RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
feinschwarzJochen Ostheimer

feinschwarz,

Jochen Ostheimer

Klimawandel – welche Lösungen?

Veröffentlichung:1.5.2026

Jochen Ostheimer analysiert den Klimawandel als unbeabsichtigte Folge jener Kultur des Extraktivismus, die in der Neuzeit als Lösung des Problems allgemeinen Gütermangels entstand. Mithilfe des Tetralemma-Konzepts zeigt er, warum jede Lösung neue Probleme erzeugt – und warum das offen auszusprechen ein erster Schritt wäre.

Products

Jochen Ostheimer fragt, warum die Bewältigung des Klimawandels so schleppend vorangeht – und findet eine Antwort in der Geschichte: Das Problem ist selbst eine Problemlösung. Die neuzeitliche Kultur des Extraktivismus, getragen von Fortschrittsdenken, Kolonialismus und fossiler Energie, löste den Mangel vergangener Jahrhunderte und schuf damit Wohlstand, Demokratie und gesellschaftliche Stabilität. Doch der quantitative Umschlag in qualitative Veränderungen – vor allem in der Atmosphäre – erzeugte unkontrollierbare Nebenfolgen. Anhand des Tetralemma-Konzepts zeigt Ostheimer die Logik gängiger Positionen: von der Fortschrittsbegeisterung über die Umweltbewegung bis zu Konzepten grünen Wachstums – und einer vierten Position, die warnt: Ohne Kulturwandel würden auch erneuerbare Energien die expansive Dynamik lediglich befeuern. Sein Fazit: Sozioökologische Probleme sind „vertrackte Probleme", und ein ehrlicher Umgang mit ihren Widersprüchen wäre bereits ein Fortschritt.

Text

urheberrechtlich geschützt

8.5.2026

_

_

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.