„Die Erfindung des Marktes und die Märkte des 21. Jahrhunderts“ Den Markt, wie er als Modell in den Wirtschaftswissenschaften gelehrt wird, gibt es in der Praxis nicht, vielmehr ist jeder Markt anders und sozial mithilfe von Regeln und Gesetzen gestaltet. In dem Buch „Die Erfindung des Marktes“ beschreibt die Sozialphilosophin Lisa Herzog die ideengeschichtliche Entwicklung des Marktes in Bezug auf Adam Smith und GWF Hegel. Beide sehen den Markt im Kontext ihrer jeweiligen Vorstellung von Staat und Gesellschaft.
Das Video ist eine Podcastfolge aus der Reihe Haus am Dom, in der eine Diskussion über die Erfindung des Marktes und die Gestaltung von Märkten im 21 Jahrhundert geführt wird. Im Mittelpunkt stehen Beiträge der Philosophin Lisa Herzog, des Soziologen Philipp Staab und des Theologen Johannes Hoffmann. Die Diskussion beleuchtet die historische Entwicklung von Marktvorstellungen, etwa bei Adam Smith und Georg Wilhelm Friedrich Hegel, und zeigt, dass Märkte keine naturgegebenen Strukturen sind, sondern von Menschen gestaltet werden. Zugleich wird kritisch auf aktuelle Entwicklungen geschaut, insbesondere auf den digitalen Kapitalismus, in dem große Konzerne Märkte dominieren und Macht konzentrieren. Weitere Themen sind soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Gemeinwohlorientierung und mögliche Zukunftsmodelle wie Grundeinkommen oder Jobgarantien.