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Nahost: Der ausweglose Konflikt

Veröffentlichung:6.12.2022

Wem gehört Palästina? Diese Frage hört man seit dem aktuellen Krieg in Gaza immer wieder. Allerdings lässt sich die Frage nicht beantworten, da es weder einen historisch zu begründenden Anspruch der Palästinenser noch einen der Juden auf das gesamte Palästina gibt. Die immer wieder gestellte Frage „Wem gehört Palästina?“ ist also strenggenommen unsinnig, konstatiert der Orientalisten und Nahost-Experte Daniel Gerlach, so als müsse man nur weit genug zurückgehen, um einen Besitzanspruch zu ermitteln.

In diesem Video setzt sich der Nahostexperte Daniel Gerlach mit der häufig gestellten Frage „Wem gehört Palästina?“ auseinander und zeigt, weshalb diese Fragestellung historisch und politisch nur begrenzt weiterführt. Statt nach einem vermeintlichen Eigentümer des Landes zu suchen, lenkt das Video den Blick auf die sogenannte Palästinafrage: Wie kann das Gebiet zwischen Mittelmeer und Jordan so gestaltet werden, dass sowohl die jüdische als auch die arabische Bevölkerung frei, sicher und selbstbestimmt leben können? Der Autor erläutert die historische Entwicklung des Begriffs Palästina, die Entstehung der palästinensischen Identität, die jüdische Einwanderung im Zuge des Zionismus, die Zeit des britischen Mandats sowie die Entstehung des Staates Israel. Darüber hinaus werden zentrale Stationen des Nahostkonflikts wie der Teilungsplan der Vereinten Nationen, die Kriege von 1948 und 1967, die Intifadas, der Oslo Friedensprozess und aktuelle Entwicklungen eingeordnet. Das Video zeichnet dabei die komplexen politischen, historischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge nach und verdeutlicht, wie die ursprüngliche Palästinafrage im Laufe der Jahrzehnte immer wieder von regionalen und globalen Konflikten überlagert wurde.

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Für den Religionsunterricht bietet das Video zahlreiche didaktische Anknüpfungspunkte. Es eignet sich besonders für die Sekundarstufe I und II, wenn historische, politische und religiöse Dimensionen des Nahostkonflikts behandelt werden. Aufgrund seiner differenzierten Darstellung kann das Video als Einführung in eine Unterrichtsreihe oder als Vertiefung bereits vorhandener Kenntnisse eingesetzt werden. Methodisch empfiehlt sich zunächst eine Sammlung von Vorwissen und spontanen Assoziationen zur Frage „Wem gehört Palästina?“. Nach der Sichtung können die Lernenden die zentrale These des Videos analysieren und diskutieren, warum Besitzansprüche allein keine Lösung für den Konflikt darstellen. Besonders gewinnbringend ist die Arbeit mit Zeitstrahlen, Karten und Schaubildern, um die historischen Entwicklungen nachvollziehbar zu machen. Im Religionsunterricht können zudem die religiösen Bezüge zur Region untersucht werden. Jerusalem als heiliger Ort für Judentum, Christentum und Islam eröffnet die Möglichkeit, Fragen nach religiöser Identität, Zusammenleben und Friedensverantwortung zu thematisieren. Darüber hinaus bietet das Video einen geeigneten Ausgangspunkt für multiperspektivisches Lernen. Unterschiedliche Narrative, Erfahrungen und Interessen der beteiligten Gruppen können analysiert und miteinander verglichen werden. Die Lernenden üben dabei Perspektivwechsel, historische Urteilsbildung und die Fähigkeit, komplexe Konflikte differenziert zu betrachten. Im Sinne des Beutelsbacher Konsenses sollte dabei deutlich werden, dass historische und politische Fragen selten einfache Antworten zulassen. Denkbar sind Gruppenarbeiten zu verschiedenen historischen Phasen, Debatten zur Zwei Staaten Lösung, die Analyse aktueller Friedensinitiativen oder die Entwicklung eigener Friedensperspektiven aus religiöser und ethischer Sicht. Das Video fördert somit historisches Lernen, politische Bildung, interreligiöses Lernen und friedensethische Reflexion gleichermaßen.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 2. Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit – eine Herausforderung an die Christen.

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