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Uwe Stamer

Uwe Stamer

Leiden und Sterben I

Veröffentlichung:7.7.2025

Das Unterrichtsmodul „Leiden und Sterben I“ behandelt die Passionsgeschichte Jesu als einen zentralen Bestandteil des christlichen Glaubens. Im Mittelpunkt stehen die letzten Tage Jesu in Jerusalem, das letzte Mahl, die Gefangennahme, das Verhör sowie die Ereignisse bis zur Kreuzigung. Das Modul erschließt die neutestamentlichen Berichte unter historischen, theologischen und bibelwissenschaftlichen Gesichtspunkten und eröffnet Zugänge zu den Fragen nach Schuld, Verrat, Leid, Gewalt und Hoffnung. Die Lernenden setzen sich mit den biblischen Texten auseinander und gewinnen Einblicke in die Bedeutung der Passion Jesu für das christliche Glaubensverständnis und für gegenwärtige Erfahrungen menschlichen Leidens.

Das Modul „Leiden und Sterben (I)“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II und bietet einen historisch-biographischen Zugang zur Passion Jesu. Um der theologischen und didaktischen Komplexität des Themas gerecht zu werden, ist das Material bewusst aufgeteilt: Dieses Modul legt den Fokus auf die historischen und politischen Zusammenhänge im Umfeld von Jesu Verhaftung, Prozess und Hinrichtung, während ein ergänzendes Modul die theologische Deutung vertieft.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der gymnasialen Oberstufe und bietet vielfältige Möglichkeiten für einen kompetenzorientierten und lebensweltbezogenen Unterricht. Die Materialien ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung mit den Evangelien und fördern sowohl die historische Einordnung als auch die theologische Deutung der Passionsgeschichte. Die Lernenden analysieren die biblischen Texte, vergleichen die Darstellungen der Evangelien und reflektieren unterschiedliche Perspektiven auf die Ereignisse. Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit und moderierte Unterrichtsgespräche schaffen Raum für eigenständige Erschließung und gemeinsame Reflexion. Kreative Methoden wie szenisches Lesen, Rollenspiel, Bildbetrachtung, kreatives Schreiben oder die Analyse von Kunstwerken zur Passion vertiefen das Textverständnis und eröffnen emotionale sowie kognitive Zugänge. Darüber hinaus bietet das Modul zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche über Leid, Schuld, Verantwortung, Vergebung, Gewalt und Hoffnung in der heutigen Lebenswelt. Die Verbindung von Bibelarbeit, theologischer Reflexion und ethischer Orientierung unterstützt die Entwicklung von Deutungskompetenz, Empathie, Urteilsfähigkeit und der Fähigkeit, biblische Aussagen mit aktuellen gesellschaftlichen und persönlichen Fragestellungen in Beziehung zu setzen.

Im Zentrum steht die Frage nach den realgeschichtlichen Gegebenheiten rund um Jesu Tod: Wer trug Verantwortung – die römische Besatzungsmacht oder die jüdischen Autoritäten? Welche Rolle spielten Pontius Pilatus und Judas Iskariot? Wie ist die Kreuzigung als Strafmaßnahme einzuordnen? Solche Fragen werden nicht einfach beantwortet, sondern eröffnen ein forschendes, multiperspektivisches Lernen. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten wesentliche Inhalte durch eigene Recherche, etwa in Form einer virtuellen Jerusalem-Exkursion mit Hilfe von Bildern und digitalen Karten. Dabei entdecken sie Orte der Passion – wie den herodianischen Tempel, den Tempelberg oder den mutmaßlichen Ort von Golgatha – als reale, historisch greifbare Schauplätze.

Ein weiterer Baustein des Moduls ist die differenzierte Auseinandersetzung mit Schuldzuweisungen im Passionstext – etwa im Rahmen einer kooperativ erarbeiteten Präsentation (GFS) oder als Meinungsumfrage in Schule und Öffentlichkeit. Diese Methode sensibilisiert nicht nur für die Wirkungsgeschichte antijüdischer Deutungen, sondern fördert auch historisches und theologisches Urteilsvermögen. Gleichzeitig wird vermittelt, dass die Passionstexte nicht primär historische Berichte sind, sondern aus einem kerygmatischen Interesse heraus verfasst wurden: Im Vordergrund steht nicht die historische Korrektheit, sondern die Verkündigung des Glaubens an den leidenden Christus.

Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern ein solides Basiswissen über die Passion zu vermitteln und ihnen eine kritische, reflektierte Haltung gegenüber der biblischen Überlieferung zu ermöglichen. Dabei lernen sie, die biblischen Texte sowohl in ihrem historischen als auch in ihrem theologischen Aussagewert zu verstehen – ein zentraler Schritt zur religiösen Mündigkeit.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.4 Vom Tod zum Leben. Leiden, Kreuz und Auferstehung.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 7. Jesus Christus - wahrer Gott und wahrer Mensch.

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