Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe und kann in den Themenfeldern Menschenwürde, Weltkirche, Schöpfung, Bewahrung der Schöpfung, Nachhaltigkeit, Frieden, Gerechtigkeit, christliche Verantwortung, Solidarität und Entwicklung eingesetzt werden. Die authentischen Reportagen ermöglichen den Lernenden einen lebensnahen Zugang zu globalen Herausforderungen und zeigen zugleich konkrete Beispiele christlichen Handelns und gesellschaftlicher Verantwortung.
Als Einstieg eignet sich die Analyse des Titelbildes oder ausgewählter Fotografien aus Ruanda und Togo. Die Lernenden beschreiben ihre Beobachtungen, formulieren Vermutungen über die dargestellten Lebenssituationen und entwickeln erste Fragestellungen. Während der Erarbeitung bietet sich eine arbeitsteilige Gruppenarbeit an, in der unterschiedliche Themen untersucht werden, beispielsweise medizinische Versorgung durch moderne Technik, Kinderrechte, Waisenhäuser, Klimawandel, Schutz der Weltmeere, Religionsfreiheit, Terrorismus, Frieden oder die Situation benachteiligter Bevölkerungsgruppen. Die Ergebnisse können in Form von Expertenpräsentationen, digitalen Präsentationen oder Lernplakaten vorgestellt werden.
Die Reportage über den Einsatz von Drohnen in Ruanda eröffnet eine Auseinandersetzung mit ethischen Fragen des technischen Fortschritts. Die Lernenden diskutieren Chancen und Risiken moderner Technologien und bewerten ihren Beitrag zum Schutz des Lebens. Die Beiträge über das Waisenhaus in Togo fördern Empathie und regen dazu an, über Kinderrechte, soziale Verantwortung und christliche Nächstenliebe nachzudenken. Der Beitrag über die Weltmeere ermöglicht die Verbindung mit biblischen Schöpfungstexten sowie der Enzyklika Laudato si und eröffnet Gespräche über Nachhaltigkeit, Klimawandel und globale Verantwortung. Das Interview über Boko Haram bietet Anlass, über Religionsfreiheit, Gewalt, Menschenrechte und die Situation verfolgter Christinnen und Christen nachzudenken. Die Lernenden entwickeln dabei ethische Urteile und reflektieren Möglichkeiten persönlichen und gesellschaftlichen Engagements.
Methodisch eignet sich das Medium besonders für Gruppenpuzzle, Stationenlernen, Bildanalyse, Debatten, Rollenspiele, Projektarbeit, digitale Lernprodukte sowie kreative Schreibaufgaben wie Tagebucheinträge, Interviews oder Podcasts. Durch die Verbindung persönlicher Lebensgeschichten mit religiösen und ethischen Fragestellungen unterstützt das Medium einen kompetenzorientierten Religionsunterricht, der Perspektivwechsel, Empathie, Urteilsfähigkeit und verantwortliches Handeln fördert.
Titelbild "Ruanda Moderne Himmelsboten" und "Togo Habe ich die Chance auf eine Zukunft?"
Material: Titelbild mit einem Kind aus Togo sowie Hinweisen auf die beiden Schwerpunktreportagen.
Unterricht: Die Lernenden beschreiben das Bild, entwickeln Vermutungen über die Lebenssituation des Kindes und formulieren Fragen an das Heft. Anschließend vergleichen sie ihre Erwartungen mit den Reportagen.
Blickfang "Notlager im Südsudan"
Material: Fotoreportage über Menschen, die vor Bürgerkrieg und Überschwemmungen fliehen mussten.
Unterricht: Die Lernenden analysieren die Fotografien und erarbeiten die Zusammenhänge zwischen Krieg, Klimawandel und Flucht. Anschließend diskutieren sie die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft und vergleichen die Situation mit aktuellen Fluchtbewegungen.
Stichwort "Der Ozean ist für die Schöpfung unverzichtbar"
Material: Interview mit Erzbischof Peter Loy Chong über Ozeanien, Klimawandel und die Bedeutung der Weltmeere für das Leben auf der Erde.
Unterricht: Die Lernenden untersuchen die ökologische Bedeutung der Meere, setzen die Aussagen mit den biblischen Schöpfungserzählungen und der Enzyklika Laudato si in Beziehung und entwickeln Ideen für nachhaltiges Handeln im Alltag. Die Grafiken und Fotos unterstützen die Analyse globaler Zusammenhänge.
Facetten International
Material: Kurzberichte über christliche Dalits in Indien, Proteste im Irak, den Friedensnobelpreis für Abiy Ahmed in Äthiopien und den Friedenspreis für den Erzbischof von Lahore in Pakistan.
Unterricht: Die Lernenden bearbeiten die Beiträge arbeitsteilig und erstellen eine Weltkarte, auf der sie Herausforderungen und Hoffnungszeichen der Weltkirche dokumentieren. Dabei werden Themen wie Religionsfreiheit, Menschenrechte, Diskriminierung und Friedensarbeit miteinander verglichen.
Interview mit Stefan Klein "Boko Haram ist immer noch brandgefährlich"
Material: Interview über die Entführung der Chibok Mädchen durch Boko Haram und die Situation in Nigeria.
Unterricht: Die Lernenden setzen sich mit Christenverfolgung, Terrorismus, Religionsfreiheit und Menschenrechten auseinander. In einer Podiumsdiskussion bewerten sie Möglichkeiten internationaler Hilfe und reflektieren die Bedeutung von Solidarität und Hoffnung.
Reportage "Moderne Himmelsboten"
Material: Umfangreiche Reportage über Drohnen, die Blutkonserven und Medikamente in abgelegene Krankenhäuser Ruandas transportieren.
Unterricht: Die Lernenden analysieren Chancen und Grenzen moderner Technik für den Schutz des Lebens. Sie erstellen Ablaufdiagramme zum Transport der Blutkonserven, diskutieren ethische Fragen des Technikeinsatzes und beurteilen den Beitrag technischer Innovationen für die Menschenwürde und Gesundheitsversorgung. Die zahlreichen Fotografien ermöglichen zusätzlich eine Bildanalyse.
Informationskasten "Ruanda Moderne Technik"
Material: Hintergrundinformationen zu Drohnentechnologie, medizinischer Versorgung und der Hydrozephalus Behandlung.
Unterricht: Die Lernenden recherchieren weitere Beispiele medizinischer Innovationen und bewerten deren Bedeutung für Entwicklungsländer. Anschließend entwickeln sie Kriterien für verantwortungsvollen Technikeinsatz.
Blickwechsel "Das Leid der Anderen"
Material: Erfahrungsberichte eines deutschen Arztes und eines senegalesischen Pflegers über medizinische Arbeit in Afrika.
Unterricht: Die Lernenden vergleichen unterschiedliche Perspektiven auf Entwicklungszusammenarbeit und reflektieren interkulturelle Zusammenarbeit sowie christliche Verantwortung im Gesundheitswesen.
Reportage "Ausgegrenzt und verstoßen"
Material: Reportage über Schwester Rosaline und das Waisenhaus der Ordensgemeinschaft Notre Dame de Nazareth in Togo.
Unterricht: Die Lernenden setzen sich mit Kinderrechten, Armut, Ausgrenzung und christlicher Nächstenliebe auseinander. Sie entwickeln Handlungsmöglichkeiten für solidarisches Handeln und vergleichen das Engagement der Ordensschwestern mit biblischen Beispielen gelebter Nächstenliebe.
Monat der Weltmission
Material: Rückblick auf den Außerordentlichen Monat der Weltmission unter dem Leitwort "Getauft und gesandt".
Unterricht: Die Lernenden erarbeiten das heutige Missionsverständnis der katholischen Kirche und diskutieren die Bedeutung von Weltkirche, Zeugnis und globaler Solidarität.
Missio für Menschen
Material: Informationen zur Alt Handy Aktion, Wanderaktionen gegen Menschenhandel sowie weiteren Solidaritätsprojekten.
Unterricht: Die Lernenden recherchieren globale Lieferketten von Smartphones, planen eine Sammelaktion für alte Mobiltelefone oder entwickeln eigene Projekte gegen Ausbeutung und Menschenhandel.
Aktion Furchtlos
Material: Bericht über Schwester Susanne Schneider und ihren Einsatz für die Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche.
Unterricht: Die Lernenden diskutieren Geschlechtergerechtigkeit, kirchliche Ämter und Verantwortung. Anschließend vergleichen sie unterschiedliche Positionen und formulieren eigene begründete Standpunkte.