Das Material eignet sich besonders für den Religionsunterricht sowie den Geschichts und Politikunterricht der Jahrgangsstufen 9 bis 12. Die Lernenden können zunächst eigene Erfahrungen mit freiwilligem Engagement sammeln und diese mit den historischen Beispielen vergleichen. Anschließend bietet sich eine arbeitsteilige Erarbeitung der einzelnen Abschnitte an, in der die Entwicklung kirchlicher Sozialarbeit, die Entstehung der Wohlfahrtsverbände und die Veränderungen des Ehrenamtes im gesellschaftlichen Wandel untersucht werden. Die Vergleichstabelle zu Ehrenamt früher und heute fördert die Analyse gesellschaftlicher Entwicklungen und unterstützt die Ausbildung historischer Urteilskompetenz. Im Religionsunterricht lassen sich vielfältige Bezüge zum christlichen Menschenbild, zur Nächstenliebe, zur Diakonie, zur Caritas sowie zur katholischen Soziallehre herstellen. Auch die Frage nach Motivation, Verantwortung und Solidarität in einer demokratischen Gesellschaft kann vertieft werden. Ergänzend können die Lernenden regionale soziale Einrichtungen recherchieren, ehrenamtlich engagierte Personen interviewen oder eigene Möglichkeiten gesellschaftlichen Engagements entwickeln. Dadurch wird nicht nur historisches Wissen vermittelt, sondern auch die Bereitschaft gefördert, Verantwortung für andere Menschen und das Gemeinwesen zu übernehmen.
In einem ersten Schritt wird die Entwicklung kirchlicher Wohlfahrts Organisationen aus dem Text ermittelt. Dann wird die Veränderung der Anforderung an die Wohlfahrt vom 19. Jahrhundert bis zum 21 Jahrhundert untersucht. Ein dritter Schritt tut dasselbe für die DDR und deren kommunistisch/sozialistisches Wohlfahrtssystem. Abschließend werden Stichworte in einer Tabelle dem 19. bzw. dem 21. Jahrhundert zugeordnet.