Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Grundschule und kann sowohl als Einstieg in das Thema Jesus als auch zur Vertiefung christologischer Inhalte eingesetzt werden. Zu Beginn bietet sich ein Unterrichtsgespräch über den Alltag der Lernenden an. Dabei können Erfahrungen aus Familie, Schule, Freundeskreis und Freizeit gesammelt werden. Anschließend eröffnet das Medium die Möglichkeit, Gemeinsamkeiten zwischen dem Leben Jesu und dem eigenen Leben zu entdecken. Während der Erarbeitung können einzelne Szenen beschrieben, gedeutet und mit biblischen Texten verglichen werden. Gesprächsimpulse fördern das Nachdenken darüber, weshalb es für den christlichen Glauben bedeutsam ist, dass Jesus Mensch geworden ist. Kreative Methoden wie das Gestalten von Bildern, das Schreiben eines Tagebuchtextes aus der Sicht Jesu als Kind, das Erstellen einer Gedankenkarte oder das Nachspielen ausgewählter Szenen ermöglichen eine vertiefende Auseinandersetzung mit den Inhalten. Ebenso können Lernende Eigenschaften und Erfahrungen Jesu sammeln und mit ihrer eigenen Lebenswirklichkeit vergleichen. Die Arbeit in Partnerarbeit oder Gruppenarbeit stärkt die Kommunikation, die Perspektivübernahme und die religiöse Sprachfähigkeit. Das Medium eröffnet darüber hinaus Gespräche über Vertrauen, Hoffnung, Gemeinschaft, Mitgefühl und Gottes Nähe im Alltag. Dadurch wird die Verbindung zwischen biblischer Botschaft und persönlicher Lebenswelt erfahrbar und die Entwicklung religiöser Kompetenzen nachhaltig unterstützt.
Der Aufbau folgt der bewährten Struktur:
Einstieg: Eine kurze Alltagsgeschichte („Ich bin der Stärkste!“) verdeutlicht kindgerecht, dass kein Mensch alles kann, wohl aber Jesus.
Hauptteil: Die Begebenheiten werden in sechs Abschnitten erzählt – von der großen Menschenmenge über die Bitte des Jaïrus, die Heilung der blutflüssigen Frau bis hin zur Auferweckung der Tochter. Dabei wird immer wieder der Glaube als entscheidendes Element betont („Fürchte dich nicht, glaube nur“).
Anwendung: Kinder werden ermutigt, mit Angst, Krankheit oder Sorge zu Jesus zu kommen und ihm zu vertrauen.
Das Rahmenprogramm ist vielfältig und handlungsorientiert gestaltet:
Quiz „Fiebermesser“ (Wissensüberprüfung)
Wiederholung „Was hilft wirklich“ (Diskussion über falsche Heilquellen)
Spiele: „Retter-Lauf“, „Zeit schätzen“, „Steh auf!“
Bastelarbeiten: „Taschentücher“ (Tränen in Freude verwandeln) und „Spitzbuben“ (Freude und Teilen)
Vertiefung: „Fehlerbild“
Durch die Kombination aus Erzählung, Gespräch, Spiel und kreativem Tun wird der biblische Inhalt emotional erfahrbar und nachhaltig vermittelt. Die Lektion schließt mit der zentralen Botschaft: Jesus ist Herr über Krankheit, Tod und Angst – wer ihm vertraut, erlebt neues Leben und Hoffnung.