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Kirche in Not Österreich

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Äthiopien: Die Hoffnung lebt auf der anderen Seite

Veröffentlichung:30.4.2020

Das Video schildert die Lebenssituation von Flüchtlingen aus dem Südsudan und aus Eritrea in Flüchtlingslagern in Äthiopien. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die aufgrund von Krieg, politischer Verfolgung, Zwangsrekrutierung und fehlenden Zukunftsperspektiven ihre Heimat verlassen mussten. Die Dokumentation zeigt eindrucksvoll den schwierigen Alltag in den Lagern, der von Unsicherheit, Arbeitslosigkeit, mangelnder Bildung und einer ungewissen Zukunft geprägt ist. Gleichzeitig wird deutlich, welche wichtige Rolle der christliche Glaube für viele Flüchtlinge spielt. Gottesdienste, Gebet, Katechese und die Begleitung durch Priester und Katecheten geben den Menschen Hoffnung und stärken den Zusammenhalt der Gemeinschaft. Das Medium verdeutlicht außerdem die Gefahren der Flucht über Libyen und das Mittelmeer sowie die Sehnsucht vieler Flüchtlinge nach Frieden und einer Rückkehr in ihre Heimat. Insgesamt vermittelt das Video einen eindrucksvollen Einblick in die Verbindung von Fluchterfahrung, christlicher Hoffnung und gelebter Solidarität.

Äthiopien hat mehr als 900 000 Flüchtlinge vorwiegend aus Eritrea, dem Südsudan und Somalia aufgenommen. Die Hoffnungslosigkeit und der Mangel an Perspektiven drängt viele zur Flucht. Die Priester in den Lagern bringen Hoffnung und stärken ihren Glauben.


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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe und kann in den Themenbereichen Flucht, Migration, Menschenwürde, Gerechtigkeit, Frieden, Solidarität, christliche Hoffnung, Kirche weltweit, Nächstenliebe sowie Verantwortung für benachteiligte Menschen eingesetzt werden. Die Dokumentation ermöglicht den Lernenden einen authentischen Einblick in die Lebenswirklichkeit von Flüchtlingen und eröffnet zugleich einen Zugang zu grundlegenden Fragen christlicher Ethik und weltweiter Verantwortung.

Zu Beginn des Unterrichts bietet sich eine Sammlung der Vorstellungen der Lernenden zum Thema Flucht an. Anschließend können während der Filmsichtung unterschiedliche Beobachtungsaufträge vergeben werden. Einzelne Gruppen untersuchen beispielsweise die Fluchtursachen, die Lebensbedingungen im Flüchtlingslager, die Bedeutung des Glaubens, die Aufgaben der Kirche, die Situation der Kinder und Jugendlichen oder die Hoffnungen der Flüchtlinge. Die Ergebnisse können anschließend gemeinsam vorgestellt und miteinander verglichen werden.

Das Video eignet sich besonders für eine multiperspektivische Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht. Die Lernenden können zwischen Flucht aufgrund von Krieg, politischer Verfolgung und wirtschaftlicher Not unterscheiden und erkennen, dass Fluchtgeschichten sehr unterschiedliche Ursachen haben. Gleichzeitig wird deutlich, welche Auswirkungen langjährige Aufenthalte in Flüchtlingslagern auf Bildung, Familienleben und Zukunftsperspektiven haben.

Ein weiterer Schwerpunkt kann auf der Bedeutung des christlichen Glaubens liegen. Das Medium zeigt, dass Gottesdienste, Gebet, Sakramente und gemeinschaftliches Handeln den Menschen Kraft und Hoffnung schenken. Die Lernenden können darüber nachdenken, weshalb Religion gerade in Krisenzeiten für viele Menschen eine wichtige Lebenshilfe darstellt. Ebenso bietet sich ein Vergleich mit biblischen Fluchtgeschichten an, beispielsweise der Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten oder dem Exodus des Volkes Israel.

Methodisch eignen sich Gruppenarbeit, Rollenspiele, Perspektivwechsel, Standbilder, Tagebucheinträge aus Sicht eines Flüchtlings sowie Diskussionen über Verantwortung und Solidarität. Darüber hinaus kann das Video mit den Themen Menschenrechte, globale Gerechtigkeit und internationale Hilfe verbunden werden. Das Medium fördert Empathie, Perspektivübernahme, ethische Urteilskompetenz sowie die Bereitschaft, sich mit den Lebensbedingungen von Menschen auf der Flucht auseinanderzusetzen.

Das Video zeigt eindrücklich die Situation von Geflüchteten aus dem Südsudan und Eritrea. Viele Menschen, ganze Familien und Dörfer, verlassen ihre Heimat, weil Krieg, Stammeskonflikte, politische Unterdrückung und wirtschaftliche Not ihnen keine sichere Zukunft lassen. Besonders der Bürgerkrieg im Südsudan, geprägt von Gewalt zwischen den Nuer und den Dinka, hat zahlreiche Menschen zur Flucht gezwungen. Auch in Eritrea sind junge Menschen gezwungen, einen unbegrenzten Militärdienst abzuleisten, was sie de facto zu lebenslangen Soldaten macht. Viele berichten von unterdrückerischen politischen Verhältnissen, fehlenden Bildungsmöglichkeiten und einem Leben in Angst.

Die Fluchtwege sind lang und gefährlich: wochenlange Märsche durch Berge und Wüsten, Schlangenbisse, Hunger, Misshandlungen durch Soldaten oder Schleuser prägen das Erleben der Flüchtenden. Wer es bis in die Lager nach Äthiopien schafft, ist dort zwar in relativer Sicherheit, lebt aber oft jahrelang in überfüllten Camps ohne Arbeitserlaubnis, Perspektiven oder ausreichende Schulbildung für die Kinder. Viele sind frustriert, weil sie völlig von Essensrationen und Hilfsorganisationen abhängig sind. Junge Menschen versuchen deshalb trotz aller Warnungen den gefährlichen Weg über Sudan, Libyen und das Mittelmeer, wobei viele sterben oder in sklavenähnliche Zustände geraten.

Neben den materiellen Problemen spielt auch die religiöse Dimension eine Rolle: Geflüchtete bauen mit einfachen Mitteln Kapellen, feiern Gottesdienste und schöpfen Trost aus dem Glauben. Priester und Katecheten begleiten die Menschen spirituell, obwohl die kirchliche Arbeit von Regierungen eingeschränkt wird. Der Glaube, das gemeinsame Beten und das Teilen untereinander geben Hoffnung und Halt.

Das Video verdeutlicht die Zerrissenheit der Geflüchteten: Einerseits der tiefe Wunsch, eines Tages in die Heimat zurückzukehren, wenn Frieden und Freiheit einkehren; andererseits die Hoffnung, dass die Kinder im Exil Bildung und eine bessere Zukunft erhalten. Trotz Leid und Unsicherheit halten viele am Glauben, an ihren Träumen und am Zusammenhalt fest.

Fragestellungen zum Video mit Antworten


Warum verlassen viele Menschen ihre Heimat?

Das Video zeigt, dass Krieg, politische Verfolgung, Zwangsrekrutierung, Gewalt, fehlende Freiheit und wirtschaftliche Not viele Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen. Die Flucht erfolgt nicht freiwillig, sondern aus Angst um das eigene Leben und die Zukunft der Familie.


Welche Schwierigkeiten erleben Flüchtlinge in den Lagern?

Viele Flüchtlinge leben über Jahre in überfüllten Lagern. Sie dürfen häufig nicht arbeiten, haben nur eingeschränkten Zugang zu Bildung und sind auf internationale Hilfe angewiesen. Die ungewisse Zukunft belastet besonders Kinder und Jugendliche.


Welche Bedeutung hat der christliche Glaube für die Flüchtlinge?

Der Glaube schenkt vielen Menschen Hoffnung, Trost und Orientierung. Gottesdienste, Gebet, Bibellesen und die Feier der Sakramente stärken die Gemeinschaft und helfen den Menschen, trotz ihrer schwierigen Lebenssituation Zuversicht zu bewahren. Die Kirche begleitet die Flüchtlinge sowohl seelsorglich als auch praktisch.


Warum entscheiden sich viele junge Menschen dennoch für die gefährliche Flucht über Libyen und das Mittelmeer?

Das Video macht deutlich, dass viele junge Menschen nach jahrelangem Warten keine Zukunftsperspektive mehr sehen. Trotz der bekannten Gefahren hoffen sie auf Sicherheit, Arbeit und ein besseres Leben in Europa. Viele verlieren jedoch auf diesem Weg ihr Leben oder werden Opfer von Gewalt und Ausbeutung.


Welche Aufgaben übernimmt die Kirche in den Flüchtlingslagern?

Die Kirche feiert Gottesdienste, spendet Sakramente, begleitet die Menschen seelsorglich, unterstützt Katechese und Gebet sowie den Aufbau von Gemeinschaft. Gleichzeitig versucht sie, jungen Menschen Bildung und Hoffnung für ihre Zukunft zu vermitteln.


Welche Bedeutung hat das Video für den Religionsunterricht?

Das Medium verbindet aktuelle Fragen von Flucht und Migration mit christlichen Grundwerten wie Nächstenliebe, Menschenwürde, Hoffnung und Solidarität. Es regt die Lernenden dazu an, sich mit weltweiter Verantwortung, den Ursachen von Flucht und der Bedeutung des Glaubens in Krisensituationen auseinanderzusetzen und eigene Handlungsmöglichkeiten zu reflektieren.

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