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TheoWebJulia Spichal

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Julia Spichal

Das Thema Gesundheit in Lehrplänen und Schulbüchern für den evangelischen Religionsunterricht

Veröffentlichung:1.5.2026

Gesundheit ist im evangelischen Religionsunterricht kaum sichtbar – eine systematische Analyse von Lehrplänen und Schulbüchern zeigt: Der Körper als Ort des Heils bleibt unterbelichtet. Ein Plädoyer für Veränderung.

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Wie präsent ist das Thema Gesundheit in evangelischen Lehrplänen und Schulbüchern – und in welchen Kontexten wird es verhandelt? Eine qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring gibt differenzierte Antworten auf diese Frage. Der Beitrag untersucht Lehrpläne aus vier deutschen Bundesländern (Niedersachsen, Bayern, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen) sowie Österreich und ergänzt die Analyse durch zwei prominente Schulbuchreihen. Die Ergebnisse sind aufschlussreich: Während die Begriffe „Gesundheit" und „gesund" in den meisten Lehrplänen kaum explizit vorkommen, finden sich in den Schulbüchern deutlich mehr Bezüge. Besonders interessant ist die Kategorisierung der Kontexte, in denen Gesundheit auftaucht: Wertschätzung des eigenen Körpers, Wertschätzung des eigenen und fremden Lebens, Kritik an gesellschaftlichen Schönheitsidealen sowie Sinnsuche. Der Beitrag identifiziert dabei eine kritische Lücke: Die Wahrnehmung des eigenen Körpers als Ort gelebter Gesundheit wird im Material vernachlässigt. Ausgehend von Elisabeth Moltmann-Wendels theologischem Ansatz des Körpers als Ort des Heils plädiert der Aufsatz dafür, dass Lehrpläne und Schulbücher diesen Aspekt stärker berücksichtigen sollten, um bei Schülerinnen und Schülern ein bewusstes, wertschätzendes Verhältnis zu ihrer Gesundheit zu fördern.

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