RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
Deutsches Jugendrotkreuz

Deutsches Jugendrotkreuz

Lebensraum Schule

Veröffentlichung:1.1.2008

Die Unterrichtseinheit „Lebensraum Schule – Methoden und Perspektiven für ein gutes Schulklima“ mit 36 Seiten umfasst insgesamt 26 Materialien. Das Materialpaket ist Teil der internationalen JRK-Kampagne „Deine Stärken. Deine Zukunft. Ohne Druck!“. Ziel ist es, Lernende für ihre eigenen Fähigkeiten zu sensibilisieren, die Bedeutung eines positiven Schulklimas zu erkennen und aktiv zur Verbesserung des Miteinanders beizutragen.

Das Unterrichtsmaterial Lebensraum Schule. Methoden und Perspektiven für ein gutes Schulklima des Jugendrotkreuzes bietet eine umfangreiche Sammlung von Unterrichtsideen zur Förderung eines wertschätzenden und respektvollen Miteinanders in der Schule. Ausgehend von den persönlichen Erfahrungen der Lernenden werden Themen wie die eigene Einstellung zur Schule, Wünsche an eine gelingende Schule, Klassenklima, Gemeinschaft, Verantwortung, Regeln des Zusammenlebens, Konfliktlösung sowie Mitgestaltung des Schulalltags aufgegriffen. Zahlreiche Arbeitsblätter, Fragebögen, kreative Aufgaben, Rollenspiele, Reflexionsimpulse und Projekte regen dazu an, Schule als gemeinsamen Lebensraum wahrzunehmen und aktiv mitzugestalten. Ziel des Materials ist es, soziale Kompetenzen zu stärken, demokratische Teilhabe zu fördern und gemeinsam Perspektiven für ein positives Schulklima zu entwickeln.

Products

Das Medium eignet sich besonders für den Einsatz im Religionsunterricht der Sekundarstufe, kann aber ebenso fächerübergreifend in den Bereichen Ethik, Sozialkunde oder Klassenleitung verwendet werden. Die abwechslungsreichen Methoden eröffnen vielfältige Möglichkeiten für handlungsorientiertes und kooperatives Lernen. Die Lernenden reflektieren ihre Erfahrungen, entwickeln Visionen einer gelingenden Schule, analysieren das Klassenklima mithilfe von Fragebögen oder kreativen Wetterkarten und erarbeiten gemeinsam Regeln für ein respektvolles Zusammenleben. Rollenspiele, Perspektivwechsel, Schreibanlässe, Gruppenarbeiten sowie kreative Gestaltungsaufgaben fördern Kommunikationsfähigkeit, Empathie, Konfliktfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Die Materialien eignen sich für Gesprächskreise, Projektunterricht, Klassenkonferenzen und schulische Entwicklungsvorhaben. Durch die offene Gestaltung können Aufgaben leicht differenziert und an unterschiedliche Lernvoraussetzungen angepasst werden. Im Religionsunterricht bieten sich zahlreiche Anknüpfungspunkte zu christlichen Werten wie Nächstenliebe, Achtung der Menschenwürde, Gerechtigkeit, Frieden, Solidarität, Gemeinschaft und Verantwortung für andere. Das Material unterstützt damit einen kompetenzorientierten Unterricht, der personale, soziale und ethische Kompetenzen gleichermaßen fördert und die Lernenden dazu ermutigt, ihre Schule aktiv und verantwortungsvoll mitzugestalten.


Der theoretische Einführungsteil (Seite 3–4) erläutert fünf Dimensionen des Schulklimas – Beziehungen, Erziehung/Bildung, Gerechtigkeit, Sicherheit und Zusammengehörigkeitsgefühl – und betont, dass Wertschätzung, Anerkennung und Kooperation zentrale Voraussetzungen für Lernerfolg und Wohlbefinden seien. Die Einheit unterstützt Lehrkräfte dabei, auf verschiedenen Ebenen – von der persönlichen Haltung über die Klassengemeinschaft bis hin zu schulweiten Strukturen – konkrete Verbesserungen anzustoßen.

Die Materialien sind in fünf Teile gegliedert:

Du und deine Schule (M 1.1–M 1.5) – Reflexion der eigenen Haltung zur Schule, Gestaltung einer „Traumschule“ und Auseinandersetzung mit Lehrer-Schüler-Beziehungen.

Deine Klasse und die Schule (M 2.1–M 2.9) – Übungen und Visualisierungen zum Klassenklima (z. B. Wetterkarte, Fragebogen), gemeinsames Regelwerk, Fähigkeitenreflexion und soziale Aktionsaufgaben.

Deine Stufe und die Schule (M 3.1–M 3.4) – Schulklima-AG, Schulvereinbarungen und Schülergerichte als Beteiligungsformen.

Neue Ideen für die Schulgemeinschaft (M 4.1–M 4.7) – Rituale, Schulkleidung, „Schul-Knigge“ und verbindende Aktionen.

Deine Schule und die große Politik (M 5.1–M 5.4) – Reflexion über Bildungsgerechtigkeit und internationale Vergleiche.

Ergänzt werden die Materialien durch zwei Overheadfolien und einen Unterrichtsverlauf auf Seite 27.

Das Heft bietet somit einen vollständigen, praxisorientierten Baukasten, um mit Schüler*innen über Verantwortung, Fairness und gemeinsames Lernen im Lebensraum Schule zu arbeiten.


1. Teil: Du und deine Schule


M 1.1 Einstellungen zur Schule

Die Lernenden lesen Aussagen von Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen Ländern über ihre Einstellung zur Schule. Anschließend vergleichen sie die unterschiedlichen Sichtweisen, reflektieren ihre eigene Motivation für den Schulbesuch und diskutieren persönliche Erfahrungen.


M 1.2 Warum muss ich zur Schule gehen?

Ausgehend von einem Brief des Pädagogen Hartmut von Hentig setzen sich die Lernenden mit Sinn, Bedeutung und Aufgaben von Schule auseinander. Sie analysieren den Text, formulieren eigene Erwartungen an Schule und verfassen selbst einen Brief an ein jüngeres Kind.


M 1.3 Meine Traumschule

Die Lernenden entwickeln Vorstellungen einer idealen Schule. Sie gestalten Zeichnungen oder Modelle, entwerfen eigene Schulgebäude und vergleichen ihre Ideen. Die Ergebnisse können der Schulleitung vorgestellt werden.


M 1.4 Wenn ich ... wäre

Durch Perspektivwechsel übernehmen die Lernenden die Rolle einer Lehrkraft, der Schulleitung oder einer bildungspolitisch verantwortlichen Person. Sie überlegen, welche Veränderungen sie für eine bessere Schule umsetzen würden und entwickeln einen eigenen Wunschstundenplan.


M 1.5 Abschiedsbrief eines Lehrers

Die Lernenden lesen den fiktiven Abschiedsbrief eines Lehrers, analysieren dessen Kritik und schreiben eine Antwort aus Sicht der Lernenden. Dadurch werden Perspektivübernahme und gegenseitiges Verständnis gefördert.


2. Teil: Deine Klasse und die Schule


M 2.1 Unser gemeinsamer Weg

Die Klasse gestaltet einen gemeinsamen Weg aus Fußabdrücken, auf denen wichtige Unterrichtsinhalte, Projekte und Erlebnisse dokumentiert werden. Dadurch entsteht eine sichtbare Dokumentation der gemeinsamen Schulzeit.


M 2.2 Ein Fragebogen zum Klassenklima

Die Lernenden führen eine anonyme Befragung zum Klassenklima durch, werten die Ergebnisse aus und entwickeln gemeinsam Maßnahmen zur Verbesserung des Zusammenlebens.


M 2.3 Schülerbeispiel Wetterkarte

Anhand einer Beispielarbeit lernen die Lernenden, wie sich das Klassenklima mit Wettersymbolen darstellen lässt. Die Darstellung dient als Anregung für die eigene Umsetzung.


M 2.4 Klassenklima visuell

Die Lernenden gestalten eine Wetterkarte ihrer Klasse und übertragen soziale Beziehungen in Wetterbilder. Anschließend reflektieren sie Gemeinsamkeiten, Konflikte und Entwicklungsmöglichkeiten.


M 2.5 Klassenregeln

Mithilfe der Symbole Baum und Haus entwickeln die Lernenden Regeln für ein gelingendes Zusammenleben. Eigenschaften und Verhaltensweisen werden gesammelt und zu gemeinsamen Klassenvereinbarungen formuliert.


M 2.6 Unsere Fähigkeiten

Ausgehend von außergewöhnlichen Rekorden erkennen die Lernenden eigene Stärken und erhalten Rückmeldungen durch ihre Mitschüler. Dadurch werden Selbstwertgefühl und gegenseitige Wertschätzung gefördert.


M 2.7 Fähigkeiten Karikatur

Eine Karikatur regt zur Diskussion über Begabungen, Leistungsdruck und unterschiedliche Fähigkeiten an. Die Lernenden setzen sich kritisch mit Leistungsbewertungen auseinander.


M 2.8 Das Weinwunder oder Warum denn ausgerechnet ich

Eine erzählte Geschichte verdeutlicht die Bedeutung persönlicher Verantwortung innerhalb einer Gemeinschaft. Die Lernenden übertragen die Aussage auf ihre eigene Klasse und entwickeln Ideen für gelingendes Miteinander.


M 2.9 Aktionskarten über das Jahr

Die Klasse zieht regelmäßig kleine Sozialaufgaben wie Komplimente machen, Hilfe anbieten oder Müll sammeln. Die Erfahrungen werden gemeinsam reflektiert und ausgewertet.


3. Teil: Deine Stufe und die Schule


M 3.1 AG Schulklima

Die Lernenden entwickeln Ideen für eine Arbeitsgruppe, die das Schulklima verbessert und konkrete Projekte plant.


M 3.2 Wann muss ich Nein sagen

Anhand von Alltagssituationen lernen die Lernenden, Grenzen wahrzunehmen, Zivilcourage zu entwickeln und verantwortungsvoll Entscheidungen zu treffen.


M 3.3 Schulvereinbarungen

Die Lernenden setzen sich mit verbindlichen Regeln für das Zusammenleben auseinander und entwickeln eigene Vereinbarungen für ihre Schule.


M 3.4 Schülergerichte

Das Material stellt Schülergerichte als Möglichkeit demokratischer Konfliktlösung vor. Die Lernenden diskutieren Chancen und Grenzen dieses Modells.


4. Teil: Neue Ideen für die Schulgemeinschaft


M 4.1 Schuhe und Menschen oder Kleider machen Leute

Die Lernenden reflektieren Vorurteile, äußere Erscheinung und erste Eindrücke anhand von Bildimpulsen.


M 4.2 Einheitliche Schulkleidung ist gut fürs Schulklima

Die Klasse diskutiert Vor und Nachteile von Schulkleidung und entwickelt begründete Positionen.


M 4.3 Rituale im Schulalltag

Die Lernenden sammeln und entwickeln Rituale, die Gemeinschaft, Respekt und Orientierung im Schulalltag fördern.


M 4.4 Aktionen, die verbinden

Es werden gemeinsame Projekte geplant, die das Gemeinschaftsgefühl stärken und das soziale Miteinander fördern.


M 4.5 Alle mal lächeln

Die Lernenden beschäftigen sich mit der Wirkung von Freundlichkeit, Anerkennung und positiven Gesten im Schulalltag.


M 4.6 Knigge an der Schule

Gemeinsam werden höfliche Umgangsformen und Regeln für respektvolle Kommunikation erarbeitet.


M 4.7 Themen für Schul Knigge

Die Lernenden entwickeln eigene Inhalte für einen schulischen Verhaltenskodex und diskutieren dessen Umsetzung.


5. Teil: Deine Schule und die große Politik


M 5.1 Das gute Regiment

Die Lernenden interpretieren ein historisches Bild und setzen sich mit guter und schlechter Regierungsführung auseinander.


M 5.2 Schulfresko

Ein Bildimpuls regt dazu an, Schule als gesellschaftlichen Lebensraum zu betrachten und bildlich darzustellen.


M 5.3 Ausgaben für Bildung im internationalen Vergleich Teil 1

Die Lernenden analysieren Statistiken über Bildungsausgaben verschiedener Länder und diskutieren deren Bedeutung für Schule und Bildung.


M 5.4 Ausgaben für Bildung im internationalen Vergleich Teil 2

Die statistischen Ergebnisse werden vertieft interpretiert und hinsichtlich Bildungsgerechtigkeit sowie politischer Verantwortung reflektiert.


Material:

1. Teil: Du und deine Schule

M 1.1 Einstellungen zur Schule 

M 1.2 Warum muss ich zur Schule gehen? (H. von Hentig) 

M 1.3 Meine Traumschule 

M 1.4 Wenn ich … wäre 

M 1.5 Abschiedsbrief eines Lehrers 

2. Teil: Deine Klasse und die Schule

M 2.1 Unser gemeinsamer Weg 

M 2.2 Ein Fragebogen zum Klassenklima

M 2.3 Schülerbeispiel: „Klassenklima visuell“ (Wetterkarte) Folie 

M 2.4 „Klassenklima visuell“ (Wetterkarte) 

M 2.5 Klassenregeln 

M 2.6 Unsere Fähigkeiten 

M 2.7 Christiane Neumann-Tacke: „Fähigkeiten?!“ (Karikatur) Folie 

M 2.8 „Das Weinwunder“ oder „Warum denn ausgerechnet ich?“ 

M 2.9 Aktionskarten über das Jahr – andere Hausaufgaben? 

3. Teil: Deine Stufe und die Schule

M 3.1 AG Schulklima 

M 3.2 Wann muss ich NEIN sagen? 

M 3.3 Schulvereinbarungen 

M 3.4 Schülergerichte 

4. Teil: Neue Ideen für die Schulgemeinschaft

M 4.1 Schuhe und Menschen/Kleider machen Leute Folie 

M 4.2 Einheitliche Schulkleidung ist gut fürs Schulklima 

M 4.3 Rituale im Schulalltag 

M 4.4 Aktionen, die verbinden 

M 4.5 Alle mal lächeln … 

M 4.6 Knigge an der Schule 

M 4.7 Themen für „Schul-Knigge?“ 

5. Teil: Deine Schule und die große Politik

M 5.1 Lorenzetti: „Das gute Regiment“ Folie

M 5.2 Schulfresko 24

M 5.3 Ausgaben für Bildung im internationalen Vergleich (I) 

M 5.4 Ausgaben für Bildung im internationalen Vergleich (II) 

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.1a Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Sinn und Lebensglück.

9G.1b Evangelisch-katholisches Gemeinschaftsprojekt: Wofür es sich zu leben lohnt.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.