Das Bilderbuch eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Grundschule sowie für den Übergang in die Sekundarstufe. Es eröffnet einen niedrigschwelligen Zugang zu existenziellen Fragen, die Kinder aus ihrer eigenen Lebenswelt kennen. Die Geschichte bietet zahlreiche Gesprächsanlässe zu den Themen Trauer, Verlust, Dankbarkeit, Verantwortung für die Schöpfung sowie zu Fragen nach Gott und dem Sinn des Lebens. Die offene Erzählweise unterstützt das Theologisieren mit Kindern und ermöglicht den Lernenden, eigene Erfahrungen, Gefühle und Vorstellungen einzubringen.
Methodisch empfiehlt sich zunächst eine intensive Bildbetrachtung, bei der die Lernenden Vermutungen über Figuren, Situationen und Gefühle äußern. Anschließend kann die Geschichte abschnittsweise vorgelesen werden, sodass an geeigneten Stellen Gesprächsimpulse aufgegriffen und Vermutungen entwickelt werden können. Die Aussagen Brunos und seines Großvaters laden dazu ein, Perspektiven zu vergleichen, Argumente abzuwägen und eigene Positionen zu entwickeln.
Im weiteren Unterrichtsverlauf können die Lernenden überlegen, welche Veränderungen sie selbst in ihrer Welt vornehmen würden und welche Folgen diese hätten. Dadurch werden ethisches Denken, Perspektivwechsel und Verantwortungsbewusstsein gefördert. Ein Vergleich mit der biblischen Schöpfungserzählung eröffnet die Möglichkeit, über Gottes Handeln, die Güte der Schöpfung und die Verantwortung des Menschen für die Welt nachzudenken. Kreative Arbeitsformen wie das Gestalten eigener Bilder, das Schreiben eines Briefes an Gott, das Verfassen eines Elfchens, Rollenspiele oder das Basteln einer Windmühle ermöglichen eine persönliche und handlungsorientierte Auseinandersetzung mit den Themen des Buches. Das Medium unterstützt sowohl dialogisches Lernen als auch kreative und reflektierende Lernprozesse und eignet sich für Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit sowie Unterrichtsgespräche.