RU-digitalRU-digital-logo
Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Aristoteles III: Zweite Philosophie - Was uns gut leben lässt

Veröffentlichung:4.9.2020

Das Video führt in die praktische Philosophie des Aristoteles ein und stellt zentrale Gedanken seiner Ethik und politischen Philosophie vor. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein gelingendes Leben möglich ist und welche Orientierung Menschen für ihr Handeln benötigen. Aristoteles versteht Philosophie hier nicht als bloßes Wissen, sondern als Anleitung zur Lebensführung. Das Video erläutert sein Konzept der Glückseligkeit als Ziel des menschlichen Lebens sowie die Bedeutung der Tugenden als eingeübte Haltungen. Besonderes Gewicht erhält die Lehre von der Mitte, nach der tugendhaftes Handeln zwischen schädlichen Extremen liegt. Darüber hinaus werden die Bedeutung von Freundschaft, Charakterbildung und politischer Gemeinschaft dargestellt. Aristoteles zeigt den Menschen als ein Wesen, das auf Gemeinschaft angewiesen ist und sein Leben nur im Miteinander mit anderen sinnvoll gestalten kann. Die politische Gemeinschaft erscheint dabei als Raum gemeinsamer Verantwortung und gemeinsamer Suche nach dem Gemeinwohl.

Dem Wissen um zu wissen, setzte Aristoteles das Wissen, um zu handeln an die Seite. Es ist Sache der Ethik und in der Rahmung Politik. Hier entwickelte er die bleibenden Maßstäbe von Mitte und Maß, die sich allerdings nicht arithmetisch-mathematisch definieren lassen, sondern Erfahrung und Einsicht erfordern: Phronesis und ein Ethos wie in der sicheren Übung. Noch immer unerlässliche Maßgaben, um das Glück nicht mit Sicherheit zu verfehlen. Denn seine Bedingung ist der Bios, die Lebensform, nicht nur die augenblickliche Lust (hedone).


Products

Das Video eignet sich in besonderer Weise für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II und eröffnet zahlreiche Anknüpfungspunkte zu Fragen nach Glück, gelingendem Leben, Verantwortung, Gemeinschaft und ethischer Orientierung. Lernende können zunächst eigene Vorstellungen von Glück reflektieren und diese mit dem aristotelischen Verständnis der Glückseligkeit vergleichen. Dabei wird deutlich, dass Aristoteles nicht kurzfristige Bedürfnisse oder angenehme Gefühle in den Mittelpunkt stellt, sondern die langfristige Gestaltung eines guten Lebens. Methodisch bieten sich Wertelinien, philosophische Gespräche oder biografische Reflexionen an, in denen Lernende zentrale Lebensziele diskutieren. Die Tugendlehre ermöglicht darüber hinaus die Arbeit mit konkreten Alltagssituationen. Lernende können untersuchen, wie sich Tugenden wie Großzügigkeit, Mut oder Besonnenheit zwischen gegensätzlichen Extremen bewegen und welche Bedeutung diese Orientierung für heutige Lebenswelten besitzt. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit religiösen Fragestellungen, etwa dem christlichen Verständnis eines gelingenden Lebens oder der Bedeutung von Charakterbildung und Verantwortung. Die Ausführungen zur Freundschaft bieten vielfältige Möglichkeiten, über Vertrauen, Beziehungen, Gemeinschaft und soziale Verantwortung nachzudenken. Im Bereich der politischen Philosophie eröffnet das Video Zugänge zu Fragen von Demokratie, Gemeinwohl und gesellschaftlicher Teilhabe. Lernende können diskutieren, welche Verantwortung Bürgerinnen und Bürger für das Zusammenleben tragen und wie unterschiedliche Interessen in einer Gemeinschaft ausgeglichen werden können. Das Medium fördert ethische Urteilsbildung, Selbstreflexion und die Fähigkeit, philosophische Einsichten auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu beziehen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 1. Grundzüge christlicher Moral im Kontext philosophischer Ethik.

12.2 / 7. Wie sollen/wollen wir leben?.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.