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Erzbistum Köln

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Magnifica Humanitas – Die Größe der menschlichen Person angesichts der Versprechen der KI

Veröffentlichung:1.6.2026

Das Medium „Magnifica Humanitas – Die Größe der menschlichen Person angesichts der Versprechen der KI“ mit drei Seiten und fünf Materialien für die Sekundarstufe II beschäftigt sich mit der Frage, welche Bedeutung dem Menschen im Zeitalter Künstlicher Intelligenz zukommt. Ausgangspunkt sind Aussagen aus der Enzyklika Magnifica Humanitas von Papst Leo XIV., die vor einer vollständigen Übertragung wichtiger Entscheidungen an Algorithmen warnen und die unveräußerliche Würde des Menschen betonen. Die Lernenden setzen sich mit ethischen Herausforderungen der Digitalisierung auseinander und untersuchen, welche Auswirkungen Künstliche Intelligenz auf Freiheit, Verantwortung, Gerechtigkeit und Menschenrechte haben kann. Ergänzend werden ein Podcast zur Enzyklika, die biblischen Erzählungen vom Turmbau zu Babel sowie von Nehemia und dem Wiederaufbau Jerusalems herangezogen. Dadurch entsteht ein vielschichtiger Dialog zwischen theologischen Traditionen, biblischen Deutungsmustern und aktuellen technologischen Entwicklungen. Das Material fordert dazu heraus, die Chancen und Risiken von KI differenziert zu bewerten und die besondere Größe und Würde des Menschen aus christlicher Perspektive neu zu entdecken.

Products

Didaktisch eignet sich das Medium hervorragend für den Religionsunterricht der gymnasialen Oberstufe in den Themenfeldern Anthropologie, Ethik, Digitalisierung und christliche Soziallehre. Der Einstieg über einen prägnanten Enzyklika Auszug eröffnet unmittelbar eine ethische Problemstellung und regt zur kritischen Reflexion über automatisierte Entscheidungen an. Die Arbeit mit einem Podcast fördert rezeptive Kompetenzen und ermöglicht einen niedrigschwelligen Zugang zu komplexen theologischen Positionen. Besonders gewinnbringend ist die Verknüpfung biblischer Texte mit gegenwärtigen Debatten um Technik und Macht. Durch die Gegenüberstellung des Turmbaus zu Babel und der Nehemia Erzählung erschließen die Lernenden unterschiedliche Formen menschlichen Handelns, menschlicher Größe und menschlicher Verantwortung. Die Analyse ausgewählter Abschnitte der Enzyklika unterstützt die Entwicklung theologischer Deutungsfähigkeit und ethischer Urteilskompetenz. Die tabellarische Gegenüberstellung von Chancen und Risiken der KI fördert strukturierendes Denken und argumentatives Arbeiten. Die abschließende Planung und Durchführung einer Podiumsdiskussion eröffnet handlungsorientierte Lernprozesse, in denen unterschiedliche gesellschaftliche Perspektiven aufeinandertreffen. Dabei üben die Lernenden Rollenübernahme, Perspektivwechsel, Diskussionsfähigkeit und ethische Urteilsbildung. Besonders geeignet ist das Material für problemorientierte Unterrichtsformen, kooperative Lernarrangements, Debattenformate sowie fächerübergreifende Kooperationen mit Philosophie, Sozialwissenschaften oder Informatik. Die Einheit ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Frage, weshalb menschliche Würde, Verantwortung und Freiheit auch in einer zunehmend digitalisierten Welt unverzichtbare Orientierungspunkte bleiben.


Material:

M1: Enzyklika Auszug zur Verantwortung bei KI Entscheidungen (Seite 1)

Das Material beginnt mit einem zentralen Textauszug aus der Enzyklika Magnifica Humanitas. Papst Leo XIV. warnt darin vor der vollständigen Übertragung wichtiger Entscheidungen an Algorithmen. Themen wie Arbeit, Kreditvergabe, Zugang zu Dienstleistungen, Freiheit und gesellschaftliche Teilhabe werden angesprochen. Die Lernenden erläutern die Aussagen des Textes und entwickeln konkrete Beispiele aus dem Alltag und der Gesellschaft. Im Unterricht wird dadurch deutlich, dass KI nicht nur eine technische, sondern auch eine ethische und politische Herausforderung darstellt.


M2: Podcast des Deutschlandfunks zur Enzyklika (Seite 1)

Über einen QR Code hören die Lernenden einen Podcast, der die zentralen Aussagen der Enzyklika zusammenfasst. Im Unterricht werden wichtige Gedanken notiert und ausgewertet. Besonderes Augenmerk liegt auf der Aussage, dass der Mensch „groß über sich denken darf“. Die Lernenden erschließen, was dies für das christliche Menschenbild bedeutet und wie sich diese Perspektive von rein technischen Menschenbildern unterscheidet.


Diskussion über Menschenwürde und Verantwortung (Seite 1)

Nach der Arbeit mit Text und Podcast diskutieren die Lernenden die Frage, welche Entscheidungen Menschen selbst verantworten müssen und wo KI sinnvoll unterstützen kann. Dadurch wird die ethische Urteilsfähigkeit gefördert.


M3: Bibeltext zum Turmbau zu Babel (Genesis 11,1 bis 9) (Seite 2)

Die Lernenden lesen die Erzählung vom Turmbau zu Babel und arbeiten deren zentrale Aussage heraus. Im Unterricht wird diskutiert, welche Formen menschlicher Selbstüberschätzung und Machtausübung die Geschichte kritisiert und welche Parallelen zu heutigen technologischen Entwicklungen gezogen werden können.


M4: Bibeltext aus dem Buch Nehemia (Kapitel 2 bis 6) (Seite 2)

Die Lernenden erschließen die Geschichte vom Wiederaufbau Jerusalems unter Nehemia. Dabei wird deutlich, wie gemeinschaftliches Handeln, Verantwortung und Hoffnung zur Gestaltung einer besseren Zukunft beitragen können. Im Unterricht wird die Erzählung mit dem Turmbau zu Babel verglichen.


Vergleich der beiden Bibeltexte (Seite 2)

Die Lernenden vergleichen Babel und Nehemia hinsichtlich ihrer Menschenbilder, Ziele und Handlungsweisen. Im Unterricht wird herausgearbeitet, warum Papst Leo XIV. gerade diese beiden biblischen Beispiele zur Deutung moderner Technikentwicklungen heranzieht.

Warm Up zu den „Versprechen der KI“ (Seite 2)

Vor der Arbeit an weiteren Enzyklika Texten sammeln die Lernenden Vermutungen darüber, welche Hoffnungen und Versprechen mit KI verbunden sind. Im Unterricht werden Fortschritt, Effizienz, Sicherheit, Bequemlichkeit und Problemlösung als mögliche Erwartungen diskutiert.


M5: Vertiefende Abschnitte der Enzyklika (MH 90 bis 111) (Seite 2)

Die Lernenden lesen ausgewählte Passagen der Enzyklika. Dabei erfassen sie die Chancen und Risiken von KI aus kirchlicher Perspektive. Die Aussagen werden in einer Tabelle systematisiert. Im Unterricht entsteht dadurch eine differenzierte Analyse technologischer Entwicklungen.


Tabelle „KI als Chance“ und „KI als Risiko“ (Seite 2)

Die Lernenden erstellen eine strukturierte Übersicht. Positive und negative Folgen von KI werden gesammelt, begründet und diskutiert. Diese Methode unterstützt analytisches Denken und die Entwicklung einer ausgewogenen Position.


Verknüpfung von Bibel und Enzyklika (Seite 3)

Die Lernenden setzen die Aussagen der Enzyklika mit den beiden biblischen Texten in Beziehung. Sie überlegen, welche theologischen Deutungsmuster Papst Leo XIV. verwendet und welche Bedeutung diese für aktuelle Fragen der Digitalisierung besitzen. Im Unterricht werden religiöse Traditionen als Orientierungshilfen für Gegenwartsfragen erfahrbar.


Podiumsdiskussion „KI – Chance oder Risiko?“ (Seite 3)

Als Vertiefung planen und gestalten die Lernenden eine Podiumsdiskussion. Verschiedene Rollen können übernommen werden, beispielsweise kirchliche Vertreter, Menschenrechtsorganisationen, KI Entwickler oder Wirtschaftsvertreter. Die Lernenden entwickeln Leitfragen, bereiten Argumente vor und führen die Diskussion durch. Dadurch werden Argumentationsfähigkeit, Perspektivwechsel und demokratische Diskussionskultur gefördert.


Abschlussdiskussion zur Rolle der Kirche (Seite 3)

Abschließend diskutieren die Lernenden die Bedeutung der Kirche als gesellschaftliche Stimme in der Debatte um Künstliche Intelligenz. Dabei reflektieren sie, welchen Beitrag religiöse Perspektiven zu ethischen Zukunftsfragen leisten können.

Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

Deutschlandfunk

16.6.2026

Umfang: Anregung

Schulbereich: Sekundarstufe I + weitere

Vatikan

16.6.2026

Umfang: Anregung

Schulbereich: Sekundarstufe II

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.3 Aspekte christlicher Anthropologie.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 1. Der Mensch als Geschöpf und „Schöpfer“.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 4. Zukunft und Aufgaben der Religionen.

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