet sich eine arbeitsteilige Gruppenarbeit, in der einzelne Aspekte wie Waldgärten, nachhaltige Landwirtschaft, Fischfang, Sprache, kulturelle Identität oder die Rolle der Aula Viva vertieft werden. Die Ergebnisse können in Form von Plakaten, digitalen Präsentationen oder Lernstationen vorgestellt werden. Ebenso bietet sich ein Vergleich zwischen der Lebensweise der Tikuna und dem eigenen Alltag an. Die Lernenden reflektieren dabei ihren eigenen Konsum von Fleisch, Papier, Aluminium oder digitalen Geräten und entwickeln konkrete Handlungsmöglichkeiten für einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen.
Aus theologischer Perspektive lässt sich das Medium mit biblischen Schöpfungstexten, dem Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung sowie mit dem Leitbild nachhaltigen Handelns verbinden. Ebenso eröffnet die Dokumentation Gespräche über Dankbarkeit, Generationenverantwortung, Gemeinschaft und die spirituelle Bedeutung der Natur. Kreative Aufgaben wie das Verfassen eines Tagebucheintrags aus der Perspektive eines Kindes der Tikuna, die Gestaltung eines Schöpfungsgebets oder die Entwicklung eigener Projekte zum Schutz der Umwelt ermöglichen eine vertiefte persönliche Auseinandersetzung. Das Medium verbindet anschauliche Lebensweltorientierung mit globalem Lernen und fördert Perspektivwechsel, Empathie sowie die Bereitschaft zu verantwortlichem Handeln.