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Die Botschaft vom Reich Gottes verständlich erklärt| Abitur

Veröffentlichung:4.1.2024

Das Video erläutert anschaulich und systematisch die zentrale Botschaft Jesu vom Reich Gottes. Ausgangspunkt ist die Hoffnung des Judentums auf einen Messias, der das Volk Gottes befreien und eine gerechte Friedensherrschaft errichten wird. Dargestellt wird, dass Jesus diese Erwartung aufgreift und zugleich neu interpretiert. Das Reich Gottes ist nach seiner Verkündigung bereits mit seinem Wirken angebrochen, aber noch nicht vollendet. Das Medium erklärt grundlegende theologische Fachbegriffe wie präsentische Eschatologie, futurische Eschatologie, Heilsindikativ, Heilsimperativ und eschatologischer Vorbehalt. Anhand biblischer Beispiele, Gleichnisse und des Handelns Jesu wird verdeutlicht, wie Menschen bereits heute Zeichen des Reiches Gottes erfahren können und zugleich auf dessen endgültige Vollendung hoffen. Abschließend wird die Bedeutung des Reiches Gottes für gegenwärtiges christliches Handeln anhand historischer Persönlichkeiten und sozialer Initiativen aufgezeigt.

Das Video erläutert die Botschaft vom Reich Gottes als einen zentralen Inhalt der Verkündigung Jesu im Neuen Testament. Zunächst wird der zeitgeschichtliche Hintergrund dargestellt. Die jüdische Bevölkerung Palästinas lebte zur Zeit Jesu unter römischer Herrschaft und war mit Armut, sozialen Belastungen, Steuern und religiösen Abgaben konfrontiert. Vor diesem Hintergrund bestand eine starke Hoffnung auf Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit. Viele Menschen erwarteten einen Messias, der das Volk von Fremdherrschaft und Leid befreien sollte. In diese Situation hinein verkündet Jesus, dass die Zeit erfüllt und das Reich Gottes nahe sei. Das Video erklärt, dass das Reich Gottes nach der Botschaft Jesu einerseits bereits angebrochen ist und sich in seinen Worten und Taten zeigt, andererseits aber noch nicht vollständig verwirklicht ist. Für diese beiden Perspektiven werden die Begriffe präsentische Eschatologie und futurische Eschatologie eingeführt. Die Spannung zwischen dem bereits angebrochenen und dem noch nicht vollendeten Reich Gottes wird als eschatologischer Vorbehalt bezeichnet. Anhand der Gleichnisse vom Senfkorn und vom Sauerteig wird verdeutlicht, dass das Reich Gottes klein beginnt und wachsen kann. Außerdem unterscheidet das Video zwischen Heilsindikativ und Heilsimperativ. Der Heilsindikativ bezeichnet die vorausgehende Zusage von Gottes Liebe und Gnade. Daraus ergibt sich der Heilsimperativ als Aufforderung an die Menschen, ihr Handeln an den Maßstäben des Reiches Gottes auszurichten. Jesu Zuwendung zu armen, kranken und ausgegrenzten Menschen wird als konkretes Beispiel dafür dargestellt. Abschließend zeigt das Video anhand von Johann Hinrich Wichern und Dietrich Bonhoeffer, wie christlich motiviertes Handeln auch in späteren Zeiten als Mitwirkung am Reich Gottes verstanden werden kann. Zugleich wird betont, dass Menschen das Reich Gottes nicht selbst vollenden können. Seine endgültige Vollendung bleibt nach christlichem Verständnis Gott vorbehalten.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht zur Erarbeitung und Vertiefung der Reich Gottes Botschaft Jesu. Es verbindet biblische Aussagen, historische Hintergründe, theologische Fachbegriffe, Gleichnisse, Beispiele aus dem Handeln Jesu und Bezüge zur Gegenwart. Dadurch ermöglicht es sowohl einen grundlegenden Zugang als auch eine anspruchsvollere theologische Auseinandersetzung. Besonders geeignet ist das Medium für Unterrichtseinheiten zu Jesus Christus, zur Botschaft Jesu, zu Gleichnissen, Wundern, zur Bergpredigt, zu christlicher Ethik, sozialer Verantwortung und zur Frage nach Hoffnung und Gerechtigkeit.

Vor der Betrachtung des Videos empfiehlt sich eine Aktivierung des Vorwissens. Die Lehrkraft kann den Begriff Reich Gottes in die Mitte einer Tafel oder eines digitalen Arbeitsbereiches schreiben. Die Lernenden sammeln spontan, welche Vorstellungen sie damit verbinden. Dabei können Begriffe wie Himmel, Frieden, Gerechtigkeit, Gott, Zukunft, Gemeinschaft, Hoffnung oder Leben nach dem Tod auftauchen. Die Ergebnisse sollten zunächst nicht bewertet werden. Nach der Betrachtung des Videos kann auf die Sammlung zurückgegriffen werden. Die Lernenden überprüfen dann, welche Vorstellungen bestätigt, erweitert oder korrigiert werden müssen. Dieses Vorgehen ist besonders geeignet, da Lernende das Reich Gottes häufig ausschließlich mit dem Himmel oder einem Leben nach dem Tod verbinden. Das Video verdeutlicht dagegen, dass das Reich Gottes nach der Verkündigung Jesu sowohl eine gegenwärtige als auch eine zukünftige Dimension besitzt.

Für den Einstieg kann auch der zentrale Satz aus dem Markusevangelium verwendet werden: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium.“ Die Lernenden können zunächst einzelne Begriffe untersuchen und Vermutungen darüber formulieren, was Jesus mit dieser Aussage gemeint haben könnte. Anschließend wird das Video betrachtet und die ursprünglichen Vermutungen werden mit den dort gegebenen Erklärungen verglichen. Diese Methode rückt einen zentralen biblischen Text in den Mittelpunkt und fördert zugleich ein eigenständiges theologisches Nachdenken.

Der zeitgeschichtliche Hintergrund sollte im Unterricht besondere Aufmerksamkeit erhalten. Die Botschaft Jesu lässt sich leichter verstehen, wenn die Lernenden wissen, unter welchen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen Menschen damals lebten. Die römische Herrschaft, wirtschaftliche Belastungen, Armut sowie die Hoffnung auf einen Messias bilden einen wichtigen Deutungshorizont. Methodisch kann eine Tabelle angelegt werden, in der die Lernenden zunächst die damalige Lebenssituation und anschließend die damit verbundenen Hoffnungen eintragen. So wird deutlich, weshalb Begriffe wie Befreiung, Frieden, Gerechtigkeit und Herrschaft Gottes für die damaligen Menschen eine besondere Bedeutung besaßen.

Während der Betrachtung kann das Video aufgrund seiner Informationsdichte in mehrere Abschnitte gegliedert werden. Nach einzelnen Kapiteln können kurze Sicherungsphasen erfolgen. Denkbar ist beispielsweise, zunächst nur den zeitgeschichtlichen Hintergrund zu betrachten und zu sichern. Anschließend kann die Frage nach dem bereits angebrochenen Reich Gottes behandelt werden. Danach folgen die zukünftige Vollendung, der eschatologische Vorbehalt, die Aufforderung zur Umkehr sowie die gegenwärtige Bedeutung. Durch diese schrittweise Betrachtung werden insbesondere die theologischen Fachbegriffe verständlicher.

Ein wichtiger Schwerpunkt sollte auf der Unterscheidung zwischen dem bereits angebrochenen und dem noch nicht vollendeten Reich Gottes liegen. Die Lernenden können zwei Bereiche mit den Überschriften „schon angebrochen“ und „noch nicht vollendet“ anlegen. Für den ersten Bereich sammeln sie Beispiele aus dem Video, etwa Heilungen, Vergebung, Gemeinschaft, Zuwendung zu Ausgegrenzten und die Erfahrung von Gottes Liebe. Für den zweiten Bereich können sie Beispiele wie Krieg, Ungerechtigkeit, Krankheit, Leid und Ausgrenzung nennen. Anschließend wird die Spannung zwischen beiden Bereichen als eschatologischer Vorbehalt eingeführt. Dadurch wird ein abstrakter theologischer Begriff mit konkreten Erfahrungen verbunden.

Die präsentische und die futurische Eschatologie sollten ebenfalls anschaulich erschlossen werden. Die präsentische Eschatologie beschreibt, dass das Reich Gottes bereits in der Gegenwart erfahrbar wird. Die futurische Eschatologie verweist darauf, dass seine endgültige Vollendung noch aussteht. Die Lernenden können beide Begriffe in eigenen Worten erklären und jeweils passende Beispiele aus dem Video zuordnen. Für eine vertiefende Aufgabe können kurze Fallbeispiele formuliert werden, bei denen die Lernenden entscheiden, welche Perspektive besonders deutlich wird.

Die Gleichnisse vom Senfkorn und vom Sauerteig eignen sich für eine bildhafte Vertiefung. Die Lernenden können untersuchen, welche Eigenschaften von Senfkorn und Sauerteig Jesus verwendet, um das Reich Gottes zu beschreiben. Beide Bilder machen deutlich, dass etwas zunächst klein und unscheinbar sein kann und dennoch eine große Wirkung entfaltet. Die Lernenden können anschließend eigene Bilder oder Vergleiche entwickeln, die das Wachstum des Reiches Gottes ausdrücken. Diese kreative Aufgabe unterstützt die Übertragung theologischer Inhalte in die eigene Sprache.

Ein weiterer zentraler Lernschritt besteht in der Unterscheidung von Heilsindikativ und Heilsimperativ. Der Heilsindikativ bezeichnet die vorausgehende Zusage Gottes. Der Mensch wird von Gott angenommen und geliebt, bevor er bestimmte Leistungen erbringt. Der Heilsimperativ beschreibt die daraus entstehende Aufforderung zu einem entsprechenden Handeln. Methodisch kann dies mit den beiden Fragen „Was schenkt Gott dem Menschen?“ und „Was folgt daraus für das Handeln des Menschen?“ erschlossen werden. Die Lernenden können erkennen, dass christliches Handeln nach dieser theologischen Vorstellung nicht dazu dient, sich Gottes Liebe zu verdienen. Vielmehr entsteht das Handeln aus der bereits zugesagten Liebe Gottes.

Die im Video dargestellte Zuwendung Jesu zu Menschen am Rand der Gesellschaft bietet zahlreiche Möglichkeiten zur weiteren Arbeit. Die Lernenden können untersuchen, wie Jesus mit Kranken, Armen, Zöllnern, gesellschaftlich ausgegrenzten Menschen, Frauen und Kindern umgeht. Dabei können verschiedene biblische Erzählungen herangezogen werden. Anschließend lässt sich fragen, welche Vorstellungen von Gemeinschaft und Gerechtigkeit darin sichtbar werden. Auf diese Weise wird die Reich Gottes Botschaft nicht nur als abstrakte Lehre, sondern als konkrete Praxis Jesu erfahrbar.

Für eine lebensweltliche Vertiefung können die Lernenden überlegen, wo sie heute Zeichen wahrnehmen, die sie mit der Reich Gottes Botschaft verbinden könnten. Dazu können Versöhnung, Hilfe für Bedürftige, Einsatz gegen Ausgrenzung, Schutz der Menschenwürde, Friedensarbeit oder gesellschaftliches Engagement gehören. Gleichzeitig sollten auch Erfahrungen benannt werden, die einer Vorstellung vom Reich Gottes widersprechen, beispielsweise Gewalt, Krieg, Diskriminierung, Armut und soziale Ungerechtigkeit. Dadurch wird die Spannung zwischen Hoffnung und gegenwärtiger Wirklichkeit besonders anschaulich.

Die Beispiele Johann Hinrich Wichern und Dietrich Bonhoeffer ermöglichen einen historischen Transfer. Die Lernenden können recherchieren, wie beide aus ihrem christlichen Glauben heraus gesellschaftliche Verantwortung übernommen haben. Dabei kann herausgearbeitet werden, dass das Reich Gottes nicht nur ein Thema der Zeit Jesu ist, sondern in der Geschichte des Christentums immer wieder Menschen zu sozialem, politischem und diakonischem Handeln motiviert hat. Ergänzend können weitere Persönlichkeiten oder Organisationen untersucht werden, die sich aus christlicher Motivation für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenwürde einsetzen.

Für ältere Lernende eignet sich besonders die kritische Frage nach den Grenzen menschlichen Handelns. Das Video betont, dass Menschen zwar an der Ausbreitung des Reiches Gottes mitwirken können, seine Vollendung aber nicht selbst herbeiführen können. Diese Aussage lässt sich theologisch und ethisch diskutieren. Die Lernenden können überlegen, weshalb es problematisch sein könnte, politische oder gesellschaftliche Systeme unmittelbar mit dem Reich Gottes gleichzusetzen. Dadurch kann herausgearbeitet werden, dass christliches Engagement notwendig bleibt, zugleich aber kein menschliches System als endgültige Verwirklichung des Reiches Gottes verstanden werden sollte.

Methodisch bietet sich auch eine Positionslinie an. Die Lehrkraft formuliert beispielsweise die Aussage: „Das Reich Gottes hat mit unserer heutigen Welt nichts zu tun.“ Die Lernenden positionieren sich zwischen Zustimmung und Ablehnung und begründen anschließend ihre Entscheidung. Nach der Beschäftigung mit dem Video kann die Position erneut eingenommen werden. Veränderungen in der Einschätzung werden begründet. Auf diese Weise werden Lernfortschritte und Veränderungen im Verständnis sichtbar.

Zur Ergebnissicherung können die Lernenden eine grafische Darstellung erstellen, in deren Zentrum der Begriff Reich Gottes steht. Von dort führen Verbindungen zu Jesus, Gegenwart, Zukunft, Liebe Gottes, Gerechtigkeit, Gleichnisse, Wunder, Umkehr und menschliches Handeln. Die theologischen Fachbegriffe präsentische Eschatologie, futurische Eschatologie, eschatologischer Vorbehalt, Heilsindikativ und Heilsimperativ können in die Darstellung integriert werden. Dadurch entsteht eine Übersicht, die sich auch zur Vorbereitung auf eine Leistungsüberprüfung eignet.

Als abschließende Transferaufgabe können die Lernenden einen kurzen Text zur Frage verfassen, welche Bedeutung die Reich Gottes Botschaft heute besitzen kann. Dabei sollten sie mindestens einen theologischen Fachbegriff und ein Beispiel aus dem Leben Jesu verwenden. Anspruchsvollere Lerngruppen können zusätzlich beurteilen, inwiefern gesellschaftliches Engagement als Mitwirkung am Reich Gottes verstanden werden kann und welche Grenzen dieser Vorstellung gesetzt sind.


Fragestellungen zum Video mit Antworten

Was ist die zentrale Botschaft Jesu nach dem Video?


Eine zentrale Botschaft Jesu ist die Verkündigung des Reiches Gottes. Jesus verkündet, dass Gottes Herrschaft nahe ist und bereits in seiner Person, seinen Worten und seinen Taten erfahrbar wird.


Warum ist der zeitgeschichtliche Hintergrund für das Verständnis der Reich Gottes Botschaft wichtig?

Viele Menschen lebten zur Zeit Jesu unter politischer Fremdherrschaft, wirtschaftlicher Belastung, Armut und sozialer Unsicherheit. Die Hoffnung auf Gottes Reich war deshalb eng mit Erwartungen an Frieden, Gerechtigkeit und Befreiung verbunden.


Unter welcher politischen Herrschaft lebte die jüdische Bevölkerung zur Zeit Jesu?

Palästina stand unter römischer Herrschaft. Die Bevölkerung war unter anderem durch verschiedene Steuern und Abgaben belastet.


Welche Hoffnungen verbanden viele Menschen mit dem erwarteten Messias?

Viele Menschen erwarteten einen Befreier, der Fremdherrschaft und Unterdrückung überwinden und eine neue Zeit des Friedens und der Gerechtigkeit herbeiführen würde.


Welche zentrale Aussage Jesu nennt das Video aus dem Markusevangelium?

Jesus verkündet, dass die Zeit erfüllt und das Reich Gottes nahe sei. Gleichzeitig fordert er die Menschen zur Umkehr und zum Glauben an das Evangelium auf.


Was bedeutet die Aussage „Die Zeit ist erfüllt“?

Damit wird ausgedrückt, dass mit dem Auftreten Jesu etwas Entscheidendes begonnen hat. Nach christlichem Verständnis ist Gottes Reich nicht ausschließlich eine zukünftige Hoffnung, sondern bereits in der Gegenwart angebrochen.


Ist das Reich Gottes nach der Verkündigung Jesu nur etwas Zukünftiges?

Nein. Das Video betont, dass das Reich Gottes bereits angebrochen ist, zugleich aber noch nicht vollständig verwirklicht wurde.


Was bedeutet präsentische Eschatologie?

Präsentische Eschatologie bezeichnet die Vorstellung, dass das erwartete Heil Gottes bereits in der Gegenwart erfahrbar wird. Im Handeln Jesu, in seiner Verkündigung, seinen Heilungen und seiner Zuwendung zu Menschen wird das Reich Gottes bereits sichtbar.


Was bedeutet futurische Eschatologie?

Futurische Eschatologie bezeichnet die zukünftige Dimension des Reiches Gottes. Seine vollständige Verwirklichung steht noch aus und wird nach christlichem Glauben von Gott vollendet.


Was bedeutet Eschatologie?

Eschatologie bezeichnet die theologische Lehre von den letzten Dingen. Sie beschäftigt sich unter anderem mit der Vollendung der Welt, dem Reich Gottes, Tod, Auferstehung und endgültigem Heil.


Woran zeigt sich nach dem Video, dass das Reich Gottes bereits angebrochen ist?

Es zeigt sich beispielsweise darin, dass Jesus Menschen heilt, ihnen Gottes Liebe zuspricht, Gemeinschaft ermöglicht, Ausgegrenzte integriert und Menschen neue Hoffnung gibt.


Warum spielen die Wunder Jesu für die Reich Gottes Botschaft eine wichtige Rolle?

Die Wunder werden als Zeichen verstanden, die einen Vorgeschmack darauf geben, wie das Reich Gottes gedacht wird. Krankheit, Leid und Ausgrenzung werden überwunden und Menschen erfahren Heil und Zuwendung.


Was ist der Heilsindikativ?

Der Heilsindikativ bezeichnet die Zusage der bedingungslosen Liebe und Gnade Gottes. Der Mensch wird von Gott angenommen, bevor er durch eigenes Handeln etwas leisten kann.


Was bedeutet die Aussage, dass das Reich Gottes noch nicht vollendet ist?

Sie bedeutet, dass Menschen weiterhin Leid, Ungerechtigkeit, Krankheit, Gewalt und Hoffnungslosigkeit erleben. Die endgültige Verwirklichung von Frieden, Gerechtigkeit und Heil steht noch aus.


Was ist der eschatologische Vorbehalt?

Der eschatologische Vorbehalt bezeichnet die Spannung zwischen dem bereits angebrochenen und dem noch nicht vollendeten Reich Gottes. Gottes Reich ist bereits erfahrbar, seine endgültige Vollendung steht jedoch noch aus.


Welche Bedeutung hat das Gleichnis vom Senfkorn für die Reich Gottes Botschaft?

Das Senfkorn ist zunächst sehr klein, entwickelt sich aber zu einer großen Pflanze. Damit verdeutlicht Jesus, dass das Reich Gottes klein und unscheinbar beginnen kann und sich dennoch weiter ausbreitet.


Welche Bedeutung hat das Gleichnis vom Sauerteig?

Ein kleiner Anteil Sauerteig kann den gesamten Teig verändern. Das Gleichnis verdeutlicht damit, dass das Reich Gottes zunächst wenig sichtbar sein kann, aber eine weitreichende Wirkung entfaltet.


Was bedeutet Jesu Aufforderung „Kehrt um“?

Umkehr bedeutet, das eigene Denken und Handeln neu auszurichten. Menschen sollen sich an den Maßstäben des Reiches Gottes orientieren und beispielsweise Gerechtigkeit, Nächstenliebe und Gemeinschaft fördern.


Was ist der Heilsimperativ?

Der Heilsimperativ bezeichnet die Aufforderung an den Menschen, auf die bereits zugesagte Liebe Gottes mit einem entsprechenden Handeln zu antworten und an der Ausbreitung des Reiches Gottes mitzuwirken.


Wie hängen Heilsindikativ und Heilsimperativ zusammen?

Zuerst steht die Zusage Gottes an den Menschen. Daraus entsteht die Aufforderung zum Handeln. Der Mensch handelt also nicht, um sich Gottes Liebe zu verdienen, sondern weil ihm diese Liebe bereits zugesagt ist.


Wie zeigt Jesus durch sein Verhalten, wie ein Handeln im Sinne des Reiches Gottes aussehen kann?

Jesus wendet sich besonders Menschen zu, die ausgegrenzt, krank, arm oder gesellschaftlich benachteiligt sind. Er ermöglicht Gemeinschaft, schenkt Zuwendung und stellt die Würde des Menschen in den Mittelpunkt.


Warum ist die Zuwendung Jesu zu ausgegrenzten Menschen besonders bedeutsam?

Sie macht sichtbar, dass im Reich Gottes menschliche Ausgrenzung und gesellschaftliche Abwertung überwunden werden sollen. Menschen erhalten Anerkennung, Gemeinschaft und neue Lebensmöglichkeiten.


Welche Bedeutung haben Gleichnisse für die Verkündigung des Reiches Gottes?

Jesus verwendet Gleichnisse, um Eigenschaften des Reiches Gottes anschaulich zu machen und seine Zuhörer zum Nachdenken herauszufordern. Dabei werden häufig vertraute Alltagserfahrungen verwendet.


Wie können Menschen nach dem Video am Reich Gottes mitwirken?

Menschen können sich für andere einsetzen, Not lindern, Ausgrenzung überwinden, Frieden fördern, Verantwortung übernehmen und die von Jesus vorgelebte Liebe weitergeben.


Was hat Johann Hinrich Wichern mit der Reich Gottes Botschaft zu tun?

Wichern setzte sich aus christlicher Motivation für arme und benachteiligte Kinder ein und gehört zu den wichtigen Persönlichkeiten in der Entwicklung der evangelischen Diakonie. Sein Engagement kann als Beispiel für christlich motivierte soziale Verantwortung verstanden werden.


Wie wird Dietrich Bonhoeffer im Zusammenhang mit dem Reich Gottes dargestellt?

Bonhoeffer wird als Beispiel eines Christen genannt, der seinen Glauben mit gesellschaftlicher Verantwortung verband und sich während der nationalsozialistischen Herrschaft gegen Unrecht und die Verfolgung von Menschen wandte.


Können Menschen das Reich Gottes vollständig verwirklichen?

Nach der Darstellung des Videos können Menschen an seiner Ausbreitung mitwirken, die endgültige Vollendung jedoch nicht selbst herbeiführen. Diese bleibt Gott vorbehalten.


Warum ist es wichtig, dass die Vollendung des Reiches Gottes nicht von menschlicher Leistung abhängig gemacht wird?

Dadurch wird deutlich, dass Gottes Heil nach christlichem Verständnis nicht verdient oder erarbeitet werden kann. Gottes Liebe und Gnade gehen dem menschlichen Handeln voraus.


Ist das Reich Gottes mit dem Himmel gleichzusetzen?

Nicht vollständig. Das Video betont, dass Gottes Reich bereits in der gegenwärtigen Welt erfahrbar sein kann. Gleichzeitig besitzt es eine zukünftige Dimension, die noch nicht vollendet ist.


Welche Bedeutung kann die Reich Gottes Botschaft heute haben?

Sie kann Menschen dazu herausfordern, sich für Frieden, Gerechtigkeit, Menschenwürde, Versöhnung und die Unterstützung benachteiligter Menschen einzusetzen. Gleichzeitig vermittelt sie die Hoffnung, dass Leid und Ungerechtigkeit nicht das letzte Wort haben.


Wo könnten heute Zeichen des Reiches Gottes sichtbar werden?

Zeichen können dort wahrgenommen werden, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, Ausgegrenzte aufgenommen werden, Versöhnung gelingt, Armut bekämpft wird oder Menschen sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen.


Was widerspricht der Vorstellung vom Reich Gottes?

Gewalt, Unterdrückung, Ausgrenzung, Menschenverachtung, Ungerechtigkeit und die Gleichgültigkeit gegenüber dem Leiden anderer Menschen widersprechen den im Video beschriebenen Maßstäben des Reiches Gottes.


Welche Verantwortung entsteht für Christinnen und Christen aus der Reich Gottes Botschaft?

Aus der Zusage von Gottes Liebe ergibt sich die Verantwortung, diese Liebe im eigenen Handeln sichtbar werden zu lassen und sich für ein gerechtes und menschenwürdiges Zusammenleben einzusetzen.


Warum kann die Reich Gottes Botschaft zugleich Hoffnung und Auftrag sein?

Sie ist Hoffnung, weil die endgültige Überwindung von Leid und Ungerechtigkeit Gott zugesprochen wird. Gleichzeitig ist sie Auftrag, weil Menschen bereits in der Gegenwart dazu aufgefordert sind, nach den Maßstäben von Liebe, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu handeln.


Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders zur Einführung, Wiederholung oder Vertiefung der Reich Gottes Botschaft Jesu in den Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I und II. Die klare Struktur ermöglicht den Einsatz als Überblicksmedium zu zentralen theologischen Konzepten. Vor der Rezeption können die Lernenden eigene Vorstellungen von einer gerechten Welt entwickeln und diskutieren, welche Hoffnungen Menschen mit Religion verbinden. Während des Videos bietet sich die Arbeit mit einem Beobachtungsauftrag an, bei dem zentrale Begriffe gesammelt und in Beziehung gesetzt werden. Nach dem Ansehen können die Lernenden die Spannung zwischen bereits angebrochenem und noch nicht vollendetem Reich Gottes in Form eines Schaubildes darstellen. Besonders ergiebig ist die Auseinandersetzung mit den Begriffen Heilsindikativ und Heilsimperativ, da sie einen Zugang zum Verhältnis von Gottes Handeln und menschlicher Verantwortung eröffnen. Darüber hinaus kann das Medium mit neutestamentlichen Gleichnissen vom Senfkorn oder Sauerteig verbunden werden. In der Oberstufe eignet sich das Video zur Vorbereitung auf Klausuren und Abiturthemen, da zentrale Fachbegriffe präzise erläutert werden. Methodisch bieten sich Diskussionen über aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen an, bei denen die Lernenden beurteilen, inwiefern christliches Engagement heute zum Aufbau einer gerechteren Welt beitragen kann. Ebenso können Beispiele aus Diakonie, Caritas oder zivilgesellschaftlichem Engagement analysiert und mit Jesu Verkündigung des Reiches Gottes verglichen werden. Das Medium fördert dabei sowohl biblische Deutungskompetenz als auch ethische Urteilsbildung und die Fähigkeit, religiöse Vorstellungen auf gegenwärtige Lebensfragen zu beziehen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.3 Die Botschaft vom Reich Gottes. Gleichnisse, Wundererzählungen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6.3 Von einer besseren Welt erzählen: Das Reich Gottes.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Jesus redet vom Reich Gottes in Bildern

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