RU-digitalRU-digital-logo
Uni Auditorium - Wissen online

Uni Auditorium - Wissen online

Worin besteht das Glück?

Veröffentlichung:25.10.2016

Das Video vertieft die Frage nach dem Ziel ethischen Handelns und stellt die aristotelische Vorstellung vom Glück als höchstem Ziel menschlichen Lebens vor. Dabei werden verschiedene Möglichkeiten diskutiert, worin dieses Glück bestehen könnte. Genannt werden ein Leben der Lust und des Genusses, ein Leben der öffentlichen Anerkennung und des gesellschaftlichen Erfolgs sowie ein Leben der Betrachtung, Wissenschaft und Philosophie. Besonders ausführlich wird die aristotelische Idee erläutert, dass das höchste Glück in der theoretischen Betrachtung der Wirklichkeit liegt. Darüber hinaus zeigt das Video, wie diese Überlegungen im Mittelalter von Thomas von Aquin aufgegriffen und theologisch weiterentwickelt wurden. Für Thomas findet das vollkommene Glück seine Erfüllung erst in der unmittelbaren Gottesbegegnung nach dem Tod. Im zweiten Teil des Videos wird die Kritik Immanuel Kants vorgestellt. Kant lehnt eine Ethik ab, die sich am Glück orientiert, weil Vorstellungen von Glück von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind und deshalb keine allgemeingültige Grundlage für moralische Urteile bilden können. Das Video verdeutlicht damit den grundlegenden Unterschied zwischen antiken und modernen Auffassungen von Ethik.

PHILOSOPHISCHE ETHIK

Das menschliche Leben ist eine Abfolge von Entscheidungen. Der Mensch steht daher unausweichlich vor der Frage nach dem richtigen Handeln. Hier sucht die Ethik nach einer begründeten Antwort. Kriterium des richtigen Handels ist die Selbstzwecklichkeit des Menschen. Verantwortbar ist ein Handeln, das den berechtigten Anspruch der Betroffenen auf ihr Glück und die dazu erforderlichen Güter und Rechte respektiert.

WONACH FRAGT DIE PHILOSOPHISCHE ETHIK?

Die beiden klassischen Antworten in der Geschichte der Philosophie lauten: (a) sie fragt nach dem Glück; das ist die Antwort der Antike (Aristoteles). Dagegen ist einzuwenden: Das Glück ist eine subjektive Größe. Jeder muss nach seiner eigenen Fasson glücklich werden. (b) Sie fragt, was wir tun sollen; das ist die Antwort der Moderne (Kant). Dagegen stehen die Einwände Nietzsches und der Soziobiologie.

Eine Vorlesungsreihe in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Philosophie, München.


Products

Für den Religionsunterricht bietet das Video zahlreiche Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit Fragen nach Glück, Sinn, Lebenszielen und moralischer Orientierung. Die Lernenden können zunächst eigene Vorstellungen von Glück sammeln und reflektieren, welche Faktoren für sie zu einem gelungenen Leben gehören. Anschließend lassen sich die drei von Aristoteles beschriebenen Lebensformen miteinander vergleichen und auf heutige Lebenswelten übertragen. Dabei können aktuelle Beispiele aus den Bereichen Konsum, Karriere, soziale Medien, Wissenschaft oder persönliches Engagement einbezogen werden. Besonders gewinnbringend ist die Diskussion darüber, ob Glück eine individuelle Angelegenheit ist oder ob es allgemeine Merkmale eines gelungenen Lebens gibt. Die Gegenüberstellung von Aristoteles, Thomas von Aquin und Immanuel Kant ermöglicht zudem einen Einblick in unterschiedliche philosophische und religiöse Menschenbilder. Methodisch eignen sich philosophische Gespräche, Partnerinterviews, Positionierungsspiele, Diskussionen sowie die Arbeit mit Dilemmata und Fallbeispielen. Im theologischen Kontext eröffnet das Medium die Möglichkeit, christliche Vorstellungen von Glück, Erlösung, Gottesgemeinschaft und Lebenssinn zu thematisieren. Die Lernenden können untersuchen, inwiefern religiöse Überzeugungen Einfluss auf die Frage haben, was ein erfülltes Leben ausmacht. Das Video fördert die ethische Urteilsbildung, die Selbstreflexion und die Fähigkeit, unterschiedliche Vorstellungen vom guten Leben kritisch zu vergleichen und zu bewerten.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 7. Wie sollen/wollen wir leben?.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 5. Hoffnungen, Visionen, Entwürfe, Utopien.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.