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Katholische Akademie Rabanus Maurus

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Die Erfindung des Marktes und die Märkte des 21. Jahrhunderts

Veröffentlichung:18.12.2020

„Die Erfindung des Marktes und die Märkte des 21. Jahrhunderts“ Den Markt, wie er als Modell in den Wirtschaftswissenschaften gelehrt wird, gibt es in der Praxis nicht, vielmehr ist jeder Markt anders und sozial mithilfe von Regeln und Gesetzen gestaltet. In dem Buch „Die Erfindung des Marktes“ beschreibt die Sozialphilosophin Lisa Herzog die ideengeschichtliche Entwicklung des Marktes in Bezug auf Adam Smith und GWF Hegel. Beide sehen den Markt im Kontext ihrer jeweiligen Vorstellung von Staat und Gesellschaft.

Das Video ist eine Podcastfolge aus der Reihe Haus am Dom, in der eine Diskussion über die Erfindung des Marktes und die Gestaltung von Märkten im 21 Jahrhundert geführt wird. Im Mittelpunkt stehen Beiträge der Philosophin Lisa Herzog, des Soziologen Philipp Staab und des Theologen Johannes Hoffmann. Die Diskussion beleuchtet die historische Entwicklung von Marktvorstellungen, etwa bei Adam Smith und Georg Wilhelm Friedrich Hegel, und zeigt, dass Märkte keine naturgegebenen Strukturen sind, sondern von Menschen gestaltet werden. Zugleich wird kritisch auf aktuelle Entwicklungen geschaut, insbesondere auf den digitalen Kapitalismus, in dem große Konzerne Märkte dominieren und Macht konzentrieren. Weitere Themen sind soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Gemeinwohlorientierung und mögliche Zukunftsmodelle wie Grundeinkommen oder Jobgarantien.

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Didaktisch kann die Podcastfolge genutzt werden, um die Einsicht zu fördern, dass wirtschaftliche Systeme nicht neutral sind, sondern von Wertvorstellungen geprägt werden. Ein möglicher Einstieg besteht darin, zentrale Aussagen der Diskussion hörend zu erschließen und erste Eindrücke zu sammeln: Welche Vorstellungen von Markt und Mensch werden deutlich? Anschließend können Lernende in Gruppen einzelne Positionen herausarbeiten und miteinander vergleichen. Besonders fruchtbar ist die Verbindung zu sozialethischen Grundprinzipien wie Personalität, Solidarität und Subsidiarität, die sich gut aus den Aussagen von Johannes Hoffmann ableiten lassen. Methodisch eignet sich eine strukturierte Debatte, in der Lernende unterschiedliche Rollen übernehmen, etwa Vertreter wirtschaftlicher Freiheit, sozialer Gerechtigkeit oder ökologischer Verantwortung. Ebenso kann ein Transfer zu biblischen Perspektiven erfolgen, beispielsweise zu Fragen nach Gerechtigkeit, Umgang mit Besitz oder Verantwortung für die Schöpfung. Kreative Aufgaben können darin bestehen, eigene Modelle eines gerechten Wirtschaftssystems zu entwerfen oder kurze Stellungnahmen zu formulieren, wie Märkte dem Gemeinwohl dienen können. Wichtig ist dabei, die Komplexität der Thematik nicht zu reduzieren, sondern Lernende dazu zu befähigen, unterschiedliche Perspektiven wahrzunehmen und begründet zu urteilen. Das Medium unterstützt so die Entwicklung ethischer Urteilsfähigkeit und zeigt, dass religiöse Bildung auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Fragen einschließt.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 5. Anfragen an die Katholische Soziallehre und Moraltheologie.

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