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Religionen Podcast | Deutschlandfunk Kultur

Religionen Podcast | Deutschlandfunk Kultur

Wie durch den Islam eine türkische Nation geformt werden soll

Veröffentlichung:28.9.2025

Die Podcastfolge „Wie durch den Islam eine türkische Nation geformt werden soll“ aus der Reihe Religionen untersucht, wie Religion – konkret der Islam – in der Türkei zunehmend politisch instrumentalisiert wird, um nationale Identität zu formen und gesellschaftlichen Zusammenhalt im Sinne des Staates zu definieren. Die Sendung zeigt, dass der Islam in der Türkei historisch viele Rollen gespielt hat: von einem eher privat gelebten Glauben in der frühen Republik über eine Phase strenger Säkularisierung bis hin zur heutigen politischen Aufladung unter der AKP-Regierung. Der Podcast verdeutlicht, wie religiöse Narrative, Symbole und Institutionen genutzt werden, um Nationalgefühl zu stärken, Loyalität einzufordern und kulturelle Zugehörigkeit zu definieren – und wie diese Entwicklung Minderheiten, Andersgläubige und säkulare Gruppen betrifft. Zugleich wird deutlich, dass Religion in diesem Kontext weniger als spirituelle Lebenspraxis, sondern mehr als identitätsstiftendes Werkzeug staatlicher Politik erscheint.

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Für den katholischen Religionsunterricht eröffnet die Folge die Möglichkeit, über das Verhältnis von Religion, Politik und nationaler Identität zu sprechen und damit zentrale Fragen religiöser Bildung in einer pluralen Gesellschaft aufzugreifen. Da der Podcast die türkische Situation beispielhaft beschreibt, können Schüler:innen auf einer gewissen Distanz kritisch reflektieren, wie Religion missbraucht oder funktionalisiert werden kann. Dies erlaubt es, Parallelen zu anderen Ländern oder historischen Entwicklungen zu ziehen und das Thema Macht, Zugehörigkeit und religiöse Freiheit vertieft zu bearbeiten. Besonders gewinnbringend ist die Diskussion darüber, wie Religion zur Legitimation politischer Entscheidungen genutzt wird und welche Risiken entstehen, wenn Glauben mit staatlicher Agenda verschmilzt. Methodisch bietet sich ein Vergleich zwischen religiöser Identität als persönlicher Glaubensentscheidung und religiöser Identität als staatlich geforderter Loyalität an. Auch der Blick auf die Situation religiöser Minderheiten oder auf die Rolle von Bildung, Moscheen und Medien in nationalen Identitätsprozessen kann im Unterricht gut aufgegriffen werden. Die Folge eignet sich zudem als Ausgangspunkt, um Schüler:innen über Manipulation, populistische Strategien und die Bedeutung von Religionsfreiheit und Menschenrechten ins Gespräch zu bringen.

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