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feinschwarzMax-Josef Schuster

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Max-Josef Schuster

Kirche sein lassen!

Veröffentlichung:1.5.2026

Angesichts der Missbrauchskrise muss die katholische Kirche ihre Evangelisierungspraxis neu orientieren: nicht durch Reformen allein, sondern durch das Zweifache von Gebet und gerechtem Handeln, wie Dietrich Bonhoeffer für die Kirche in der Krise formulierte.

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Die katholische Kirche befindet sich in einer existenziellen Krise durch Missbrauchsfälle und Vertuschungen, die engagierte Christen zum Austritt bewegen. Der Autor schlägt vor, aus dem Gegensatz zwischen Reformforderungen und Neuevangelisierung herauszutreten und eine geistliche Perspektive zu vertreten, die sein pastorales Handeln geleitet und sich als heilsam erwiesen hat. Diese Perspektive basiert auf einer Diagnose von Dietrich Bonhoeffer, der die Kirche der Nazizeit beschrieb, die nur um ihre Selbsterhaltung kämpfte und daher unfähig war, Versöhnung und Erlösung glaubwürdig zu verkünden. Bonhoeffer forderte stattdessen, dass sich das Christsein in zweierlei bewähren muss: im Beten und im Tun des Gerechten. Der Autor konkretisiert diese Orientierung in zwei Dimensionen: Beim Gebet werden drei Ebenen unterschieden – die persönliche Dimension der Taufe (alle Getauften als priesterliche Menschen), die systemische Dimension durch die Trialogie-Methode (Ausrichtung auf Gott ohne Manipulation des Gegenübers) und die liturgische Dimension (Schutz des Gebets der Gläubigen vor klerikaler Dominanz). Beim Tun des Gerechten bezieht sich der Autor auf das Zweite Vatikanische Konzil, das die Kirche neu definierte: nicht als Selbstzweck, sondern zur „Rettung der menschlichen Person" und zum „rechten Aufbau der menschlichen Gemeinschaft". Diese Orientierung verlangt konkrete Parteinahme, Empowerment und Anwaltschaft vor Ort.

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