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Missio Magazin

Missio Magazin

Vergessene Krisen

Veröffentlichung:1.3.2023

Diese Anregung enthält das Missiomagazin "Vergessene Krisen" mit 52 Seiten.

Das missio Magazin 3 2023 steht unter dem Titel Vergessene Krisen und lenkt den Blick auf Regionen, die trotz großer humanitärer Not häufig nur wenig öffentliche Aufmerksamkeit erhalten. Im Mittelpunkt stehen eindrucksvolle Reportagen aus Kenia und dem Libanon. Vorgestellt wird unter anderem das Bildungsprojekt Learning Lions in der Region Turkana, das jungen Menschen durch digitale Ausbildung neue Zukunftsperspektiven eröffnet. Eine weitere Reportage schildert die schwierige Lebenssituation von Familien und Kindern im Libanon, die unter den Folgen von Krieg, wirtschaftlichem Zusammenbruch und Armut leiden. Ergänzt werden die Beiträge durch Interviews mit der Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung Luise Amtsberg sowie dem Comboni Missionar Gregor Schmidt über den Südsudan. Weitere Artikel greifen die Situation von Flüchtlingen in Bangladesch, den Konflikt im Kongo, die Erdbebenhilfe in Syrien sowie Fragen globaler Verantwortung, Menschenrechte und kirchlichen Engagements auf. Das Magazin verdeutlicht eindrucksvoll, wie christliche Hoffnung, Solidarität und weltkirchliche Zusammenarbeit Menschen in Krisengebieten stärken können.

In der aktuellen Ausgabe des Magazins steht die Frage im Mittelpunkt, ob echter Frieden im Jemen möglich ist. Luise Amtsberg, die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, spricht als Schirmherrin der Kampagne "Vergessene Krisen", an der auch missio München beteiligt ist. Internationale Aspekte werden beleuchtet, darunter ein Brand im weltgrößten Flüchtlingscamp, ein Rohstoff-Krieg im Kongo sowie erhöhte Hilfeleistungen von missio für Syrien. Pater Gregor Schmidt, ein Comboni-Missionar im Südsudan, diskutiert die anhaltende Krise in diesem Staat. Vor Ort in Kenia widmet sich der Artikel der Gründung eines Campuses in der Wüste durch Prinz Ludwig von Bayern. Weitere Themen umfassen gelebte Inklusion am Arbeitsplatz mit Beispielen aus München und Varanasi sowie die Fortentwicklung des Lieferkettengesetzes. Die Reportage aus Tripoli beleuchtet die herausfordernde Situation in der verarmten Stadt am Mittelmeer, wo Menschen und Schulen ums Überleben kämpfen.

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Das Medium eignet sich in besonderer Weise für den Religionsunterricht der Sekundarstufe, da es globale Krisen mit zentralen Themen christlicher Ethik verbindet. Die eindrucksvollen Fotografien können als Bildimpulse genutzt werden, um erste Eindrücke zu sammeln, Vorwissen zu aktivieren und Fragen nach Menschenwürde, Hoffnung und Verantwortung zu entwickeln. Die Reportagen ermöglichen biografisches Lernen und fördern Perspektivübernahme sowie Empathie. Die Lernenden können die Beiträge arbeitsteilig erschließen, Ursachen von Armut, Krieg, Flucht, Klimawandel und gesellschaftlicher Ungleichheit analysieren und die Bedeutung kirchlicher Hilfsprojekte herausarbeiten. Die Reportage über den Bildungscampus in Kenia eignet sich besonders für Gespräche über Bildungsgerechtigkeit, Zukunftsperspektiven und nachhaltige Entwicklung. Die Beiträge über den Libanon, den Südsudan oder den Jemen ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung mit Frieden, Versöhnung und der christlichen Hoffnung in Krisenzeiten. Die Interviews eröffnen unterschiedliche politische, gesellschaftliche und religiöse Perspektiven und können als Grundlage für Debatten, Podiumsdiskussionen oder Rollenspiele dienen. Darüber hinaus lassen sich zahlreiche Bezüge zu biblischen Texten über Gerechtigkeit, Frieden, Nächstenliebe, Bewahrung der Schöpfung und die Verantwortung des Menschen herstellen. Das Magazin eignet sich ebenso für projektorientiertes Lernen, Gruppenpuzzle, Präsentationen oder digitale Rechercheaufträge und bietet vielfältige Möglichkeiten für fächerübergreifendes Arbeiten mit Politik, Geographie, Geschichte und Sozialkunde.

Das Titelbild sowie die Fotostrecken zum Jemen eignen sich als motivierender Unterrichtseinstieg. Die Lernenden beschreiben zunächst die Bildmotive, formulieren Vermutungen über die Lebenssituation der Kinder und entwickeln Fragen nach Krieg, Frieden und Hoffnung. Anschließend werden die Bildaussagen mit den Hintergrundinformationen zum Bürgerkrieg im Jemen verglichen. Dadurch werden Bildkompetenz, Empathie und Perspektivübernahme gefördert.

Das Interview mit Luise Amtsberg zur Kampagne „Vergessene Krisen“ (S. 8 bis 9) eröffnet einen politischen und ethischen Zugang zu globalen Krisen. Die Lernenden setzen sich mit der Frage auseinander, warum manche Konflikte große mediale Aufmerksamkeit erhalten, während andere kaum wahrgenommen werden. Sie diskutieren Verantwortung, Menschenrechte und internationale Solidarität und entwickeln Kriterien dafür, welche Verantwortung wohlhabende Staaten gegenüber Krisenregionen tragen.

Die Rubrik „Facetten International“ (S. 10 bis 11) enthält Kurzberichte über den Brand im größten Flüchtlingslager Bangladeschs, den Konflikt im Osten des Kongos sowie die Erdbebenhilfe in Syrien. Die Lernenden erschließen diese Beiträge arbeitsteilig, recherchieren die jeweiligen Hintergründe und präsentieren ihre Ergebnisse. Dabei erkennen sie globale Zusammenhänge zwischen Krieg, Flucht, Armut und humanitärer Hilfe.

Das Interview mit Pater Gregor Schmidt über den Südsudan (S. 12 bis 13) eignet sich zur Auseinandersetzung mit Frieden, Versöhnung und kirchlichem Engagement in Krisengebieten. Die Lernenden analysieren die Ursachen langjähriger Konflikte, diskutieren die Rolle der Kirche im Friedensprozess und vergleichen christliche Vorstellungen von Versöhnung mit konkreten Erfahrungen aus dem Südsudan. Das Material bietet sich für Diskussionen oder Podiumsgespräche an.

Die Reportage „Ein Campus in der Wüste“ über die Learning Lions in Kenia (S. 14 bis 23) bildet einen Schwerpunkt des Magazins. Die Lernenden untersuchen, wie Bildung, Digitalisierung und unternehmerisches Denken jungen Menschen neue Zukunftsperspektiven eröffnen können. Sie analysieren die Bedeutung nachhaltiger Entwicklung, vergleichen Lebensbedingungen in der Region Turkana mit ihrer eigenen Lebenswelt und diskutieren die Frage, welche Rolle Bildung für Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung spielt. Darüber hinaus können sie eigene Projektideen zur Förderung von Bildung entwickeln oder die Ziele nachhaltiger Entwicklung mit dem Projekt verbinden.

Der Blickwechsel „Gelebte Inklusion“ (S. 24 bis 25) thematisiert das Leben und Arbeiten von Menschen mit Behinderung in Deutschland und Indien. Die Lernenden setzen sich mit den Begriffen Inklusion, Teilhabe und Menschenwürde auseinander und reflektieren, welche Voraussetzungen für eine inklusive Gesellschaft notwendig sind. Das Material eignet sich besonders für Partnerarbeit oder Fallanalysen.

Die Rubrik „Momente der Stille“ (S. 26) kann als spiritueller Einstieg oder Abschluss einer Unterrichtsstunde genutzt werden. Die Lernenden formulieren eigene Gebete, Meditationen oder Hoffnungstexte und bringen persönliche Gedanken zu Frieden, Hoffnung und Solidarität zum Ausdruck.

Der Beitrag zum Lieferkettengesetz (S. 28) eröffnet eine ethische Auseinandersetzung mit globaler Wirtschaft und Verantwortung. Die Lernenden analysieren die Auswirkungen internationaler Lieferketten auf Menschenrechte und Arbeitsbedingungen und diskutieren die Verantwortung von Unternehmen, Politik sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern. Dabei lassen sich Bezüge zur christlichen Sozialethik herstellen.

Die Reportage „Kinder des Krieges“ über den Libanon (S. 32 bis 37) schildert die Lebensbedingungen von Kindern und Familien in Tripoli. Die Lernenden analysieren die Folgen von Krieg, Armut und wirtschaftlichem Zusammenbruch für den Alltag der Menschen und untersuchen, wie kirchliche Schulen und Hilfsprojekte Hoffnung und Stabilität vermitteln. Die Reportage eignet sich für biografisches Lernen, Rollenspiele oder die Entwicklung von Hilfsprojekten im schulischen Kontext.

Der Beitrag zur missio Frauenförderung (S. 42 bis 43) zeigt Beispiele dafür, wie Frauen weltweit durch Bildungs und Förderprogramme gestärkt werden. Die Lernenden setzen sich mit Gleichberechtigung, Bildungschancen und der Rolle von Frauen in Kirche und Gesellschaft auseinander und vergleichen unterschiedliche Lebensrealitäten.

Die Rubrik „Sehen Hören Erleben“ (S. 44 bis 45) bietet Literatur, Medien und Kulturtipps. Diese können als Grundlage für Referate, Buchvorstellungen oder weiterführende Recherchen genutzt werden und fördern selbstständiges Lernen sowie Medienkompetenz.

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