Der Artikel präsentiert einen Überblick über die 50-jährige Geschichte der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Katechetikdozenten (AKK), die sich 2001 zur Arbeitsgemeinschaft Katholische Religionspädagogik und Katechetik (AKRK) umbenannte. Werner Simon, seit 1976 Mitglied und langjähriger Vorstandsangehöriger, berichtet aus der Perspektive eines Zeitzeugen. Die Fachschaft unterschied sich von Anfang an von anderen theologischen Disziplinen durch ihre transnationale Konstitution, ihre Offenheit für Lehrende aller akademischen Ebenen und ihre Beteiligung an internationalen Austauschprozessen. Der erste Kongress 1976 in Leitershofen war Anlass zur wissenschaftlichen Selbstvergewisserung über intradisziplinäre theologische Bezüge, der zweite Kongress 1978 widmete sich interdisziplinären Bezügen zu Human- und Sozialwissenschaften. Eine Phase der Institutionalisierung folgte mit der Gründung der Religionspädagogischen Beiträge (RpB) 1978 unter Leitung von Hans Zirker. Diese Fachzeitschrift wurde zum wichtigen Kommunikationsmedium der Disziplin und dokumentiert seitdem Entwicklungen und Schwerpunkte des wissenschaftlichen Diskurses. Ab 1988 wurden sieben Ständige Sektionen gegründet (Didaktik, Empirische Religionspädagogik, Feministische und Historische Religionspädagogik, Grundlagenforschung, Elementarbereich, Spiritualität), später auch Außerschulische religiöse Bildung und Katechese. Diese Sektionen ermöglichten vertiefende Arbeit in spezialisierten Forschungsfeldern und förderten den Generationenaustausch zwischen etablierten und Nachwuchswissenschaftlern. Simon dokumentiert die vielfältigen Vernetzungen der AKRK nach außen: die lange Zusammenarbeit mit dem Deutschen Katecheten-Verein (DKV), ökumenische Kooperationen mit der evangelischen Schwesterorganisation (AfR/GwR), Zusammenarbeit mit der Équipe Européenne de Catéchèse, die 1973 initiierten deutsch-italienischen Religionspädagogen-Treffen, Beteiligung an der Gesellschaft für Fachdidaktik (2001) und Unterstützung des jährlichen Arbeitsforums für Religionspädagogik (seit 2006). Die Entwicklung von Informationstechnologien hat die interne Kommunikation erheblich verbessert – von jährlichen Briefen über E-Mail und Newsletter bis zur gegenwärtigen Internetpräsenz mit Informationen zu Sektionen, Arbeitskreisen und Qualifikationsprojekten. Simon würdigt die Vorsitzenden und Vorstandsmitglieder, die durch ihre Arbeit die Fachschaft geprägt haben, und betont, dass AKK/AKRK eine Kultur des wissenschaftlichen Austausches und der kollegialen Zusammenarbeit repräsentieren.