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Rezension: Ganz familiär. Die Bischofssynode 2014/2015 in der Debatte

Veröffentlichung:1.5.2026

Der Sammelband „Ganz familiär" analysiert den synodalen Prozess zur Ehe- und Familienpastoral und das nachsynodale Apostolische Schreiben Amoris Laetitia von Papst Franziskus mit differenzierten theologischen Perspektiven auf Prozess, Inhalte und pastorale Perspektiven.

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Der Sammelband „Ganz familiär", herausgegeben von Julia Knop und Jan Loffeld, dokumentiert und analysiert zentrale Debatten der Familiensynode von 2013 bis zur Veröffentlichung von Amoris Laetitia im April 2016. Das Buch geht auf einen Studientag an der Universität Münster zurück und präsentiert ein breites Spektrum theologischer Positionen zur Ehe- und Familienpastoral. Die Beiträge rekonstruieren Konfliktlinien, Deliberationsprozesse und die Ergebnisse des synodalen Prozesses unter Berücksichtigung des nachsynodalen Schreibens. Der erste Bandteil „Ort und Ereignis, Prozess und Diskurs" beleuchtet den Prozessverlauf und theologische Erkenntnisquellen. Jan Loffeld identifiziert in der wiedergewonnenen Bedeutung des Gewissens für die Familienpastoral die Prinzipien „Aggiornamento und Ressourcement", die bereits das II. Vatikanum prägte. Norbert Köster erläutert das synodale Verfahren von Papst Franziskus durch die ignatianische Entscheidungsfindungsmethode, während Thomas Schüller kanonische Perspektiven und notwendige kirchenrechtliche Veränderungen aufzeigt. Klaus Müller analysiert die medialen Strategien während der Synode und deren Einflüsse bis ins Apostolische Schreiben. Der zweite Teil „Themen und Perspektiven" bietet unterschiedliche inhaltliche Zugänge: Marie-Therese Wacker diskutiert biblische Bezüge zur Ehe- und Familienthematik unter gender-kritischen Aspekten, Dorothea Sattler behandelt das Thema aus ökumenischer Perspektive und betont gemeinsame pastorale Handlungsoptionen, und Eva Polednitschek-Kowallick entwickelt Überlegungen zur Ehevorbereitung als Sakramentenkatechese. Die Beiträge bilden ein vielfältiges Reflexionsspektrum, das sowohl lautere als auch leisere, diplomatische wie auch pointierte Stimmen einbezieht, ohne die innere Einheit zu gefährden.

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