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Wohnopoly - Eine spielerische Annäherung an das Thema Wohnen

Veröffentlichung:8.7.2025

Der Unterrichtsimpuls „Wohnopoly“, herausgegeben von youngcaritas Deutschland, richtet sich an Schüler:innen ab etwa 13 Jahren und ermöglicht eine spielerische, erfahrungsorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema Wohnen, Wohnungsnot und sozialer Gerechtigkeit. In Anlehnung an bekannte Brettspiele wie Monopoly wird die Situation auf dem Wohnungsmarkt reflektiert – mit dem Ziel, Empathie, Perspektivwechsel und gesellschaftliches Bewusstsein zu fördern.

Das Unterrichtsmedium „Wohnopoly. Eine spielerische Annäherung an das Thema Wohnen“ von youngcaritas setzt sich mit der gesellschaftlich bedeutsamen Frage nach bezahlbarem Wohnraum auseinander. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass steigende Mieten und Wohnungsknappheit längst nicht mehr nur Großstädte betreffen, sondern viele Menschen vor große Herausforderungen stellen. Das Medium führt Lernende mithilfe von drei handlungsorientierten Methoden an das Thema heran. Zunächst entwerfen sie ihr persönliches Traumhaus und reflektieren, welche Bedingungen gutes Wohnen ausmachen. Anschließend erleben sie in einem Rollenspiel, nach welchen Kriterien Vermietende über die Vergabe einer Wohnung entscheiden. Ein weiterer Perspektivwechsel versetzt die Lernenden in die Situation einer älteren Frau, die ihre vertraute Wohnung aufgrund steigender Mietkosten verlassen muss. Auf diese Weise verbindet das Medium gesellschaftliche Wirklichkeit mit persönlicher Betroffenheit und regt zur Auseinandersetzung mit Fragen von Gerechtigkeit, Solidarität und Menschenwürde an.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe im Themenfeld soziale Gerechtigkeit, Menschenwürde, Verantwortung und christliche Nächstenliebe. Die abwechslungsreichen Methoden ermöglichen einen handlungsorientierten Unterricht, in dem die Lernenden eigene Erfahrungen und Vorstellungen mit gesellschaftlichen Fragestellungen verbinden. Der Einstieg über das Traumhaus eröffnet einen lebensweltnahen Zugang und macht deutlich, dass Wohnen weit mehr bedeutet als ein Dach über dem Kopf. Im anschließenden Rollenspiel setzen sich die Lernenden mit Auswahlprozessen auf dem Wohnungsmarkt auseinander und reflektieren, welche Vorurteile, wirtschaftlichen Interessen oder sozialen Kriterien Entscheidungen beeinflussen können. Besonders gewinnbringend ist der Perspektivwechsel anhand der Geschichte einer älteren Frau, deren Lebensumfeld durch steigende Mieten bedroht wird. Die Diskussion fördert Empathie, Perspektivübernahme sowie die Fähigkeit, unterschiedliche Interessen abzuwägen und gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln. Das Medium bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte zu biblischen Themen wie Gastfreundschaft, Nächstenliebe, Gerechtigkeit und dem Schutz benachteiligter Menschen. Ebenso eignet es sich für Projektunterricht, Gruppenarbeit, Rollenspiele und Diskussionen sowie für eine fächerverbindende Zusammenarbeit mit Politik oder Sozialwissenschaften. Die Unterrichtseinheit stärkt die Urteilsfähigkeit, soziale Kompetenz und das Bewusstsein dafür, dass bezahlbarer Wohnraum eine wichtige Voraussetzung für ein menschenwürdiges Leben und gesellschaftliche Teilhabe ist.

Das Material besteht aus drei eigenständigen Spiel- und Reflexionseinheiten:

Traumhaus gestalten: Die Lernenden entwerfen in Kleingruppen ihre persönlichen Traumhäuser und reflektieren im Anschluss gemeinsam über Wohnbedürfnisse, Unterschiede zwischen Stadt und Land sowie die Bedürfnisse verschiedener gesellschaftlicher Gruppen wie Jugendliche, Familien oder Senior:innen.

Auswahlverfahren – Rollenspiel: Fünf Bewerber:innen mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund bewerben sich bei einem fiktiven Vermieter oder einer Vermieterin um dieselbe Wohnung. Die Gruppe entscheidet, wer die Wohnung bekommt – und diskutiert im Anschluss Kriterien, Vorurteile und strukturelle Benachteiligungen am Wohnungsmarkt.

Perspektivwechsel – Diskussion: In einer kontrastierenden Debatte übernehmen die Schüler:innen Positionen zur Wohnsituation einer älteren Frau, die ihre Wohnung wegen steigender Mieten verlassen muss. Argumentativ gestützt entwickeln sie Lösungsideen für einen sozial gerechten Umgang mit Wohnraummangel.

Diese Unterrichtseinheiten sind methodisch abwechslungsreich (Kreativarbeit, Rollenspiel, Diskussionsformate) und fördern zentrale Kompetenzen wie ethisches Urteilen, Perspektivübernahme, Empathie und soziale Verantwortung. Für den katholischen Religionsunterricht lassen sich dabei Bezüge zur katholischen Soziallehre, insbesondere zu den Prinzipien der Solidarität, der Gerechtigkeit, der Option für die Armen und dem Recht auf menschenwürdiges Wohnen herstellen. Auch Bibelstellen zu Gastfreundschaft, Besitz, Gerechtigkeit oder Heimat können fruchtbar eingebunden werden (z. B. Jes 58,7 oder Mt 25,35).

„Wohnopoly“ eignet sich für projektorientierten Unterricht, Sozialaktionen, Gruppenstunden oder als Einstieg in Themen wie Armut, Stadtentwicklung, Gemeinwohl und Zusammenleben in der Gesellschaft.

Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

young caritas

8.7.2025

Umfang: Anregung

Schulbereich: Sekundarstufe I

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.4 Arbeiten müssen – arbeiten dürfen. Herausforderung für die katholische Soziallehre.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Soziale Fragen im 19. Jh. und heute

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