Didaktisch bietet das Medium eine sehr differenzierte und kompetenzorientierte Herangehensweise. Es eignet sich besonders für eine Doppelstunde, kann aber flexibel angepasst werden. Der Einstieg über Bilder und eine Mindmap aktiviert Vorwissen und Emotionen der Schülerinnen und Schüler und ermöglicht einen niederschwelligen Zugang zum Thema. In der anschließenden Problematisierungsphase werden durch Zitate und statistische Materialien kognitive Zugänge geschaffen, die eine kritische Auseinandersetzung fördern. Besonders gewinnbringend ist die Erarbeitungsphase in Gruppenarbeit: Hier können unterschiedliche Kompetenzen gefördert werden – von der Sachanalyse über Perspektivübernahme (z. B. durch Tagebucheinträge) bis hin zur ethischen Urteilsbildung. Die Einbindung biblischer Texte eröffnet eine theologische Perspektive und ermöglicht es, das Thema im Licht christlicher Ethik zu reflektieren (z. B. Nächstenliebe, Menschenwürde, Verantwortung). Wichtig ist, im Unterricht einen geschützten Raum für Diskussionen zu schaffen und darauf zu achten, dass Beiträge faktenbasiert und respektvoll bleiben, da das Thema emotional und politisch sensibel ist. Methodisch lassen sich neben Gruppenarbeit auch Rollenspiele, Diskussionen, kreative Schreibaufgaben und Projektarbeiten (z. B. zu Hilfsorganisationen) einsetzen. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler zu einer reflektierten eigenen Position zu führen, die sowohl rationale als auch empathische Aspekte berücksichtigt.