Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe und der gymnasialen Oberstufe, da es zahlreiche Anknüpfungspunkte zu den Themen Schöpfung, Gottesfrage, Naturwissenschaft und Glaube sowie Verantwortung für die Erde bietet. Lernende können die unterschiedlichen Perspektiven der im Film vorgestellten Personen vergleichen und sich mit grundlegenden Fragen nach Ursprung, Sinn und Zukunft der Welt auseinandersetzen. Dabei lassen sich biblische Schöpfungstexte mit naturwissenschaftlichen Sichtweisen in Beziehung setzen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede herausarbeiten. Ebenso eröffnet der Film Gespräche über Ehrfurcht vor dem Leben, Staunen als religiöse Erfahrung sowie über die Verantwortung des Menschen für die Bewahrung der Schöpfung. Methodisch bietet sich eine Filmsichtung mit Beobachtungsaufträgen zu Symbolen, Aussagen und Naturbildern an. Anschließend können philosophische Gespräche, Gruppenarbeiten, Bildanalysen oder kreative Schreibaufgaben durchgeführt werden, in denen Lernende ihre eigenen Gedanken zu Natur, Glauben und Lebenssinn formulieren. Die Analyse filmischer Gestaltungsmittel wie Musik, Kameraführung und Bildkomposition unterstützt das Verständnis der besonderen Atmosphäre des Films. Darüber hinaus können Bibeltexte, Gebete, Psalmen oder Texte bedeutender Theologinnen und Theologen mit den Aussagen des Films verglichen werden. Der Dokumentarfilm eignet sich sowohl als Impuls für eine Unterrichtsreihe zur Schöpfung als auch für die Behandlung existenzieller Fragen nach Gott, Mensch und Welt.
Der Film eignet sich hervorragend für den Einsatz ab Klasse 8/9 in der Sek. I und II. Inhaltlich behandelt er zentrale Themen wie die Suche nach Sinn, innere Heilung, Versöhnung und Spiritualität. Als biografische Dokumentation ermöglicht er eine exemplarische Annäherung an den Pilgerweg als Symbol für den Lebensweg. Der Film kann eingebettet werden in Unterrichtseinheiten zu den Themen: ‚Aus Hoffnung leben: Umgang mit Ängsten, Träumen und Hoffnungen‘ sowie ‚Gott suchen – Gott begegnen‘. Mögliche methodische Zugänge umfassen das Erstellen von Biografiekarten, das Nachvollziehen des Jakobswegs anhand von Kartenmaterial, die Auswertung von Reinthallers Zitaten, sowie die Reflexion über Gottesbilder. Der Film bietet reichhaltige Möglichkeiten für philosophische, theologische und existentielle Gespräche. Auch kreative Arbeitsformen wie Symbolanalysen (z. B. Wasser, Muschel), Tagebuchauszüge, szenisches Spiel oder die Gestaltung eigener ‚Pilgerstationen‘ im Klassenzimmer können eingesetzt werden. Er ist besonders geeignet zur Förderung emotionaler Intelligenz, Empathie, Selbstreflexion und spiritueller Bildung.