Das kurze Animationsvideo erzählt das Gleichnis von der beharrlichen Witwe und dem ungerechten Richter. Im Mittelpunkt steht Edith, eine Witwe, die in einer Zeit lebt, in der Frauen ohne Ehemann nur wenige Rechte besitzen und gesellschaftlich oft benachteiligt werden. Nachdem sie von einem Nachbarn um eine große Geldsumme betrogen wurde, sucht sie Hilfe bei einem Richter. Dieser Richter kümmert sich weder um Gott noch um die Menschen und weist Edith immer wieder ab. Doch die Witwe gibt nicht auf. Tag für Tag erscheint sie vor dem Richter und fordert Gerechtigkeit. Schließlich gibt der Richter ihrem Anliegen nach und verschafft ihr das Recht, das ihr zusteht. Jesus erzählt dieses Gleichnis, um die Beharrlichkeit der Witwe hervorzuheben und seine Zuhörer zu ermutigen, im Gebet nicht aufzugeben. Wenn sogar ein ungerechter Richter schließlich handelt, dann können Menschen erst recht darauf vertrauen, dass Gott ihre Anliegen hört und ihnen mit Liebe und Gerechtigkeit begegnet.
Lukas 18,1-8
1 Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten und nicht laß werden solle, (1. Thessalonicher 5.17) 2 und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der fürchtete sich nicht vor Gott und scheute sich vor keinem Menschen. 3 Es war aber eine Witwe in dieser Stadt, die kam zu ihm und sprach: Rette mich von meinem Widersacher! 4 Und er wollte lange nicht. Darnach aber dachte er bei sich selbst: Ob ich mich schon vor Gott nicht fürchte noch vor keinem Menschen scheue, 5 dieweil aber mir diese Witwe so viel Mühe macht, will ich sie retten, auf daß sie nicht zuletzt komme und betäube mich. (Lukas 11.7-8) 6 Da sprach der HERR: Höret hier, was der ungerechte Richter sagt! 7 Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er's mit ihnen verziehen? 8 Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze. Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinst du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden?
Luther 1912