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Lieblingsfach Religion

Lieblingsfach Religion

Kirche im Nationalsozialismus

Veröffentlichung:27.5.2022

In der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland hatten die Kirchen eine schwierige Position. Wie sollte man von der Freiheit predigen, wenn man in einem unfreien System lebte, welches sich mit Gewalt durchzusetzen versuchte?

Das Medium gibt einen Überblick über das Verhältnis der christlichen Kirchen zum Nationalsozialismus in Deutschland. Es zeigt die unterschiedlichen Reaktionen der evangelischen und der katholischen Kirche auf die Machtübernahme Adolf Hitlers im Jahr 1933 und erläutert, weshalb Teile der evangelischen Kirche dem Nationalsozialismus zunächst positiv gegenüberstanden, während die katholische Kirche ihm mit größerer Skepsis begegnete. Zugleich wird deutlich, dass es innerhalb beider Kirchen sowohl Anpassung als auch Widerstand gab. Das Medium stellt die Bewegung der Deutschen Christen und die Bekennende Kirche vor und thematisiert die Versuche des NS Regimes, die Kirchen zu kontrollieren und ihren Einfluss zurückzudrängen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Person Dietrich Bonhoeffer, der aus christlicher Überzeugung Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur leistete und dafür schließlich sein Leben verlor. Insgesamt verdeutlicht das Medium die Spannungen zwischen christlichem Glauben, politischer Macht und persönlicher Gewissensverantwortung in einer Zeit von Unterdrückung und Verfolgung.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium besonders für Unterrichtseinheiten zu Kirche und Nationalsozialismus, Gewissen, Verantwortung, Widerstand und christlicher Ethik. Die Lernenden können zunächst die unterschiedlichen Positionen der evangelischen und katholischen Kirche analysieren und herausarbeiten, weshalb sich viele Christinnen und Christen dem Regime anpassten, während andere Widerstand leisteten. Besonders gewinnbringend ist die Frage nach den Handlungsmöglichkeiten von Menschen in Diktaturen. Anhand der Bekennenden Kirche und der Biografie Dietrich Bonhoeffers können die Lernenden untersuchen, wie christlicher Glaube zu politischem und gesellschaftlichem Engagement motivieren kann. Methodisch bietet sich eine arbeitsteilige Gruppenarbeit an, bei der verschiedene Akteure wie Deutsche Christen, Bekennende Kirche, katholische Kirche und NS Staat untersucht und ihre Positionen verglichen werden. Ebenso eignen sich Rollenspiele, Debatten, Quellenanalysen, biografisches Lernen und ethische Fallanalysen. Die Lernenden können darüber hinaus reflektieren, welche Bedeutung Gewissen, Zivilcourage und Verantwortung heute besitzen und wie Menschen auf Diskriminierung, Ausgrenzung und menschenverachtende Ideologien reagieren sollten. Das Medium ermöglicht eine Verbindung von historischem Lernen und ethischer Urteilsbildung und trägt dazu bei, demokratische Werte, Menschenrechte und religiöse Verantwortung zu stärken. Besonders in der Oberstufe kann zudem die Frage diskutiert werden, ob und wann Widerstand gegen staatliche Autorität aus religiöser Perspektive gerechtfertigt ist. Dadurch eröffnet das Medium wichtige Zugänge zur politischen Bildung, zur Erinnerungskultur und zur Auseinandersetzung mit der Verantwortung von Religion in gesellschaftlichen Krisenzeiten.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.3. Juden und Christen – eine leidvolle Geschichte. Geschwister im Glauben.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Das Reichskonkordat (20. Juli 1933) – „Maulkorb“ oder Rechtssicherheit für die katholische Kirche?
  • Die Enzyklika „Mit brennender Sorge“ - Papst Pius XI

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