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TheoWebKai Horstmann

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Kai Horstmann

Religion an der Schule. Zum Verhältnis von Unterricht und Seelsorge

Veröffentlichung:1.5.2026

Muss Schulseelsorge erst den Religionsunterricht prägen – oder liegt die seelsorgerliche Dimension bereits im Unterricht selbst begründet? Ein Plädoyer für eine neue Sicht auf religiöse Kommunikation an Schulen.

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Schulseelsorge ist aus der schulischen Praxis heraus gewachsen und wird heute vielerorts positiv aufgenommen – selbst in einem gesellschaftlichen Kontext von Traditionsabbruch und Entkirchlichung. Doch wie verhält sich diese seelsorgerliche Arbeit zum Religionsunterricht? Der vorliegende Artikel geht dieser Frage systematisch nach und plädiert dabei für ein erweitertes Verständnis von Schulseelsorge als eigenständige Form von Kirche an der Schule. Dabei stellt sich heraus, dass Schulseelsorge nicht primär ein von außen in die Schule hineingetragenes kirchliches Angebot ist, sondern Kirche als Ereignis im schulischen Leben selbst. Der Autor argumentiert mit Rückgriff auf klassische religionspädagogische Konzeptionen von Dieter Stoodt, Gerhard Büttner und Norbert Ammermann, dass der Religionsunterricht der erste, systemisch verankerte Ort religiöser Kommunikation an Schulen darstellt. Die zentrale These lautet: Die seelsorgerliche Haltung muss den Religionsunterricht nicht erst von außen prägen, sondern ergibt sich bereits aus dem Gegenstand der Religion selbst. Damit wird nicht nur eine inhaltliche Kontinuität zwischen Schulseelsorge und Unterricht aufgezeigt, sondern auch geklärt, wie kirchliches Handeln in staatlichen Institutionen theologisch begründet sein kann – ohne dabei in Funktionalisierung zu verfallen oder als bloßes Angebot für andere missverstanden zu werden.

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8.5.2026

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