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Deutschlandfunk

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Ramadan in Ägypten: Zwischen Feierstimmung und Existenznöten

Veröffentlichung:20.2.2026

Die Podcastfolge „Ramadan in Ägypten: Zwischen Feierstimmung und Existenznöten“ aus der Deutschlandfunk-Reihe Tag für Tag (Autorin: Nina Amin) gibt einen Einblick in die religiöse und gesellschaftliche Bedeutung des Ramadan in Ägypten. Die rund zehnminütige Sendung zeigt die Spannung zwischen spiritueller Vertiefung, familiärer Festkultur und gemeinschaftlichem Zusammenhalt einerseits sowie wirtschaftlichen Sorgen, steigenden Preisen und sozialer Unsicherheit andererseits. Der Ramadan erscheint dabei nicht nur als religiöse Praxis des Fastens, sondern als gesellschaftliches Ereignis, das Identität, Solidarität und Alltag prägt.

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Die Podcastfolge eignet sich besonders für Unterrichtseinheiten zum Islam, interreligiösen Lernen, religiösen Festzeiten und sozialer Gerechtigkeit in der Sekundarstufe I und II. Sie bietet einen authentischen, lebensnahen Zugang zum Ramadan, der über eine rein sachliche Darstellung der „Fünf Säulen des Islam“ hinausgeht. Stattdessen wird deutlich, wie religiöse Praxis in konkrete gesellschaftliche und wirtschaftliche Kontexte eingebettet ist.


Didaktisch ermöglicht die Sendung eine doppelte Perspektive: Zum einen lernen Schülerinnen und Schüler die religiöse Bedeutung des Ramadan kennen – Fasten als spirituelle Disziplin, Gebet, gemeinsames Fastenbrechen (Iftar), Almosenpraxis und Solidarität mit Bedürftigen. Zum anderen wird sichtbar, wie ökonomische Krisen und soziale Ungleichheit religiöse Festzeiten beeinflussen. Die Lernenden können reflektieren, wie es ist, wenn religiöse Freude und wirtschaftliche Existenznöte nebeneinanderstehen. So wird Religion nicht idealisiert, sondern realistisch als Teil gesellschaftlicher Wirklichkeit verstanden.


Methodisch bietet sich an, zunächst Vorwissen zum Ramadan zu sammeln und anschließend ausgewählte Sequenzen des Podcasts zu hören. Schülerinnen und Schüler können Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu christlichen Festzeiten (z. B. Advent oder Fastenzeit) erarbeiten. Besonders fruchtbar ist ein Vergleich der sozialen Dimension: Wie werden im Ramadan Solidarität und Nächstenliebe konkret gelebt? Welche Rolle spielen Almosen (Zakat) und gemeinschaftliches Teilen?


Im katholischen Religionsunterricht lässt sich das Thema zudem mit der christlichen Sozialethik verbinden: Armut, Verantwortung für die Schwachen, strukturelle Ungerechtigkeit und die Frage nach gerechter Wirtschaft. So entsteht ein interreligiöser Lernraum, der religiöse Praxis respektvoll wahrnimmt und zugleich gesellschaftskritisch reflektiert.


Religionspädagogisch fördert das Medium insbesondere interkulturelle Kompetenz, Empathiefähigkeit und die Fähigkeit zur Kontextualisierung religiöser Praxis. Schülerinnen und Schüler lernen, religiöse Feste nicht nur als Rituale, sondern als Ausdruck von Identität, Hoffnung und sozialer Wirklichkeit zu verstehen.

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