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Ulrike WittenTheoWebHans-Ferdinand AngelMonika Jakobs

Ulrike Witten,

TheoWeb,

Hans-Ferdinand Angel,

Monika Jakobs

„Letzte Generation“. Eine religionspädagogische Erkundung

Veröffentlichung:1.5.2026

Klimakrise, Kriege, materielle Unsicherheit: Eine Generation fühlt sich als die „Letzte". Das Theo-Web-Themenheft fragt, wie religiöse Bildung mit endzeitlichen Ängsten umgehen und gleichzeitig Hoffnung bewahren kann – und was das für Generationengerechtigkeit bedeutet.

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Die Welt gerät aus den Fugen – so das Lebensgefühl einer Generation, die mit Klimakrise, Corona-Pandemie und Kriegen aufwächst. Unter dem Titel „Letzte Generation" widmet sich dieses Theo-Web-Themenheft den politischen, psychologischen und religiösen Implikationen dieser Erfahrungen für Jugendliche und junge Erwachsene. Das Heft greift nicht nur aktuelle Diskurse auf, sondern ordnet sie in religionspädagogisch relevante Kategorien ein und fragt kritisch nach dem möglichen Beitrag der Religionspädagogik: Wie lässt sich produktiv mit Krisen, Ängsten und ihren realen Folgen umgehen? Und inwiefern werden diese Diskurse selbst funktionalisiert? Die Beiträge arbeiten mehrere Dimensionen auf. Sie rekonstruieren den religionspädagogischen Forschungsstand zur religiösen Bildung für nachhaltige Entwicklung (rBNE) und analysieren die mediale Krisendiskursivität der Jahre 2020–2023. Zentral ist die Frage nach Generationengerechtigkeit: Erstmals seit 1968 wird die ältere Generation systematisch zur Verantwortung gezogen – als Profiteure eines umweltgedankenlos gelebten Lebens und als Träger politischer und wirtschaftlicher Macht. Besondere Aufmerksamkeit gilt der endzeitlichen Dimension, die die „Letzte Generation" ins Spiel bringt. Mehrere Beiträge erkunden das Potenzial christlicher apokalyptischer Vorstellungen für eine politisch orientierte religiöse Bildung. Andere verfolgen bildungshistorische Parallelen zur Jugendbewegung des frühen 20. Jahrhunderts. Das Themenheft zeigt: Klima-Emotionen wie Zukunftsangst und Handlungsdruck sind Grundlagen politischen Engagements, können aber auch zu Hoffnungslosigkeit führen. Erfolgreiche rBNE hängt davon ab, ob es gelingt, diese Emotionen im Bildungsprozess ernst zu nehmen und aufzugreifen. Damit wird Religionspädagogik zu mehr als thematischer Anpassung – sie wird Katalysator für notwendige gesellschaftliche Transformation.

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