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Auferstanden! – Warum feiern wir Ostern?

Veröffentlichung:4.5.2020

Es geschieht das Unfassbare: Gott durchbricht die Endgültigkeit des Todes, das Trennende zwischen ihm und uns Menschen – und lässt seinen Sohn Jesus Christus von den Toten auferstehen! Der Auferstandene ist der Beweis einer neuen Hoffnung, die seither allen Menschen gilt: Ein Leben in Gemeinschaft mit Gott ist möglich, auch über den Tod hinaus. Wegen dieser Botschaft der Freude feiern wir Ostern: Die Auferstehung von Jesus ist das bedeutsamste Ereignis der Menschheitsgeschichte!

Das Video erzählt die biblische Ostergeschichte von Jesu Einzug in Jerusalem bis zu seinen Begegnungen mit den Jüngern nach der Auferstehung. Zunächst begrüßen viele Menschen Jesus begeistert als König und erhoffen sich von ihm die Befreiung von der römischen Herrschaft. Jesus besucht den Tempel und vertreibt dort Händler und Geldwechsler, weil das Gotteshaus für das Gebet bestimmt ist. Beim letzten gemeinsamen Mahl deutet Jesus Brot und Wein als Zeichen seiner Hingabe. Anschließend betet er im Garten Getsemani und wird nach dem Verrat durch Judas festgenommen. Petrus folgt ihm, leugnet jedoch aus Angst dreimal, Jesus zu kennen. Jesus wird verhört, verspottet, zum Tod verurteilt und auf Golgatha gekreuzigt. Nach seinem Tod wird er in ein Felsengrab gelegt. Am dritten Tag entdecken Frauen das leere Grab und erfahren von Engeln, dass Jesus auferstanden ist. Maria Magdalena und später auch die Jünger begegnen dem auferstandenen Jesus. Er spricht ihnen Frieden zu und beauftragt sie, die Botschaft von Gottes Liebe und Vergebung weiterzutragen.

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Das Video eignet sich für den Religionsunterricht in der Grundschule, besonders zur Vorbereitung auf die Karwoche und das Osterfest. Da die Erzählung viele Ereignisse enthält und auch belastende Darstellungen von Gewalt, Angst, Verrat, Tod und Trauer umfasst, sollte sie nicht ohne Vorbereitung vollständig gezeigt werden. Für jüngere Lernende empfiehlt sich eine Aufteilung in mehrere Abschnitte. Mögliche Erzähleinheiten sind der Einzug in Jerusalem und die Tempelreinigung, das letzte Mahl, das Gebet im Garten und die Gefangennahme, die Verleugnung durch Petrus, die Kreuzigung und Grablegung sowie das leere Grab und die Begegnungen mit dem auferstandenen Jesus.

Vor der Betrachtung kann die Lehrkraft das vorhandene Wissen der Lernenden sammeln. Bilder von einem Palmzweig, einem Brot, einem Kelch, einem Hahn, einem Kreuz, einem verschlossenen Grab und einer brennenden Kerze können als Gesprächsanlass dienen. Die Lernenden äußern Vermutungen darüber, welche Bedeutung diese Zeichen in der Ostergeschichte haben. Dabei sollte deutlich werden, dass Ostern nicht nur eine Geschichte von Leid und Tod ist, sondern vor allem von Hoffnung, neuem Leben und der Erfahrung, dass Gottes Liebe stärker ist als der Tod.

Während der Betrachtung erhalten die Lernenden gezielte Beobachtungsaufträge. Sie können darauf achten, wie sich die Gefühle einzelner Personen verändern. Besonders geeignet sind Jesus, Petrus, Maria Magdalena und die übrigen Jünger. Die Lernenden können passende Gefühlswörter sammeln, etwa Freude, Hoffnung, Enttäuschung, Angst, Schuld, Trauer, Staunen, Vertrauen und Mut. Nach jedem Abschnitt sollte ausreichend Zeit für Rückfragen und persönliche Reaktionen bleiben. Belastende Szenen müssen behutsam besprochen werden. Kein Kind sollte dazu gedrängt werden, eigene Erfahrungen mit Tod, Trauer, Gewalt oder Verlust zu erzählen.

Zur Sicherung der Handlung können Bildkarten in die richtige Reihenfolge gelegt werden. Anschließend erzählen die Lernenden die Geschichte mit eigenen Worten nach. Eine Zeitleiste auf dem Boden ermöglicht es, einzelne Ereignisse, Personen und Symbole zuzuordnen. In Partnerarbeit können die Lernenden Standbilder zu ausgewählten Situationen gestalten, etwa zum Einzug in Jerusalem, zum letzten Mahl, zur Angst der Jünger oder zur Freude am leeren Grab. Dabei sollte auf die Darstellung der Kreuzigung als Rollenspiel verzichtet werden, da diese Szene für Lernende emotional überfordernd sein kann. Stattdessen bieten sich ein stilles Bodenbild, ein Kreuz mit dunklen Tüchern oder eine kurze Phase der Stille an.

Die Figur des Petrus eröffnet einen kindgerechten Zugang zu den Themen Angst, Schuld und Vergebung. Die Lernenden können überlegen, warum Petrus Jesus verleugnet, obwohl er zuvor seine Treue versprochen hat. Wichtig ist eine Betrachtung ohne vorschnelle Verurteilung. Petrus handelt aus Angst und bereut sein Verhalten. Daran lässt sich erarbeiten, dass Menschen Fehler machen, diese erkennen und einen neuen Anfang finden können.

Maria Magdalena kann als mutige Zeugin der Auferstehung betrachtet werden. Obwohl sie zunächst traurig und verzweifelt ist, erkennt sie Jesus und bringt den Jüngern die Botschaft, dass er lebt. Die Lernenden können einen kurzen Bericht aus ihrer Perspektive schreiben oder erzählen. Dadurch wird deutlich, wie sich Trauer in Freude und Hoffnung verwandelt.

Die Aussagen des Videos zu Schuld, Sünde, Tod und Erlösung benötigen eine behutsame Erklärung. Für die Grundschule kann Sünde als das beschrieben werden, was Beziehungen zu Gott, zu anderen Menschen und zu sich selbst verletzt. Die Kreuzigung darf nicht so erklärt werden, als habe Gott den Tod Jesu aus Grausamkeit verlangt. Im Mittelpunkt sollte stehen, dass Jesus seiner Botschaft von Liebe, Frieden und Vergebung treu bleibt und dass Gott ihn im Tod nicht verlässt. Die Auferstehung ist keine einfache Rückkehr in das frühere Leben. Sie bezeichnet die christliche Hoffnung, dass Gott Jesus neues Leben schenkt und dass der Tod nicht das letzte Wort hat.

Als Abschluss können die Lernenden ein Hoffnungsbild gestalten, einen Osterweg legen, ein Gebet verfassen oder einen Satz auf eine Papierblume schreiben. Mögliche Satzanfänge sind: Hoffnung bedeutet für mich, Licht wird es, wenn, und Einen neuen Anfang wünsche ich mir bei. Die Ergebnisse können zu einem gemeinsamen Osterbild verbunden werden. Eine Kerze in der Mitte erinnert daran, dass Christinnen und Christen Jesus als Licht und Zeichen der Hoffnung verstehen.


Fragen zum Video mit Antworten für die Grundschule

Frage 1: Warum freuen sich die Menschen, als Jesus nach Jerusalem kommt?

Die Menschen hoffen, dass Jesus der von Gott versprochene Retter ist. Viele erwarten, dass er als mächtiger König regieren und sie von den Römern befreien wird.


Frage 2: Warum wird Jesus im Tempel wütend?

Jesus sieht, dass im Tempel viele Menschen vor allem an Geschäfte und Geld denken. Für ihn ist der Tempel ein Haus Gottes, in dem Menschen beten und Gott begegnen können.


Frage 3: Was bedeuten Brot und Wein beim letzten Mahl?

Jesus gibt seinen Freunden Brot und Wein als Zeichen seiner Liebe und Hingabe. Christinnen und Christen erinnern sich beim Abendmahl an Jesus und an seine Gemeinschaft mit den Menschen.


Frage 4: Warum ist Jesus im Garten Getsemani traurig und ängstlich?

Jesus weiß, dass er bald festgenommen wird und leiden muss. Er bittet seine Freunde, bei ihm zu bleiben, und erzählt Gott im Gebet von seiner Angst.


Frage 5: Wie verrät Judas Jesus?

Judas führt die Soldaten zu Jesus. Mit einem Kuss zeigt er ihnen, welchen Mann sie festnehmen sollen.


Frage 6: Warum wehrt sich Jesus nicht mit Gewalt?

Jesus will den Weg des Friedens gehen. Er fordert Petrus auf, sein Schwert wegzustecken, und heilt den verletzten Mann.


Frage 7: Warum sagt Petrus dreimal, dass er Jesus nicht kennt?

Petrus hat Angst, ebenfalls festgenommen zu werden. Als der Hahn kräht, erinnert er sich an Jesu Worte und bereut sein Verhalten.


Frage 8: Warum wird Jesus zu Pilatus gebracht?

Pilatus ist der römische Herrscher in der Region. Er soll entscheiden, ob Jesus als angeblicher König eine Gefahr für die römische Herrschaft darstellt.


Frage 9: Warum wird Jesus gekreuzigt?

Einige mächtige Männer lehnen Jesus und seine Botschaft ab. Die Menschenmenge fordert seine Verurteilung und Pilatus gibt dem Druck nach, obwohl er Jesus nicht für schuldig hält.


Frage 10: Was sagt Jesus über die Menschen, die ihm wehtun?

Jesus bittet Gott darum, ihnen zu vergeben. Damit zeigt er, dass er selbst im Leiden an seiner Botschaft von Liebe und Vergebung festhält.


Frage 11: Wer legt Jesus in ein Grab?

Josef aus Arimathäa bittet Pilatus um den Leichnam Jesu. Er wickelt Jesus in ein Tuch und legt ihn in ein Felsengrab.


Frage 12: Was entdecken die Frauen am Sonntagmorgen?

Sie entdecken, dass der Stein vor dem Grab weggerollt wurde und dass das Grab leer ist. Engel sagen ihnen, dass Jesus auferstanden ist.


Frage 13: Wer erkennt den auferstandenen Jesus am Grab?

Maria Magdalena erkennt Jesus, als er sie bei ihrem Namen nennt. Ihre Trauer verwandelt sich in große Freude.


Frage 14: Warum glauben die Jünger den Frauen zunächst nicht?

Die Nachricht von der Auferstehung erscheint ihnen unglaublich. Petrus und Johannes laufen deshalb selbst zum Grab und sehen, dass es leer ist.


Frage 15: Woran erkennen die beiden Jünger Jesus in Emmaus?

Sie erkennen ihn, als er beim gemeinsamen Essen das Brot nimmt, es bricht und ihnen gibt.


Frage 16: Was sagt Jesus zu seinen Freunden, als er ihnen erscheint?

Jesus sagt: Friede sei mit euch. Damit nimmt er ihnen die Angst und zeigt ihnen, dass er lebt.


Frage 17: Welchen Auftrag gibt Jesus seinen Freunden?

Sie sollen den Menschen von Gottes Liebe, Frieden und Vergebung erzählen. Die frohe Botschaft soll auf der ganzen Welt bekannt werden.


Frage 18: Was feiern Christinnen und Christen an Ostern?

Sie feiern die Auferstehung Jesu. Ostern erinnert daran, dass Gottes Liebe stärker ist als Schuld, Leid und Tod.

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