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Misereor

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Südafrika: Geld für Kohle - Deutschland investiert in Südafrikas Kohlesektor

Veröffentlichung:6.5.2016

In Südafrika verlieren Menschen in der Nähe von Kohleminen und -Kraftwerken ihr Land, ihre Gesundheit und den Zugang zu Wasser. Deutsche Unternehmen wie Siemens, Bilfinger Berger oder Rheinmetall Defense Electronics tragen als Zulieferer von Bauteilen für die Kraftwerke Kusile und Medupi Mitverantwortung für derartige Probleme im Kohlesektor Südafrikas.

Das Video thematisiert eindrücklich die sozialen und ökologischen Folgen des Kohleabbaus und der Kohleverstromung in der südafrikanischen Provinz Limpopo. Anhand konkreter Beispiele zeigt das Medium, wie der Bau und Betrieb großer Kohlekraftwerke die Umwelt massiv schädigt und gleichzeitig die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort verschlechtert. Luftverschmutzung durch Feinstaub und Schwefeldioxid führt zu schweren Krankheiten wie Asthma oder Tuberkulose, während Wasserknappheit und verschmutzte Ressourcen den Alltag zusätzlich erschweren. Zugleich wird die Rolle internationaler Akteure kritisch beleuchtet, insbesondere die Beteiligung deutscher Unternehmen und Finanzinstitutionen, die trotz eigener Klimaschutzbemühungen im Inland zur Umweltzerstörung im Ausland beitragen. Das Video verdeutlicht die Spannungen zwischen wirtschaftlichem Fortschritt, Energiebedarf und Menschenrechten und lässt Betroffene selbst zu Wort kommen.

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Für den Religionsunterricht eröffnet das Medium einen vielschichtigen Zugang zu zentralen ethischen Fragestellungen. Es eignet sich besonders für Unterrichtseinheiten zu „Gerechtigkeit“, „Menschenwürde“, „Globalisierung“ sowie „Bewahrung der Schöpfung“. Didaktisch kann das Video als problemorientierter Einstieg genutzt werden, indem Schülerinnen und Schüler zunächst ihre Eindrücke und Emotionen äußern. In einem nächsten Schritt bietet sich eine strukturierte Analyse an, etwa durch Arbeitsaufträge zu den Themen Umweltzerstörung, Gesundheitsfolgen und wirtschaftliche Interessen. Methodisch sinnvoll ist eine arbeitsteilige Gruppenarbeit, bei der unterschiedliche Perspektiven eingenommen werden (z. B. betroffene Dorfbewohner, Regierungsvertreter, Unternehmen, Umweltschützer). Diese Perspektiven können anschließend in einer Podiumsdiskussion oder einem Rollenspiel zusammengeführt werden. Eine besondere Vertiefung ergibt sich durch die Verbindung mit christlicher Ethik, etwa anhand der Frage nach globaler Verantwortung und Solidarität. Hier kann auf die Enzyklika Laudato si' von Papst Franziskus Bezug genommen werden, die die Verantwortung für die Umwelt und die Armen betont. Ebenso lassen sich Bezüge zu biblischen Schöpfungstexten, etwa im Buch Genesis, herstellen. Ziel ist es, die Urteilskompetenz der Lernenden zu fördern und sie zu einem reflektierten und verantwortungsvollen Handeln im globalen Kontext zu befähigen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft.

9G.4 Arbeiten müssen – arbeiten dürfen. Herausforderung für die katholische Soziallehre.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7.1 Protestieren und Aufbegehren: Prophetisches Handeln.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Konflikte heute – typisch menschlich Aktuelle Beispiele von Protest und Aufbegehren
  • Was kann ich tun? Eintreten gegen Missstände unserer Zeit

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 2. Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit – eine Herausforderung an die Christen.

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