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Kirche in Not

Kirche in Not

Allerheiligen

Veröffentlichung:31.8.2021

Das Video erläutert die Bedeutung der Feste Allerheiligen, Allerseelen und Halloween aus christlicher und kulturgeschichtlicher Perspektive. Im Gespräch mit dem Brauchtumsforscher Manfred Becker Huberti werden die Ursprünge und die religiöse Bedeutung der Heiligenverehrung erklärt. Darüber hinaus wird die Verbindung zwischen dem Gedenken an die Heiligen und dem Erinnern an die Verstorbenen aufgezeigt. Das Video beschreibt die christliche Hoffnung auf die Gemeinschaft der Lebenden und der Verstorbenen, erklärt verschiedene Bräuche wie Gräberbesuch, Gräberlicht und Grabschmuck und setzt sich mit der Entstehung und heutigen Bedeutung von Halloween auseinander. Dabei wird deutlich, dass Halloween ursprünglich eng mit dem Vorabend von Allerheiligen verbunden war, heute jedoch vor allem kommerziell geprägt ist.

Am Fest Allerheiligen gedenkt die Kirche all jener, die als Glaubenszeugen, als unsere Fürsprecher und Vorbilder bei Christus sind und Anteil an seiner Herrlichkeit haben. Die meisten von uns verbinden mit diesem Fest aber zumeist den Beginn des „Totenmonats“ November und den Besuch der Gräber unserer lieben Verstorbenen. Wie das zusammenhängt, erläutert der Brauchtumsforscher Manfred Becker-Huberti.


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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht in den Klassen fünf bis zehn und kann sowohl im Themenbereich Heilige als Vorbilder als auch in den Unterrichtseinheiten Tod und Hoffnung, Christliche Feste oder Brauchtum und Tradition eingesetzt werden. Das Video vermittelt grundlegendes Wissen über die Entstehung und Bedeutung von Allerheiligen und Allerseelen und fördert zugleich das Verständnis für christliche Glaubensvorstellungen über Leben, Tod und Auferstehung.

Zu Beginn bietet sich eine Aktivierung des Vorwissens an. Die Lernenden können Begriffe wie Allerheiligen, Allerseelen, Halloween, Friedhof oder Heilige sammeln und ihre bisherigen Vorstellungen austauschen. Während des Videos können Leitfragen bearbeitet werden, damit wichtige Inhalte gezielt erfasst werden. Anschließend eignet sich eine gemeinsame Auswertung, bei der Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen christlichen Traditionen und heutigen gesellschaftlichen Bräuchen herausgearbeitet werden.

Das Video eröffnet zahlreiche Gesprächsanlässe über den Umgang mit Tod, Erinnerung und Hoffnung. Die Lernenden können eigene Erfahrungen mit Friedhofsbesuchen oder familiären Gedenktraditionen einbringen und diese mit den dargestellten christlichen Bräuchen vergleichen. Ebenso bietet sich eine kritische Auseinandersetzung mit Halloween an. Dabei können die Lernenden untersuchen, welche religiösen Wurzeln das Fest besitzt und welche Bedeutung kommerzielle Interessen heute haben. Eine arbeitsteilige Gruppenarbeit ermöglicht es, einzelne Themen wie Heiligenverehrung, Allerseelen, Friedhofsbräuche oder Halloween zu vertiefen und die Ergebnisse anschließend zu präsentieren. Kreative Aufgaben wie das Gestalten einer Gedenkkerze, das Verfassen eines Briefes an einen verstorbenen Menschen oder die Erstellung eines Vergleichsplakates fördern eine persönliche und lebensweltliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Das Medium verbindet religiöses Lernen mit kultureller Bildung und unterstützt die Entwicklung von Urteilsfähigkeit sowie die Reflexion über christliche Hoffnungsbilder.


Fest Allerheiligen

Im Zentrum der Sendung steht das Fest Allerheiligen, das die Kirche am 1. November feiert. Es erinnert an alle Heiligen, auch an jene, die nicht namentlich bekannt sind. Das Fest soll also niemanden ausschließen und verdeutlicht die Verbindung der Kirche mit allen, die bei Gott sind.

Heiligenverehrung ist im katholischen und orthodoxen Christentum stark ausgeprägt, da Heilige als Menschen gelten, die Anteil an Gottes Herrlichkeit haben und für die Gläubigen Fürsprecher sein können. Sie bilden eine Brücke zwischen Himmel und Erde – sichtbar durch Reliquien, unsichtbar durch Gebet und Erinnerung. Heilige sind nicht perfekt geboren, sondern Menschen mit Brüchen, die durch ihr Leben zur Heiligkeit gelangten.

Allerheiligen steht in enger Verbindung mit Allerseelen (2. November), dem Gedenktag für alle Verstorbenen, auch die nicht als Heilige gelten. Beide Feste betonen die Gemeinschaft zwischen Lebenden, Toten und zukünftigen Generationen. Das Grab wird zum zentralen Ort der Erinnerung – durch Blumen, Lichter und Begegnung zeigt man: „Wir haben euch nicht vergessen.“

Der Volkskundler Manfred Becker-Huberti erläutert auch den Ursprung von Halloween, dem „All Hallows Evening“, dem Vorabend von Allerheiligen. Ursprünglich religiös geprägt, wurde es in den USA kommerzialisiert – aus der Sage um „Jack O’Lantern“ entstand der Kürbisbrauch. Heute steht Halloween häufig für Konsum und Gruselspaß, verliert dabei aber seine spirituelle Tiefe. Becker-Huberti plädiert für ein bewusstes Hinterfragen: Welche Rolle spielen die Toten heute für uns?

Er betont, dass die christliche Erinnerungskultur – besonders zu Allerheiligen – Trost, Gemeinschaft und Verantwortung über den Tod hinaus vermitteln kann.


Fragestellungen mit Antworten


Warum gibt es das Fest Allerheiligen, obwohl jede heilige Person einen eigenen Gedenktag hat?

Das Fest Allerheiligen erinnert an alle Heiligen, auch an jene, deren Namen und Gedenktage nicht bekannt sind. So werden alle Menschen geehrt, die nach christlichem Glauben bei Gott sind.


Was versteht die katholische Kirche unter Heiligen?

Heilige sind Menschen, die in ihrem Leben in besonderer Weise nach dem Evangelium gelebt haben und nun in der Gemeinschaft mit Gott sind. Sie gelten als Vorbilder des Glaubens und als Fürsprecher für die Menschen.


Was unterscheidet Allerheiligen von Allerseelen?

An Allerheiligen werden alle Heiligen gefeiert. An Allerseelen wird der Verstorbenen gedacht und für sie gebetet. Beide Feste gehören zusammen, haben jedoch unterschiedliche Schwerpunkte.


Welche Bedeutung haben Friedhofsbesuche und Gräberlichter?

Sie drücken die Verbundenheit mit den Verstorbenen aus. Das Licht steht als Zeichen der Hoffnung auf das ewige Leben und erinnert an Christus als Licht der Welt.


Warum schmücken Menschen Gräber mit Blumen?

Blumen sind ein Zeichen des Lebens, der Hoffnung und der Erinnerung. Sie bringen zum Ausdruck, dass die Verbindung zu den Verstorbenen bestehen bleibt.


Welche christliche Hoffnung kommt im Video zum Ausdruck?

Das Video betont die Gemeinschaft der Lebenden und der Verstorbenen. Nach christlichem Glauben endet das Leben nicht mit dem Tod, sondern findet seine Vollendung bei Gott.


Woher stammt Halloween ursprünglich?

Halloween entwickelte sich aus dem Vorabend von Allerheiligen. Der Name bedeutet ursprünglich Abend vor Allerheiligen und hat christliche Wurzeln.


Warum wird Halloween heute häufig anders gefeiert als früher?

Heute steht Halloween vielfach im Zeichen von Unterhaltung, Verkleidung und Kommerz. Die ursprüngliche religiöse Bedeutung ist häufig in den Hintergrund getreten.


Wie kann Halloween im Religionsunterricht thematisiert werden?

Halloween kann als Anlass genutzt werden, um über Tod, Hoffnung, christliche Feste und die Unterschiede zwischen religiöser Tradition und kommerzieller Vermarktung ins Gespräch zu kommen.


Welche Kompetenzen können die Lernenden durch das Video erwerben?

Die Lernenden erweitern ihr Wissen über christliche Feste und Bräuche, verstehen die Bedeutung der Heiligenverehrung, reflektieren den Umgang mit Tod und Erinnerung und setzen sich kritisch mit gesellschaftlichen Entwicklungen rund um Halloween auseinander.

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