Didaktisch eignet sich das Material besonders für den Religionsunterricht, Ethikunterricht sowie den Politikunterricht der Sekundarstufe. Die Lernenden setzen sich zunächst mit ihrem eigenen Verständnis von Gewaltfreiheit auseinander und vergleichen dieses mit wissenschaftlichen und religiösen Definitionen. Durch Gruppenarbeiten, Diskussionen, Szenarien, Posterarbeit, Symbolanalysen und kreative Schreibaufgaben werden unterschiedliche Perspektiven auf gewaltfreien Widerstand erschlossen. Besonders gewinnbringend ist das Planspiel zur Organisation einer gewaltfreien Protestaktion gegen die Abschiebung einer Familie, bei dem die Lernenden Protestformen bewerten, begründen und gemeinsam geeignete Handlungsstrategien entwickeln. Die internationalen Beispiele aus der Türkei, Ägypten, Syrien, Indien, Deutschland und der Demokratischen Republik Kongo fördern Perspektivwechsel und globale Verantwortung. Die Materialien ermöglichen eine kompetenzorientierte Auseinandersetzung mit christlicher Friedensethik, Menschenrechten, Zivilcourage und demokratischer Teilhabe. Gleichzeitig regen sie dazu an, eigene Handlungsmöglichkeiten für einen gewaltfreien Umgang mit Konflikten im schulischen und gesellschaftlichen Alltag zu entwickeln.