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Bibelcartoon

Bibelcartoon

Johannesevangelium - Kapitel 9

Veröffentlichung:12.2.2025

Das Video stellt die ersten Abschnitte aus Johannes Kapitel 8 anschaulich vor. Zu Beginn wird die Geschichte der Ehebrecherin mit einem Bibelkarton erzählt. Religiöse Führer bringen eine Frau zu Jesus, die beim Ehebruch ertappt wurde. Sie wollen wissen, ob Jesus das Gesetz des Mose befolgen und ihre Steinigung befürworten wird. Jesus antwortet zunächst nicht, sondern schreibt in den Sand. Schließlich fordert er denjenigen auf, den ersten Stein zu werfen, der selbst ohne Schuld ist. Daraufhin verlassen alle Anwesenden den Ort. Jesus begegnet der Frau mit Vergebung und fordert sie auf, künftig ein neues Leben zu führen. Anschließend greift das Video die Rede Jesu auf, in der er sich als Licht der Welt bezeichnet. Jesus erklärt, dass alle, die ihm nachfolgen, nicht in der Dunkelheit bleiben, sondern den Weg zum Leben finden. Darüber hinaus spricht er über seine enge Verbindung zu Gott, den er seinen Vater nennt. Seine Zuhörer verstehen seine Aussagen jedoch nicht und erkennen seine göttliche Sendung nicht.

Johannes Kapitel 9 erzählt eine packende Geschichte von Heilung, Glaube und Offenbarung. Jesus begegnet einem Mann, der von Geburt an blind ist, und heilt ihn auf wunderbare Weise, indem er eine Mischung aus Erde und Speichel herstellt und sie auf die Augen des Blinden aufträgt. Doch die wahre Kraft dieser Erzählung liegt nicht nur in der Heilung, sondern in den Reaktionen darauf: Die religiösen Führer zweifeln, debattieren und lehnen die Botschaft Jesu ab, während der Geheilte mutig seinen wachsenden Glauben bekennt. Dieses Kapitel lädt uns ein, über spirituelle Blindheit nachzudenken und den eigenen Glauben zu vertiefen, während wir uns mit der Frage auseinandersetzen: Wer ist Jesus für uns?


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Das Medium eignet sich sehr gut für den Religionsunterricht der Grundschule sowie der Sekundarstufe, da es grundlegende christliche Themen wie Schuld, Vergebung, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und die Identität Jesu altersgerecht erschließt. Der Einsatz des Bibelkartons unterstützt die Lernenden dabei, die Handlung der Erzählung nachzuvollziehen und sich in die beteiligten Personen hineinzuversetzen. Zu Beginn des Unterrichts kann die Geschichte zunächst nacherzählt und anschließend gemeinsam besprochen werden. Dabei können die Lernenden überlegen, weshalb die religiösen Führer Jesus in eine schwierige Situation bringen wollten und welche Wirkung seine Antwort auf die Menschen hatte. Im weiteren Verlauf kann herausgearbeitet werden, dass Jesus nicht die Schuld verharmlost, sondern den Menschen mit Barmherzigkeit begegnet und ihnen einen Neuanfang ermöglicht. Anschließend bietet sich die Erarbeitung der Aussage Jesu an, dass er das Licht der Welt ist. Die Symbolik von Licht und Dunkelheit eröffnet zahlreiche Gesprächsanlässe über Orientierung, Hoffnung, Vertrauen und den Glauben. Die Lernenden können Beispiele sammeln, in welchen Situationen Menschen Orientierung benötigen und wie christlicher Glaube dabei helfen kann. Kreative Unterrichtsformen wie das Gestalten eines Lichtbildes, das Schreiben eines inneren Monologs der Frau nach ihrer Begegnung mit Jesus oder ein Rollenspiel zur Gerichts Szene fördern eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Bibeltext. Ebenso kann in Gruppen die Frage bearbeitet werden, wie Vergebung das Zusammenleben verändert und weshalb ein gerechter Umgang mit den Fehlern anderer Menschen für eine gelingende Gemeinschaft wichtig ist. Das Video verbindet die biblische Erzählung mit theologischen Aussagen über Jesus und eignet sich daher sowohl für die Erarbeitung biblischer Inhalte als auch für ethische Fragestellungen im Religionsunterricht.


Fragestellungen zum Video mit Antworten


Warum bringen die religiösen Führer die Frau zu Jesus?

Sie möchten Jesus auf die Probe stellen und hoffen, dass er eine Antwort gibt, mit der sie ihn anklagen können.


Warum schreibt Jesus in den Sand?

Der Bibeltext erklärt nicht, was Jesus schreibt. Sein Verhalten zeigt Ruhe und lädt die Anwesenden dazu ein, über ihr eigenes Handeln nachzudenken.


Was bedeutet die Aufforderung, dass derjenige den ersten Stein werfen soll, der ohne Schuld ist?

Jesus macht deutlich, dass kein Mensch fehlerfrei ist und deshalb niemand vorschnell über andere urteilen sollte.


Warum verlassen die Menschen den Ort?

Sie erkennen ihre eigene Schuld und verzichten darauf, die Frau zu verurteilen.


Wie begegnet Jesus der Frau?

Er verurteilt sie nicht, sondern vergibt ihr und fordert sie auf, künftig anders zu leben.


Was bedeutet die Aussage Jesu Ich bin das Licht der Welt?

Jesus zeigt den Menschen den Weg zu Gott und schenkt Orientierung, Hoffnung und Leben.


Warum verstehen die Zuhörer Jesu Aussagen nicht?

Sie betrachten seine Worte nur aus menschlicher Sicht und erkennen nicht, dass Jesus von seiner göttlichen Herkunft und seinem Auftrag spricht.


Welche Bedeutung hat das Licht als Symbol?

Licht steht für Wahrheit, Hoffnung, Orientierung, Leben und die Gegenwart Gottes.


Was lernen die Lernenden aus der Geschichte der Ehebrecherin?

Die Erzählung zeigt, dass Barmherzigkeit, Vergebung und ein respektvoller Umgang mit den Fehlern anderer Menschen wichtige Grundlagen des christlichen Glaubens sind.


Welche zentrale Botschaft vermittelt Johannes Kapitel 8?

Jesus begegnet Menschen mit Liebe und Vergebung. Er lädt dazu ein, ihm nachzufolgen, denn er ist das Licht der Welt und eröffnet den Weg zu Gott.


Zielgruppen & Einsatzmöglichkeiten


Geeignet für die Sekundarstufe I (z. B. Klassen 7–9), ggf. auch in der Oberstufe zur Impulssetzung

Einsatz in katholischen oder konfessionell gemischten Religionsgruppen

Verwendung im Präsenzunterricht, aber auch im Blended Learning oder Distanzunterricht

Als Impulsvideo, Ausgangspunkt für Textarbeit oder Reflexion, oder als Wiederholungselement

Vorbereitung durch die Lehrkraft

Das Video vollständig ansehen und markieren, an welchen Stellen zentrale Wendepunkte, visuelle Akzente oder Dialogmomente auftreten

Den zugrundeliegenden Text (Johannes 8, z. B. Verse 1–11 oder weiter) bereithalten, idealerweise in der Schul- oder Gemeindebibel

Impulsfragen, Arbeitsblätter und mögliche Differenzierungsangebote vorbereiten

Technische Ausstattung prüfen: Bildschirm/Beamer, gute Lautsprecher, stabile Internetverbindung oder lokal verfügbare Kopie

Methodischer Ablauf

a) Einstieg (ca. 5 Minuten)

Impulsfrage oder kurze Hinführung: „Wie reagieren wir, wenn jemand schweres Fehlverhalten macht?“

Erste Assoziationen sammeln: Begriffe wie Urteil, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Schuld, Vergebung

b) Video zeigen (ca. 8 Minuten)

Die Lernende bekommen die Aufgabe, während des Videos drei Stellen zu notieren, die ihnen besonders auffallen – sei es durch Worte, Bild, Spannung oder Geste

Optional: das Video in zwei Teile gliedern (bis zur Konfrontation, dann die Reaktion Jesu) und nach dem ersten Teil in kleinen Gruppen einen kurzen Austausch ermöglichen

c) Nachbereitung & Reflexion (ca. 15–20 Minuten)

Arbeit in Partnern oder Kleingruppen mit Leitfragen:

 • Welche Szenen oder Aussagen haben euch besonders bewegt?

 • Wie verhält sich Jesus in der Szene – wie geht er mit Anklägern und der verurteilten Frau um?

 • Welche Aussagen über Gesetz, Schuld und Vergebung lassen sich herausarbeiten?

 • Welche Bildmotive oder Symbolik sind euch aufgefallen (z. B. Blick, Licht, Abstand, Raumgestaltung)?

 • Welche Bedeutung könnte diese Erzählung heute für uns haben – in Schule, Alltag, Gemeinde?

Sammeln der wichtigsten Impulse im Plenum und Moderation durch die Lehrkraft

Theologischer Impuls:

 • Spannung zwischen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit

 • Bedeutung des Handelns Jesu – vom Urteil zur Umkehr

 • Gnade, Verantwortung und Umkehr im christlichen Glaubensverständnis

Übertragung in die Lebenswelt:

 • Beispiele, in denen Menschen heute verurteilt oder ausgegrenzt werden (etwa in Schule, Social Media, Freundeskreis)

 • Welche Wege zur Versöhnung und Barmherzigkeit können wir gehen?

Kreativer Abschluss:

 • Schülerinnen und Schüler schreiben aus der Perspektive der Frau, Jesu oder eines Anklägers einen inneren Monolog oder kurzen Brief

 • Gestaltung eines Standbilds oder einer Collage zu einer Schlüsselstelle im Video

Differenzierung & alternative Methoden

Rollenspiel / Perspektivenspiel: Szene in kleinen Gruppen nachspielen, mit Rollentausch

Stille Reflexion / Journaling: 2–3 Minuten Platz für persönliches Nachdenken und Aufschreiben

Symbolische Arbeit: Objekte wie Steine, Licht, Spiegel oder Glas in den Raum bringen und Assoziationen sammeln

Stationenarbeit mit verschiedenen Fokussen:

 • Station „Gesetz & Urteil“

 • Station „Barmherzigkeit & Vergebung“

 • Station „Bildmotive & Raumgestaltung“

 • Station „Übertragung in die Gegenwart“

Text-Bild-Vergleich: Den biblischen Text lesen und mit der Videoversion vergleichen – was wurde hinzugefügt, verändert oder weggelassen?

Hausaufgabe / Projekt: Schülerinnen und Schüler gestalten eine moderne Szene, in der jemand verurteilt wird und Gnade erfährt (Text, Bild, Audio) und stellen diese später vor

Reflexion & Evaluation

Achte darauf, dass Schülerinnen und Schüler nicht nur das ästhetisch Eindrucksvolle wahrnehmen, sondern theologische und ethische Fragen entwickeln

Ermögliche kritische Rückfragen: Warum wirft Jesus den Stein auf das Gericht? Wie ist das Verhältnis von Gesetz und Gnade?

Am Ende: kurze Rückmeldungsrunde („Ein Impuls, den ich mitnehme“) oder schriftliche Reflexion

Bei Bedarf eine schriftliche Vertiefungsaufgabe oder Gedankenstütze ausgeben

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.3 Die Botschaft vom Reich Gottes. Gleichnisse, Wundererzählungen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.3 Dem Lebenssinn auf der Spur: Jesus Christus – dem Auferstandenen nachfolgen.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Der Mensch Jesus der Christus und Messias

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