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Frank Lüdke

Frank Lüdke

Die Ausbreitung des Christentums

KG 003

Veröffentlichung:3.4.2020

Das Video beschäftigt sich mit der Ausbreitung des Christentums in den ersten drei Jahrhunderten und geht der Frage nach, wie aus einer kleinen Gemeinschaft in Jerusalem die prägende Religion des Römischen Reiches werden konnte. Ausgehend von den Berichten der Apostelgeschichte beschreibt das Video die geografische Ausbreitung des christlichen Glaubens von Jerusalem über Judäa und Samaria nach Kleinasien, Griechenland, Rom und schließlich in den gesamten Mittelmeerraum. Darüber hinaus werden die wichtigsten Faktoren erläutert, die dieses Wachstum begünstigten. Dazu gehören die günstigen politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Römischen Reiches, die gemeinsame griechische Sprache, das gut ausgebaute Verkehrsnetz, die Rolle persönlicher Beziehungen bei der Weitergabe des Glaubens sowie das überzeugende Lebenszeugnis der ersten Christinnen und Christen. Das Video zeigt, dass sich das Christentum vor allem durch glaubwürdiges Handeln, gelebte Nächstenliebe und persönliche Begegnungen ausbreitete und dadurch Schritt für Schritt zur bedeutendsten Religion des Römischen Reiches wurde.

Das Video „Die Ausbreitung des Christentums“ behandelt die Anfänge der jungen Kirche und ihre dynamische Entwicklung im 1. bis 4. Jahrhundert. Es zeigt, wie die Botschaft Jesu von Jerusalem ausgehend durch Apostel und Missionare in den Mittelmeerraum getragen wurde, wie christliche Gemeinden in Auseinandersetzung mit Judentum, heidnischer Umwelt und staatlicher Verfolgung entstanden und wie schließlich die Konstantinische Wende den Weg zur Etablierung des Christentums als anerkannte Religion bereitete.



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Für den katholischen Religionsunterricht bietet das Medium vielfältige didaktische Möglichkeiten. Lehrkräfte können die Schüler:innen zur Spurensuche in der Geschichte des Christentums anregen und sie dabei ermutigen, die Frage nach den Bedingungen für Glaubensweitergabe und Gemeindebildung zu stellen. Methodisch eignet sich der Einsatz sowohl in der Mittel- als auch in der Oberstufe. In der Mittelstufe können die Lernenden mithilfe des Mediums die wesentlichen Stationen der christlichen Ausbreitung in Form von Kartenarbeit, Zeitstrahlen oder Partnerrecherchen erschließen. In der Oberstufe lässt sich das Material nutzen, um kritisch nach den Gründen für die Attraktivität des Christentums in der Antike zu fragen und Bezüge zur heutigen Situation kirchlicher Glaubensvermittlung zu diskutieren. Besonders fruchtbar sind dialogische Methoden, etwa Rollenspiele zur Verfolgungssituation oder zur Missionstätigkeit, sowie kreative Aufgaben wie die Gestaltung einer fiktiven Missionsrede oder einer „Werbekampagne“ für die junge Kirche. Damit leistet das Medium einen Beitrag zur Kompetenzentwicklung im Bereich historischer und gegenwartsbezogener Urteilsfähigkeit, fördert Perspektivübernahme und regt zu einem reflektierten Blick auf das heutige Christsein an.

Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II sowie für leistungsstarke Lerngruppen der Jahrgangsstufen 9 und 10. Es kann innerhalb einer Unterrichtsreihe zur Alten Kirche, zur Entstehung des Christentums oder zur Kirchengeschichte eingesetzt werden und vermittelt sowohl historisches Wissen als auch Einsichten in die Entwicklung religiöser Gemeinschaften.

Als Unterrichtseinstieg bietet sich die Frage an: „Wie kann aus einer kleinen Gruppe von Menschen eine Weltreligion entstehen?“ Die Lernenden sammeln zunächst Vermutungen und vergleichen diese anschließend mit den im Video dargestellten historischen Entwicklungen.

Während des Sehens können die Lernenden eine Übersicht erstellen, in der zwischen geografischer Ausbreitung und Gründen für das Wachstum des Christentums unterschieden wird. Auf einer Karte des Mittelmeerraumes lassen sich die wichtigsten Stationen der Ausbreitung von Jerusalem über Antiochia, Ephesus und Rom bis nach Nordafrika und an den Rhein markieren. Dadurch wird die Verbindung zwischen historischen Ereignissen und geografischen Räumen anschaulich.

In einer arbeitsteiligen Gruppenarbeit können die Lernenden einzelne Faktoren untersuchen, die zur Ausbreitung des Christentums beigetragen haben. Eine Gruppe beschäftigt sich mit den politischen Rahmenbedingungen des Römischen Reiches, eine weitere mit der Bedeutung der gemeinsamen Sprache, andere Gruppen mit der Rolle persönlicher Beziehungen, der christlichen Ethik, der Nächstenliebe oder dem Verhalten der Christinnen und Christen während Epidemien und Verfolgungen. Die Ergebnisse werden anschließend zusammengeführt und hinsichtlich ihrer Bedeutung bewertet.

Methodisch eignet sich das Video außerdem für eine Diskussion über die Frage, wodurch religiöse Gemeinschaften heute wachsen oder an Bedeutung verlieren. Die Lernenden vergleichen die historischen Bedingungen der frühen Kirche mit der Situation christlicher Gemeinden in der Gegenwart und reflektieren, welche Faktoren auch heute noch eine Rolle spielen können.

Das Medium fördert insbesondere historisches Lernen, religiöse Urteilskompetenz sowie die Fähigkeit, historische Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu analysieren. Gleichzeitig verdeutlicht es den Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, persönlichem Glaubenszeugnis und der Entwicklung religiöser Gemeinschaften.


Fragestellungen zum Video mit Antworten


1. Wie breitete sich das Christentum geografisch aus?

Das Christentum verbreitete sich von Jerusalem über Judäa und Samaria nach Antiochia, Kleinasien, Griechenland, Rom und schließlich in weite Teile des Römischen Reiches. Zunächst entstanden Gemeinden vor allem in bedeutenden Hafen und Handelsstädten.


2. Warum waren die Städte des Mittelmeerraumes für die Ausbreitung besonders wichtig?

Die Hafenstädte waren Verkehrsknotenpunkte des Römischen Reiches. Von dort konnten Menschen, Nachrichten und Handelswaren schnell weiterreisen, wodurch sich auch der christliche Glaube leichter verbreitete.


3. Welche Bedeutung hatten persönliche Beziehungen für die Ausbreitung des Christentums?

Die meisten Menschen lernten den christlichen Glauben durch Familienmitglieder, Freundschaften und Nachbarschaften kennen. Persönliche Begegnungen waren der wichtigste Weg der Weitergabe des Glaubens.


4. Welche Rolle spielte das Römische Reich für das Wachstum des Christentums?

Der Römische Friede, die einheitliche Verwaltung, die gemeinsame griechische Sprache sowie das gut ausgebaute Straßen und Schifffahrtsnetz erleichterten die Verbreitung des christlichen Glaubens erheblich.


5. Warum wirkte die christliche Lebensweise auf viele Menschen anziehend?

Die Christinnen und Christen zeichneten sich durch Nächstenliebe, Fürsorge für Kranke, Gleichbehandlung von Menschen sowie eine verbindliche Ethik aus. Dieses Verhalten machte den Glauben für viele Menschen glaubwürdig und attraktiv.


6. Welche Bedeutung hatten Frauen und Familien für das Wachstum der frühen Kirche?

Frauen trugen wesentlich dazu bei, den Glauben innerhalb ihrer Familien weiterzugeben. Christliche Familien lebten ihre Überzeugungen sichtbar und ermöglichten die Weitergabe des Glaubens an die nächste Generation.


7. Welche Rolle spielten Christenverfolgungen für die Ausbreitung des Christentums?

Trotz der Verfolgungen wuchs das Christentum weiter. Das mutige Zeugnis vieler Märtyrer beeindruckte zahlreiche Menschen und führte dazu, dass sich weitere Personen dem christlichen Glauben anschlossen.


8. Welche Kompetenzen erwerben Lernende durch die Arbeit mit diesem Video?

Sie lernen historische Entwicklungen zu analysieren, unterschiedliche Ursachen historischen Wandels zu erkennen, religiöse und gesellschaftliche Zusammenhänge zu beurteilen sowie die Entstehung und Ausbreitung des Christentums historisch einzuordnen.

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