Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Klassen drei bis sechs und vertieft die Abraham Erzählungen um die Themen Geduld, Vertrauen, Hoffnung und menschliche Entscheidungen. Der Einstieg über die Frage nach eigenen Erfahrungen des Wartens eröffnet einen unmittelbaren Lebensweltbezug. Die Lernenden können von Situationen erzählen, in denen sie auf ein Ereignis, eine Zusage oder eine Veränderung warten mussten. Dadurch wird ein emotionaler Zugang zur biblischen Geschichte geschaffen.
Während des Sehens können Beobachtungsaufträge erteilt werden. Die Lernenden achten beispielsweise darauf, warum Abraham und Sarah ungeduldig werden, welche Folgen ihre Entscheidung hat und wie Gott Hagar begegnet. Im anschließenden Unterrichtsgespräch können die Beweggründe der einzelnen Personen sowie deren Gefühle und Entscheidungen gemeinsam reflektiert werden. Dabei wird deutlich, dass Vertrauen nicht bedeutet, sofort Antworten oder Lösungen zu erhalten, sondern auch Geduld und Hoffnung einschließt.
Methodisch bietet das Video vielfältige Möglichkeiten zur Vertiefung. Rollenspiele ermöglichen es, die Gespräche zwischen Abraham und Sarah oder die Begegnung Hagars mit dem Engel nachzuspielen. Standbilder können zentrale Wendepunkte der Geschichte sichtbar machen und fördern die Wahrnehmung von Gefühlen und Beziehungen. Ebenso eignen sich Schreibaufgaben, bei denen die Lernenden einen Tagebucheintrag aus der Sicht Abrahams, Sarahs oder Hagars verfassen. In Partner oder Gruppenarbeit können die Lernenden überlegen, welche anderen Handlungsmöglichkeiten Abraham und Sarah gehabt hätten und welche Folgen diese Entscheidungen möglicherweise gehabt hätten. Ein Gespräch über die Bedeutung von Geduld, Vertrauen und Hoffnung in der eigenen Lebenswelt unterstützt den Transfer der biblischen Geschichte. Das Medium bietet zudem die Möglichkeit, über Gottes Begleitung in schwierigen Lebenssituationen sowie über den Unterschied zwischen menschlichen Lösungen und dem Vertrauen auf Gottes Verheißungen nachzudenken.
Fragestellungen zum Video mit Antworten
Warum fällt Abraham und Sarah das Warten so schwer?
Sie warten schon viele Jahre auf das von Gott versprochene Kind und glauben immer weniger daran, dass sich die Verheißung noch erfüllen wird.
Welche neue Zusage gibt Gott Abraham?
Gott verspricht Abraham erneut, dass seine Nachkommen so zahlreich sein werden wie die Sterne am Himmel und dass er ein eigenes Kind bekommen wird.
Warum schlägt Sarah vor, dass Abraham Hagar heiratet?
Sarah glaubt nicht mehr daran, selbst ein Kind zu bekommen. Deshalb hofft sie, dass sich Gottes Verheißung durch Hagar erfüllen könnte.
Wer ist Hagar?
Hagar ist die ägyptische Magd Sarahs. Sie wird Abrahams zweite Frau und bringt Ismael zur Welt.
Welche Folgen hat die Entscheidung von Abraham und Sarah?
Zwischen Sarah und Hagar entstehen Spannungen und Konflikte. Hagar flieht schließlich in die Wüste.
Was geschieht in der Wüste?
Ein Engel Gottes begegnet Hagar, tröstet sie, fordert sie zur Rückkehr auf und verheißt ihr, dass auch aus ihrem Sohn ein großes Volk entstehen wird.
Wie heißt der Sohn Hagars?
Der Sohn heißt Ismael.
Welche zentrale Botschaft vermittelt die Geschichte?
Die Geschichte zeigt, dass Ungeduld und der Versuch, Gottes Verheißungen selbst zu erfüllen, zu Schwierigkeiten führen können. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass Gott Menschen auch in schwierigen Situationen begleitet und seine Zusagen nicht vergisst.
Was bedeutet Vertrauen in dieser Geschichte?
Vertrauen bedeutet, auf Gottes Zeit zu warten, auch wenn sich seine Verheißungen nicht sofort erfüllen.
Was können Lernenden aus der Geschichte für ihr eigenes Leben mitnehmen?
Die Geschichte ermutigt dazu, Geduld zu haben, Hoffnung nicht aufzugeben und darauf zu vertrauen, dass schwierige Zeiten nicht das Ende einer Geschichte sind.