RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
Christoph Thoma

Christoph Thoma

Die Gier und das rechnende Subjekt.

Zur Krise der Ökonomie

Veröffentlichung:1.3.2022

Die Unterrichtsstunde "Die Gier und das rechnende Subjekt" mit neuen Seiten thematisiert das gegenwärtige Wirtschaftssystem vor dem Hintergrund der Verteilungsgerechtigkeit, Gier und Macht.

Das Medium „Die Gier und das rechnende Subjekt. Zur Krise der Ökonomie“ setzt sich kritisch mit Geld, Kapitalismus, Finanzmärkten und gesellschaftlichen Denkweisen auseinander. Ausgangspunkt ist ein Interview mit dem Wirtschaftswissenschaftler Karl Heinz Brodbeck, der die Ursachen der Wirtschafts und Finanzkrise analysiert. Dabei thematisiert das Material die Macht des Geldes, die Rolle der Finanzindustrie, die Bedeutung von Rendite und Spekulation sowie die gesellschaftlichen Folgen von Geldgier. Brodbeck beschreibt, wie wirtschaftliches Denken zunehmend das gesamte Leben prägt und Menschen dazu bringt, alles berechnen und kontrollieren zu wollen. Besonders hervorgehoben wird die Verbindung zwischen Geld, Unsicherheit und dem ständigen Streben nach mehr Besitz. Darüber hinaus werden ethische Fragen nach Verantwortung, Gerechtigkeit und Gemeinwohl gestellt. Das Medium verbindet wirtschaftliche Zusammenhänge mit philosophischen und gesellschaftskritischen Perspektiven und regt zur Reflexion über das eigene Verhältnis zu Geld und Konsum an.

Products

In einem ersten Schritt werden Merkmale der Finanzindustrie in Textarbeit erarbeitet. In einem weiteren Schritt wird die Anthropologie des Geldes vor dem Hintergrund des Homo oeconomicus untersucht. Auch der Utilitarismus spielt dabei eine Rolle. In einem dritten Schritt wird die institutionalisierte Gier im Kapitalismus untersucht.

Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe sowie für fächerübergreifende Zugänge mit Ethik, Wirtschaft oder Sozialkunde. Das Material eröffnet Lernenden die Möglichkeit, wirtschaftliche Prozesse nicht nur sachlich, sondern auch ethisch und gesellschaftlich zu betrachten. Aufgrund der anspruchsvollen Inhalte empfiehlt sich eine schrittweise Erarbeitung zentraler Begriffe wie Kapitalismus, Rendite, Spekulation oder Gemeinwohl. Methodisch bietet sich arbeitsteilige Gruppenarbeit an, bei der unterschiedliche Textabschnitte analysiert und anschließend im Plenum vorgestellt werden. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit lebensnahen Fragestellungen wie Konsumverhalten, Werbung, Leistungsdruck oder sozialer Ungleichheit. Lernende können diskutieren, welche Rolle Geld in ihrem eigenen Alltag spielt und welche Auswirkungen wirtschaftliches Denken auf Beziehungen, Werte und gesellschaftliches Zusammenleben hat. Ebenso eignet sich das Material hervorragend zur Förderung ethischer Urteilsbildung, da unterschiedliche Positionen zur Verantwortung von Banken, Politik und Gesellschaft reflektiert werden. Die Lehrkraft sollte darauf achten, komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge anschaulich zu erklären und durch aktuelle Beispiele aus Medien oder Politik zu ergänzen. Auch biblische Perspektiven auf Reichtum, Gier, Gerechtigkeit und Verantwortung können in die Unterrichtsarbeit einbezogen werden. Das Medium fördert insbesondere kritisches Denken, Reflexionsfähigkeit und die Auseinandersetzung mit der Frage, welche Werte eine gerechte Gesellschaft tragen sollen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.1a Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Sinn und Lebensglück.

9G.4 Arbeiten müssen – arbeiten dürfen. Herausforderung für die katholische Soziallehre.

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.3 Aspekte christlicher Anthropologie.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.3 Dem Lebenssinn auf der Spur: Jesus Christus – dem Auferstandenen nachfolgen.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Glücksbilder - Gesellschaft, Medien, Kultur

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.