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Katholisches Filmwerk

Katholisches Filmwerk

Begleitmaterial zum Film Das kleine Gespenst

Veröffentlichung:11.7.2025

Das Filmheft mit 24 Seiten zum Kinderfilm „Das kleine Gespenst“, basierend auf Otfried Preußlers gleichnamigem Klassiker, bietet eine vielfältige und medienpädagogisch fundierte Grundlage zur Bearbeitung zentraler Themen des Religions- und Ethikunterrichts in der Grundschule und Sekundarstufe I. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Wahrheit und Lüge, Freundschaft, Gerechtigkeit, Identität und dem Umgang mit Außenseitern – alles Themen, die auch unter theologischer Perspektive fruchtbar gemacht werden können.

Der Kinderfilm Das kleine Gespenst nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Otfried Preußler erzählt die Geschichte eines neugierigen kleinen Gespenstes, das seit Jahrhunderten auf Burg Eulenstein lebt und sich nichts sehnlicher wünscht, die Welt einmal bei Tageslicht zu erleben. Durch einen unvorhergesehenen Zauber geht dieser Wunsch in Erfüllung. Das kleine Gespenst wird jedoch schwarz und sorgt in der Stadt für zahlreiche Missverständnisse und Verwirrung. Gemeinsam mit einer Gruppe von Kindern versucht es, den entstandenen Schaden wieder gutzumachen und den ursprünglichen Zustand zurückzuerlangen. Der Film verbindet humorvolle und spannende Elemente mit Themen wie Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Verantwortung, Vorurteilen und dem Mut, Fehler einzugestehen. Zugleich regt die Geschichte dazu an, über Anderssein, Vertrauen und den respektvollen Umgang miteinander nachzudenken. (materialserver.filmwerk.de)

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Der Film eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Grundschule sowie der unteren Jahrgangsstufen der Sekundarstufe. Als Einstieg können Lernende über Wünsche sprechen, die sie selbst gerne verwirklichen würden, und überlegen, welche Folgen erfüllte Wünsche haben können. Während der Filmsichtung bieten sich Beobachtungsaufträge zur Entwicklung der Hauptfigur, zum Verhalten der Kinder sowie zu Situationen an, in denen Vorurteile oder Missverständnisse entstehen. Im Anschluss lassen sich zentrale Themen wie Freundschaft, Vertrauen, Verantwortung, Ehrlichkeit und Versöhnung gemeinsam erarbeiten und mit biblischen Erzählungen verbinden, beispielsweise mit der Goldenen Regel, dem Doppelgebot der Liebe oder Gleichnissen über Vergebung und Nächstenliebe. Auch Fragen nach dem Umgang mit Fremdem und Anderssein sowie nach der Bedeutung von Gemeinschaft können vertieft werden. Methodisch bieten sich Standbilder, Rolleninterviews, Schreibgespräche, Fantasiereisen, kreative Schreibaufgaben, Bildimpulse oder die Gestaltung eigener Gespenstgeschichten an. Ebenso eignet sich ein Vergleich zwischen Buch und Film, um unterschiedliche Erzählweisen und Gestaltungsmittel zu untersuchen. Der Film unterstützt die Werteerziehung, fördert Empathie, Perspektivwechsel und soziale Kompetenzen und eröffnet vielfältige Möglichkeiten zur Verbindung von Fantasie und religiösem Lernen. (materialserver.filmwerk.de)

Didaktisch ist das Material ausgesprochen vielseitig: Es verbindet literarisches Lernen mit Medienbildung, regt zu kreativer Auseinandersetzung mit den Charakteren an und gibt zugleich Einblicke in die Produktionsweise eines Films – vom Storyboard über das Drehbuch bis hin zu Animation und Schauspiel. Besondere Aufmerksamkeit verdient die kindgerechte Thematisierung der Spannung zwischen Realität und Fantasie: Die Figur des Gespenstes ermöglicht einen spielerischen Zugang zu existenziellen Fragen und weckt die Vorstellungskraft der Kinder, ohne sie zu überfordern.

Gerade für den katholischen Religionsunterricht eröffnet das Thema auch eine implizite theologische Reflexion: Was ist Wahrheit? Was bedeutet es, ausgegrenzt oder nicht geglaubt zu werden? Wie gehe ich mit Vorurteilen um? Welche Rolle spielen Mitgefühl und Gerechtigkeit in menschlichen Beziehungen? Solche Fragen lassen sich auf Grundlage der Filmanalyse und der Arbeitsmaterialien gezielt in Gruppen- und Einzelarbeit aufgreifen.

Zahlreiche Arbeitsblätter, Schreibanlässe, Szenenanalysen und kreative Aufgaben (wie Malen, Erzählen, szenisches Spiel oder Standbildarbeit) unterstützen die Schülerinnen und Schüler darin, das Gesehene zu verarbeiten und in Beziehung zu ihrer eigenen Lebenswelt zu setzen. Die technische Erklärung der Realfilm- und Trickfilmverknüpfung schult zudem die Medienkompetenz der Lernenden. Auch interdisziplinäre Anbindungen an Deutsch, Kunst und Sachunterricht sind durch das Material leicht umzusetzen.

Das Filmheft eignet sich für die Klassen 1–6, insbesondere im Bereich der Werteerziehung, Identitätsbildung sowie der Einführung in symbolisches und narratives Denken. Es ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie filmisches Erzählen im Religionsunterricht theologisch relevant, altersgemäß und lebensnah bearbeitet werden kann.

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Mensch und Welt (Hessen | Primarstufe 3/4).

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