Der Film eignet sich besonders für den Religionsunterricht ab Jahrgangsstufe 9 sowie für die gymnasiale Oberstufe. Ebenso bietet er zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Fächer Ethik, Geschichte, Politik und Musik. Im Religionsunterricht ermöglicht das Medium eine intensive Auseinandersetzung mit Frieden, Versöhnung, Feindesliebe, Menschenwürde, Vergebung und interreligiösem Dialog. Darüber hinaus werden Fragen nach Schuld, Verantwortung, Kommunikation, Identität und dem Umgang mit Vorurteilen aufgegriffen. Die umfangreichen Begleitmaterialien unterstützen einen kompetenzorientierten Unterricht durch vielfältige analytische, kreative und handlungsorientierte Aufgaben. Bereits vor der Filmsichtung setzen sich die Lernenden mit ihren Erwartungen an den Film auseinander und entwickeln anhand des Filmtitels erste Hypothesen über Handlung und zentrale Themen. Während der Filmsichtung beobachten sie die Entwicklung der Figuren, analysieren Konflikte, Kommunikationsformen, Blickkontakte sowie die Bedeutung der Musik für das Zusammenwachsen des Orchesters. Nach dem Film ermöglichen zahlreiche Arbeitsmaterialien eine vertiefende Auseinandersetzung mit den Hauptfiguren, der Liebesgeschichte, dem Nahostkonflikt, der Rolle von Sprache und Kommunikation sowie der Symbolik der Musik. Die Lernenden recherchieren historische Hintergründe, analysieren ausgewählte Filmszenen, untersuchen den Bolero von Maurice Ravel als musikalisches Leitmotiv und reflektieren die Bedeutung von Vertrauen und gemeinsamen Erfahrungen für Friedensprozesse. Kreative Aufgaben wie das Gestalten eines Filmplakates, das Verfassen einer Filmkritik oder das Entwickeln alternativer Fortsetzungen fördern Perspektivwechsel und eigenständige Urteilsbildung. Im Religionsunterricht lassen sich die Inhalte mit biblischen Friedensvisionen, der Bergpredigt, dem Doppelgebot der Liebe sowie dem christlichen Auftrag zur Versöhnung verbinden. Dadurch eröffnet der Film vielfältige Möglichkeiten, religiöse, ethische und politische Bildung miteinander zu verknüpfen und die Lernenden zu einer reflektierten Auseinandersetzung mit aktuellen Konflikten und friedensstiftendem Handeln anzuregen.
"Inhaltlich beleuchtet der Film die Themen digitale Exklusion, Altersdiskriminierung, intergenerationelle Begegnung und gesellschaftliche Veränderungen in der Arbeitswelt. Die Hauptfigur Willi symbolisiert den Konflikt zwischen traditioneller Arbeitsidentität und modernen Anforderungen.
Thematische Schwerpunkte:
- Alter und Beruf, Lebenswandel, Technikverweigerung, Würde im Alter
- Lernen im Alter, Kompetenzerhalt, intergenerationelle Kommunikation
- Humor und Satire als Mittel zur gesellschaftlichen Reflexion
- Seniorenbeschäftigung, digitale Spaltung, Chancengerechtigkeit
Methodische Umsetzung:
- Einstieg über kreative Methoden: Assoziationen zum Titel, Schreibgespräche, Satzergänzungen
- Analyse von Schlüsselszenen und Filmaussagen (z. B. Smoothie-Bestellung, Laptop-Schlag)
- Arbeitsblätter zu Beruflicher Werdegang (M1), Lernen im Alter (M2), Arbeitslosigkeit (M3), Generationenbeziehungen (M4), Seniorenbeschäftigungsgesetz (M5)
- Rollenspiele, biografische Reflexionen, Diskussionsformate, Fantasiereisen
- Didaktisch geeignet für Schule (Sek I/II), Erwachsenenbildung, Seniorenarbeit, politische Bildung
Das Begleitmaterial ermöglicht eine reflektierte Auseinandersetzung mit Altersbildern, der Arbeitswelt im Wandel und sozialen Teilhabechancen. Es fördert Empathie, Perspektivwechsel und Dialog zwischen den Generationen."