Wie denken angehende Religionslehrkräfte über digitale Medien im Unterricht? Der vorliegende Beitrag präsentiert Ergebnisse einer quantitativen Studierendenbefragung, die diese Frage systematisch untersucht. Die Studie ergänzt das Forschungsprojekt RELab digital, das seit 2017 an der Universität Würzburg die Perspektive praktizierender Religionslehrkräfte auf digitale Mediennutzung erforscht. Dabei wurden bislang bedeutsame Herausforderungen identifiziert: Technische Probleme behindern den Unterrichtsfluss, Lehrkräfte mit geringer Medienerfahrung berichten von hohem Zeitaufwand und zweifeln an der Effektivität digitaler Medien. Infrastrukturmängel und veränderte Rollenkonstellationen zwischen Lehrkräften und Schüler*innen erschweren zusätzlich die Integration digitaler Medien. Diese Erkenntnisse werfen die Frage auf, ob die jüngere Generation von Studierenden – mit größerer Medienaffinität aufwachsen – andere Einstellungen und Kompetenzen mitbringt. Der Artikel nutzt theoretisch das bewährte „Will, Skill, Tool"-Modell von Petko sowie das iPAC-Framework, das mobile Lernszenarien durch die Dimensionen Personalisierung, Authentizität und Zusammenarbeit strukturiert. Mit diesen konzeptionellen Werkzeugen wird untersucht, welche Einstellungen Studierende zu digitalen Medien und mobilem Lernen haben, wie sie ihre eigenen Kompetenzen einschätzen und welche Begründungsmuster für sie handlungsleitend sind. Die Ergebnisse versprechen konkrete Ansatzpunkte für die Gestaltung von Aus- und Fortbildung im Bereich digitale Religionspädagogik.