RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
feinschwarz

feinschwarz

Keine Beruhigungspillen! Ein Aufruf zur synodalen Übernahme von Verantwortung

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Synodale Weg muss mutige Reformen durchsetzen, ohne Kompromisse bei Menschenrechten und Geschlechtergerechtigkeit einzugehen – und alle Gläubigen müssen sich ihrer Verantwortung für systemische Veränderungen stellen, nicht nur Hierarchie und Vatikan.

Products

Der Artikel dokumentiert eine progressive Eskalation der Vertrauenskrise in der katholischen Kirche: Zunächst wurde durch die MHG-Studie das Bild des Priestertums beschädigt, dann folgte die Krise des Bischofsamtes, schließlich das des Papstamtes. Die Autoren fordern, dass diese fortschreitende Vertrauenserosion nicht auch noch das Gottesbild selbst erfasst. Dazu seien mutige, tabubrechende Schritte notwendig – ohne Angst vor römischer Ablehnung, Spaltung oder Widerstand von Traditionalisten. Die rote Linie liege klar bei der Verteidigung der Menschenrechte: Kirchliche Lehrinhalte, die der Menschenrechtscharta widersprechen und sexistisch oder homophob wirken, müssten geändert werden, da sie dem Evangelium selbst zuwiderlaufen. Zentral ist die These der „systemischen Verstrickung aller": Nicht nur Täter und jene, die Missbrauch vertuschten, tragen Verantwortung, sondern alle Gläubigen – ähnlich wie die deutsche Gesellschaft für die Nazi-Verbrechen. Diese geteilte Verantwortung ohne persönliche Schuld erfordert von jedem Einzelnen eine Bewusstseins- und Verhaltensänderung sowie den Mut, unbequeme Wahrheiten auszusprechen und bei den Opfern zu stehen. Der Erfolg des Synodalen Wegs sollte nicht allein an beschlossenen Texten gemessen werden, sondern daran, dass Diskrepanzen benannt, ehrlich gestritten und Spannungen ausgehalten werden – auch wenn einzelne Beschlüsse scheitern.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.