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Süßes oder Saures - Wie erkennt man Greenwashing?

Veröffentlichung:8.7.2025

Der Unterrichtsimpuls „Greenwashing erkennen“ aus dem Aktionsheft Nachhaltigkeit von youngcaritas Deutschland bietet Lernenden ab etwa 13 Jahren einen fundierten, handlungsorientierten Einstieg in die Auseinandersetzung mit nachhaltigem Konsum, Werbung und ethischer Urteilsbildung. Im Zentrum steht die Frage: Wie erkenne ich, ob ein Produkt wirklich nachhaltig ist – oder nur so tut als ob?

Das Unterrichtsmedium „Wie erkennt man Greenwashing?“ aus dem Aktionsheft Nachhaltigkeit von youngcaritas führt Lernende in die Strategien des Greenwashings ein und zeigt, wie Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen durch gezielte Werbeaussagen umweltfreundlicher erscheinen lassen, als sie tatsächlich sind. Anhand von Werbeprospekten analysieren die Lernenden typische Methoden wie Verschleiern, Beschönigen, Lügen, irreführende Bilder und Label, Aussagen ohne Beweise sowie unklare Begriffe. Ziel ist es, Werbeaussagen kritisch zu hinterfragen und zwischen glaubwürdigen Nachhaltigkeitsversprechen und irreführender Werbung zu unterscheiden. Durch die Suche nach Beispielen in aktuellen Prospekten sowie die Auswahl echter Nachhaltigkeitsfavoriten wird das Thema unmittelbar mit der Lebenswelt der Lernenden verbunden.

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Das Medium eignet sich hervorragend für einen kompetenzorientierten Religionsunterricht, insbesondere im Themenfeld Schöpfungsverantwortung, Gerechtigkeit, verantwortlicher Konsum und christliche Ethik. Die Unterrichtseinheit fördert die Fähigkeit der Lernenden, Werbung kritisch zu analysieren und ethische Entscheidungen im Alltag zu treffen. Nach einer gemeinsamen Einführung in die sechs Strategien des Greenwashings arbeiten die Lernenden in Gruppen mit unterschiedlichen Werbeprospekten und erstellen ein Greenwashing Portfolio. Dabei ordnen sie Werbeaussagen den verschiedenen Kategorien zu und diskutieren ihre Entscheidungen. Besonders gewinnbringend ist die anschließende Präsentation der Ergebnisse, bei der unterschiedliche Einschätzungen miteinander verglichen und anhand von Nachhaltigkeitssiegeln oder weiteren Recherchen überprüft werden können. Das Medium eröffnet zahlreiche Gesprächsanlässe über Verantwortung gegenüber der Schöpfung, Ehrlichkeit im wirtschaftlichen Handeln, Konsumverhalten und globale Gerechtigkeit. Es lässt sich mit biblischen Impulsen zu Wahrheit, Verantwortung und Bewahrung der Schöpfung verbinden und eignet sich ebenso für Projektunterricht, Gruppenarbeit oder fächerverbindende Unterrichtseinheiten mit Wirtschaft, Politik oder Geographie. Die handlungsorientierte Arbeitsweise stärkt die Urteilsfähigkeit, Medienkompetenz und Verbraucherkompetenz der Lernenden und befähigt sie, nachhaltige Kaufentscheidungen bewusster zu treffen.

In Kleingruppen analysieren die Jugendlichen Werbeprospekte aus Supermärkten, Baumärkten oder Drogerien und erstellen ein sogenanntes Greenwashing-Portfolio. Dabei lernen sie verschiedene Tricks kennen, mit denen Unternehmen Produkte als umweltfreundlich darstellen – etwa durch Verschleiern, Beschönigen, unbelegte Aussagen, irreführende Bilder, Lügen oder unklare Begriffe. Gleichzeitig identifizieren sie auch Produkte, denen sie tatsächlich ein glaubwürdiges Nachhaltigkeitsversprechen zutrauen.

Die Reflexion über diese Formen des vermeintlich nachhaltigen Marketings erfolgt dialogisch: Die Portfolios werden vorgestellt, verglichen und gemeinsam bewertet. Internetportale wie siegelklarheit.de oder siegelcheck.nabu.de helfen dabei, die Qualität von Nachhaltigkeitssiegeln besser einordnen zu können.

Im katholischen Religionsunterricht bietet dieser Impuls eine hervorragende Möglichkeit, zentrale Themen der Schöpfungsverantwortung, katholischen Soziallehre, Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit im Alltag aufzugreifen. Die Jugendlichen werden sensibilisiert für ethische Fragen rund um Konsum, Werbung und Verantwortung – und gleichzeitig ermutigt, mit einem kritischen Blick zu handeln und mitzugestalten. Die handlungsorientierte Methode verbindet dabei Sachanalyse, Kreativität, Diskussion und Wertebildung in idealer Weise.

Fragestellungen zum Medium mit Antworten


Was versteht man unter Greenwashing?

Greenwashing bezeichnet Werbestrategien, mit denen Unternehmen ihren Produkten oder ihrem Unternehmen ein umweltfreundliches oder nachhaltiges Image geben, obwohl die Aussagen nicht oder nur teilweise der Realität entsprechen.


Welche Strategien des Greenwashings werden vorgestellt?

Das Medium nennt sechs Strategien: Verschleiern, Beschönigen, Lügen, irreführende Bilder und Label, Aussagen ohne Beweise sowie unklare Begriffe.


Warum arbeiten die Lernenden mit Werbeprospekten?

Durch die Analyse realer Werbeprospekte lernen sie, Greenwashing im Alltag zu erkennen und Werbeaussagen kritisch zu beurteilen.


Was sind Nachhaltigkeitsfavoriten?

Dabei handelt es sich um Produkte, deren Nachhaltigkeitsversprechen nach Einschätzung der Lernenden glaubwürdig erscheinen und begründet ausgewählt werden.


Welche Kompetenzen werden durch die Unterrichtseinheit gefördert?

Die Lernenden entwickeln Medienkompetenz, Verbraucherkompetenz, Urteilsfähigkeit, Argumentationsfähigkeit sowie Verantwortungsbewusstsein für nachhaltigen Konsum.


Welche Verbindung besteht zum Religionsunterricht?

Die Unterrichtseinheit greift christliche Werte wie Ehrlichkeit, Verantwortung, Gerechtigkeit, Solidarität und Bewahrung der Schöpfung auf und zeigt, dass nachhaltiger Konsum Ausdruck verantwortlichen Handelns sein kann.


Wie kann die Ergebnissicherung erfolgen?

Die Gruppen präsentieren ihre Portfolios, begründen ihre Zuordnungen und diskutieren unterschiedliche Einschätzungen. Ergänzend können Nachhaltigkeitssiegel recherchiert und bewertet werden.

Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

young caritas

8.7.2025

Umfang: Anregung

Schulbereich: Sekundarstufe I

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