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Gesichter der Weltkirche | Kirche in Not

Gesichter der Weltkirche | Kirche in Not

Vom Steuerberater zum modernen Missionar

Veröffentlichung:17.12.2024

Das Video stellt Rafael Daki aus Brasilien vor, der in der internationalen Zentrale der päpstlichen Stiftung Kirche in Not in Königstein arbeitet und dort die Projekte für die lateinamerikanischen Länder begleitet. Im Gespräch berichtet er von seinem Glaubensweg, seiner Kindheit in Rio de Janeiro, seiner Ausbildung als Jurist sowie seiner Entscheidung, sein Leben ganz in den Dienst der Evangelisierung zu stellen. Besonders prägend waren für ihn der Weltjugendtag in Toronto, die katholische Gemeinschaft Shalom sowie die Begegnungen mit Papst Johannes Paul dem Zweiten. Rafael Daki schildert eindrucksvoll seine weltweiten Reisen, seine Erfahrungen mit Christen in schwierigen Lebenssituationen und die Bedeutung von Gebet, Mission und internationaler Solidarität innerhalb der Weltkirche. Das Gespräch vermittelt einen lebendigen Einblick in die Arbeit von Kirche in Not und zeigt, wie die weltweite Kirche Menschen verbindet und gegenseitig stärkt.

Die Videoreihe WELTKIRCHE - Christen aus aller Welt mit mehr als 30 Folgen bietet Interviews mit Christen aus der Weltkirche über ihren persönlichen Glauben und ihre Berufung. Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen berichten über ihre Erfahrung mit dem lebendigen Gott. Alle glauben dasselbe, aber jede und jeder glaubt auf eine eigene Weise.

Diese Videos können auch als Gruppenarbeiten vergeben werden, um Motivationen, Biografien und Wege zum Glauben oder zur Berufung zu vergleichen.

Der Brasilianer Rafael D’Aqui wuchs in Rio de Janeiro in einer Familie mit italienischem Migrationshintergrund auf und lebte zunächst wie ein „Kulturchrist“. Obwohl er regelmäßig die Kirche besuchte, hatte er keine persönliche Beziehung zu Jesus Christus. Durch eine „marianische Erfahrung“ fand er schließlich seinen Weg und eine geistliche Heimat in der Katholischen Gemeinschaft „Shalom“. Nachdem er zunächst als Steuerberater in der freien Wirtschaft tätig war, entschloss sich D’Aqui, auch beruflich neue Wege zu gehen und seine Talente in den Dienst des Gottesreiches zu stellen.


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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe und kann in den Themenbereichen Weltkirche, Kirche in Lateinamerika, Mission, Solidarität, Hilfswerke der Kirche, Berufung, Glaubenszeugnis sowie christliche Verantwortung eingesetzt werden. Die persönliche Lebensgeschichte von Rafael Daki ermöglicht den Lernenden einen authentischen Einblick in die internationale Arbeit der Kirche und verdeutlicht, wie christlicher Glaube Menschen zu weltweiter Verantwortung und konkretem Handeln motivieren kann.

Als Einstieg bietet sich die Frage an, welche Vorstellungen die Lernenden von der Weltkirche und von kirchlichen Hilfswerken haben. Anschließend können sie Vermutungen darüber äußern, welche Aufgaben eine internationale Organisation wie Kirche in Not übernimmt. Die Aussagen des Interviews helfen dabei, vorhandene Vorstellungen zu erweitern oder zu korrigieren.

Während des Videos können die Lernenden Beobachtungsaufträge bearbeiten. Sie halten fest, welche Stationen den Glaubensweg von Rafael Daki geprägt haben, welche Bedeutung der Weltjugendtag für seine Berufung hatte und welche Aufgaben Kirche in Not weltweit übernimmt. Ebenso können sie herausarbeiten, welche Herausforderungen Christen in verschiedenen Ländern erleben und wie die internationale Gemeinschaft der Kirche darauf reagiert.

In der anschließenden Auswertung eignet sich eine vertiefende Gruppenarbeit zu verschiedenen Themen. Die Lernenden können die Aufgaben kirchlicher Hilfswerke recherchieren, Beispiele weltweiter Solidarität sammeln oder untersuchen, welche Rolle Gebet, finanzielle Unterstützung und persönliche Begegnungen für die Weltkirche spielen. Ebenso bietet sich ein Vergleich zwischen der Situation der Kirche in Lateinamerika und Europa an. Dabei können Fragen nach Säkularisierung, Mission und Glaubensweitergabe diskutiert werden.

Das Medium fördert die globale Perspektive im Religionsunterricht und stärkt das Bewusstsein dafür, dass Kirche eine weltweite Gemeinschaft ist. Die Lernenden erkennen, dass christlicher Glaube nicht an nationale Grenzen gebunden ist und dass Solidarität, Gebet und gegenseitige Unterstützung wesentliche Kennzeichen der Weltkirche darstellen. Kreative Unterrichtsmethoden wie das Erstellen einer Weltkarte mit Projekten kirchlicher Hilfswerke, Rollenspiele zu internationalen Begegnungen, Interviews, Gruppenpräsentationen oder die Planung einer eigenen Solidaritätsaktion ermöglichen eine handlungsorientierte Vertiefung der Inhalte. Darüber hinaus eignet sich das Video für Unterrichtseinheiten zu den Themen Weltjugendtag, christliche Berufung, katholische Soziallehre, Mission und internationale Verantwortung.

In einem Interview der Sendereihe „Gesichter der Weltkirche“ berichtet Rafael D’Aqui, ein Brasilianer und Gruppenleiter bei der Päpstlichen Stiftung Kirche in Not für Lateinamerika, von seinem persönlichen Glaubensweg und seiner missionarischen Arbeit.

Er schildert seinen Werdegang: Aufgewachsen in einer katholischen Familie in Rio de Janeiro, wurde sein Glaube zunächst eher kulturell geprägt. Eine tiefere Bekehrung erlebte er über eine katholische Jugendbewegung sowie durch den Besuch des Weltjugendtags 2002 in Toronto. Ursprünglich Jurist, entschied er sich später für einen missionarischen Weg innerhalb der katholischen Gemeinschaft Shalom, die soziale und evangelisierende Arbeit unter Jugendlichen leistet.

Durch ein Studium des Kirchenrechts in Rom kam er mit Kirche in Not in Kontakt, wo er heute als Projektleiter tätig ist. Er reist regelmäßig in Länder Lateinamerikas, prüft Projektanträge und pflegt Kontakte zur Ortskirche. Eine prägende Erfahrung war etwa ein Treffen mit einer konvertierten Frau in Afrika oder die Begegnung mit Papst Franziskus, dem er symbolisch einen Missionshut aus Kuba überreichte.

D’Aqui betont, dass Kirche in Not keine reine Hilfsorganisation, sondern eine betende Glaubensgemeinschaft ist. Projekte werden nicht nur finanziert, sondern geistlich begleitet. Die Entscheidungen über Förderungen sind oft herausfordernd, werden aber im Geist des Gebets und mit Rücksicht auf die Spender getroffen.

Für Lateinamerika sieht er fünf geistliche Prioritäten:

Pastoral in den Städten (wegen Urbanisierung),

Förderung geistlicher Berufungen,

Unterstützung diskriminierter Kirchen,

Stärkung der katholischen Soziallehre,

Neue Evangelisierung, um Getaufte neu für den Glauben zu begeistern.

D’Aquis Arbeit verbindet persönliche Glaubenszeugnisse, internationale Solidarität und kirchliche Aufbauarbeit. Seine Biografie zeigt, wie Glaube, Bildung und Mission ineinandergreifen können – ein Beispiel gelebter Weltkirche.

Fragestellungen zum Video mit Antworten


Wer ist Rafael Daki?

Rafael Daki stammt aus Brasilien und arbeitet in der internationalen Zentrale der päpstlichen Stiftung Kirche in Not. Dort begleitet er Projekte in den lateinamerikanischen Ländern.


Welche Erfahrungen prägten seinen Glaubensweg besonders?

Seine Familie, die katholische Gemeinschaft Shalom, der Weltjugendtag in Toronto und die Begegnungen mit Papst Johannes Paul dem Zweiten stärkten seinen Glauben und seine Bereitschaft zum missionarischen Engagement.


Welchen Beruf hatte er ursprünglich erlernt?

Er studierte Jura und ist ausgebildeter Jurist. Später entschied er sich jedoch für einen Dienst in der Evangelisierung und in der internationalen kirchlichen Zusammenarbeit.


Welche Aufgaben übernimmt Kirche in Not?

Die Stiftung unterstützt weltweit kirchliche Projekte, begleitet Bischöfe, Ordensgemeinschaften und Gemeinden, fördert die Glaubensverkündigung und verbindet Christen durch Gebet und Solidarität.


Warum bezeichnet Rafael Daki seine Tätigkeit als Mission?

Er sieht seine Arbeit als Dienst an der Weltkirche. Durch die Unterstützung kirchlicher Projekte hilft er mit, das Evangelium weltweit zu verkünden und christliche Gemeinschaften zu stärken.


Welche Begegnung hat ihn auf seinen Reisen besonders bewegt?

Besonders eindrucksvoll war für ihn die Begegnung mit einer Frau in Benin, die vom Islam zum Christentum übergetreten war und von ihrer Pfarrgemeinde als neue Familie aufgenommen wurde.


Welche Bedeutung misst er dem Gebet bei?

Gebet ist für ihn das Fundament der Arbeit von Kirche in Not. Es verbindet Mitarbeitende, Projektpartner und Wohltäter weltweit zu einer geistlichen Gemeinschaft.


Welche Herausforderungen sieht er für die Kirche in Lateinamerika?

Er nennt die zunehmende Verstädterung, den Rückgang kirchlicher Bindungen, den Bedarf an geistlichen Berufungen, die Bedeutung kirchlicher Medienarbeit sowie die Notwendigkeit einer neuen Evangelisierung.


Welche Rolle spielt die Gemeinschaft Shalom in seinem Leben?

Die Gemeinschaft führte ihn zu einem missionarischen Lebensstil und zeigte ihm neue Wege der Glaubensverkündigung, besonders in der Arbeit mit jungen Menschen.


Welche zentrale Botschaft vermittelt das Video?

Das Video macht deutlich, dass die Weltkirche von gegenseitiger Solidarität, Gebet und persönlichem Glaubenszeugnis lebt. Jeder Christ kann durch seine Fähigkeiten und seinen Einsatz dazu beitragen, dass das Evangelium weltweit Menschen erreicht und Hoffnung schenkt.

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