Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht in Themenbereichen wie Menschenwürde Gerechtigkeit Gewalt gegen Frauen sowie Hoffnung und Befreiung. Aufgrund der belastenden und teilweise erschütternden Inhalte ist ein sensibler und gut vorbereiteter Einsatz im Unterricht notwendig. Lernenden sollte vor der Arbeit mit dem Medium ein geschützter Raum eröffnet werden, in dem deutlich wird, dass niemand persönliche Erfahrungen teilen muss. Es empfiehlt sich, nur ausgewählte Ausschnitte zu verwenden und diese behutsam einzuführen.
Ein sinnvoller Einstieg kann über die Frage nach gleichen Rechten und Chancen von Mädchen und Jungen erfolgen. Anschließend können zentrale Aussagen des Mediums gemeinsam erschlossen werden. Dabei bietet sich eine Gliederung nach Themenfeldern an, etwa Bildung Gewalt Familie gesellschaftliche Rollenbilder oder Hilfe durch kirchliche Einrichtungen. Auf diese Weise können Lernenden die komplexen Inhalte besser ordnen und verstehen.
Methodisch eignet sich die Arbeit in Gruppen, wobei jede Gruppe eine Lebensgeschichte oder einen thematischen Schwerpunkt bearbeitet. Anschließend können die Ergebnisse vorgestellt und miteinander in Beziehung gesetzt werden. Auch eine Arbeit mit Leitfragen ist sinnvoll, zum Beispiel welche Formen von Unrecht sichtbar werden, welche Bedeutung Bildung für die vorgestellten Frauen hat und welche Rolle Glaube, Begleitung und Schutzräume spielen.
Für eine vertiefende Auseinandersetzung bietet sich ein Perspektivwechsel an. Lernenden können etwa einen inneren Monolog aus der Sicht einer betroffenen jungen Frau schreiben oder einen Brief an eine Schutzeinrichtung verfassen. Ebenso kann überlegt werden, welche Bedeutung Würde, Selbstachtung und Zukunftsperspektiven für das eigene Leben haben. Eine ethische Reflexion über Verantwortung, Gleichberechtigung und den Schutz von Kindern und Frauen ist besonders naheliegend.
Im Religionsunterricht kann zudem die Frage aufgegriffen werden, wie christlicher Glaube konkret in befreiendes Handeln umgesetzt wird. Die Arbeit der Schwestern macht sichtbar, dass Glaube nicht nur in Worten, sondern auch in Begleitung, Bildung und konkreter Hilfe zum Ausdruck kommt. Das Medium fördert Empathie, Urteilsfähigkeit und die Bereitschaft, über globale Ungerechtigkeit und eigene Verantwortung nachzudenken. Wegen der sensiblen Thematik sollte am Ende eine Phase der Sicherung und Entlastung stehen, in der Hoffnungsperspektiven und Handlungsmöglichkeiten bewusst hervorgehoben werden.