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Claudia GärtnerTheoWeb

Claudia Gärtner,

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Religionspädagogik für die „Last Generation“? Intra- und intergenerationelle Gerechtigkeit in religionspädagogischer Perspektive

Veröffentlichung:1.5.2026

Klimaaktivist*innen als „Last Generation"? Ein theologischer Vergleich zwischen apokalyptischem Protest und biblischer Apokalyptik zeigt: Es geht weniger um Weltuntergangspredigt als um prophetische Herrschaftskritik und Gerechtigkeit für zukünftige Generationen – und damit um zentrale Anliegen einer religiösen Bildung für nachhaltige Entwicklung.

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Die Selbstbezeichnung „Last Generation" von Klimaaktivist*innen wird oft als apokalyptische Weltuntergangsrhetorik kritisiert – doch eine differenzierte Analyse zeigt ein komplexeres Bild. Der vorliegende Artikel beleuchtet die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen apokalyptischem Denken in der Klimabewegung und biblischer Apokalyptik. Während biblische Texte von einer göttlichen Offenbarung ausgehen und Trost in der Hoffnung auf göttliche Erlösung spenden, argumentieren Klimaaktivist*innen wissenschaftlich fundiert und zielt ihr Protest auf unmittelbare politische Handlung und Systemveränderung. Beide Formen der Apokalyptik eint jedoch eine prophetische Kritik an herrschenden Strukturen, eine entlarvende Deutung der gegenwärtigen „Zeichen der Zeit" und der Aufruf zu Widerstand gegen übermächtige Kräfte des Bösen bzw. der Zerstörung. Der Artikel arbeitet heraus, dass apokalyptisches Denken nicht primär zeitliche Ankündigungen des Weltuntergangs meint, sondern eine ethisch-kritische Perspektive darstellt, die von einer bedrohten Zukunft her die Gegenwart anspricht. Besonders relevant für die Religionspädagogik ist die Frage nach inter- und intragenerationaler Gerechtigkeit: Die Last Generation artikuliert nicht nur ökologische Besorgnis, sondern auch tiefe Ungerechtigkeit gegenüber zukünftigen Generationen. Der Artikel konkretisiert religionspädagogische Prinzipien – wie sie im Schwerter Konsent formuliert wurden – für den Umgang mit dieser Generation und eröffnet damit Wege zu einer politisch orientierten religiösen Bildung für nachhaltige Entwicklung, die Hoffnung jenseits bloßer Fortschrittsoptimismen ermöglicht.

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